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Swiss Classic Award 2020
Bild (1/1): Packard Hawk (1958) - Packard-Schritzug auf dem Heck (© Greg Keysar - Courtesy RM/Sotheby's, 2020)
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  • Packard Hawk – das schnelle GT-Coupé, das kaum jemand kennt

    Erstellt am 26. Juli 2020
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Greg Keysar - Courtesy RM/Sotheby's 
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    Die Automobile der Firma Packard gehören zu den luxuriösesten Wagen, die in den Vereinigten Staaten hergestellt wurden. Bereits 1899 begann man in Detroit Packard-Auto zu bauen. Diverse Innovationen gehen auf die Arbeit der Packard-Ingenieure zurück. Doch nach dem zweiten Weltkrieg kämpften die Autofirmen mit harten Bandagen gegeneinander. Ohne Wachstum war kein Überleben möglich.

    Packard Hawk (1958) - die Hutze schaffte Platz für den McCulloch-Kompressor
    © Copyright / Fotograf: Greg Keysar - Courtesy RM/Sotheby's

    Die Packard-Studebaker Fusion

    1954 kaufte der gut betuchte Hersteller Packard die nicht besonders gut florierende Studebaker Corporation. Daraus entstand die Studebaker-Packard Corporation, angesiedelt in South Bend Indiana. Natürlich suchte man sofort Wege, um Synergien zwischen den beiden Firmen zu finden.

    Das Beste aus zwei Welten?

    Im November 1955 wurde der Studebaker Golden Hawk vorgestellt, ein elegantes Hardtop-Coupé. Der Golden Hawk war designmässig eine Weiterentwicklung der Commander Starliner Linienführung, die auf Raymond Loewy zurückging.

    Studebaker Golden Hawk (1956) - mit dem Packard-V8 unter der Haube
    © Archiv Automobil Revue

    Auch beim Golden Hawk hatten fünf Passagiere Platz und mit über drei Meter Radstand und mit fast 5,2 Meter Aussenlänge war das Coupé sicherlich imposant. Mit 1565 kg war es aber nicht übermässig schwer. Wenn man also einen 275 PS starken V8 einbaute, dann musste sich auch die Sportwagenwelt warm anziehen.

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    Motoren-Engineering von Packard

    Der Packard-V8 war ein mächtiges Aggregat mit 5773 cm3 Hubraum und einer Kompression von 9.5:1. 279 SAE-PS leistete der V8 bei 4600 Umdrehungen. Das nicht gerade leichtgewichtige Aggregat verfügte über eine zentrale Nockenwelle und hängende Ventile, die über Stossstangen und Kipphebel angesteuert wurden.

    Studebaker Golden Hawk (1955) - V8-Motor mit Packard-Wurzeln, 275 PS stark
    © Archiv Automobil Revue

    Ein Vierfachvergaser sorgte für die Gemischaufbereitung. Dieser Motor war ursprünglich für deutlich teurere Wagen konstruiert worden, aber dank der Packard-Studebaker-Ehe gelangte er in den Golden Hawk.

    Muscle Car früher Stunde

    In Europa feierte der Studebaker Golden Hawk am Genfer Autosalon in Genf seine Premiere und dort muss er einen deutlichen Eindruck hinterlassen haben. Auto Motor und Sport notierte: “Einer der größten und schnellsten Amerikaner: der Studebaker Golden Hawk mit 5,8 Liter V8-Motor von 280 HP und unvorstellbarem Drehmoment von 52,5 SAE-mkg bei 2800 U/min - Spitze 190 km/h.

    Studebaker Golden Hawk (1956) - mit sehr schlichtem Interieur
    © Archiv Automobil Revue

    Tatsächlich wirkten europäische Spitzensportwagen geradezu schmächtig und armselig motorisiert im Vergleich. Der ebenfalls ausgestellte BMW 507 leistete 150 PS, ein Mercedes-Benz 300 SL musste mit rund 35 PS weniger auskommen und selbst ein Ferrari mit V12-Motor war nicht deutlich stärker. Dabei kostete der Golden Hawk “nur” DM 22’700 oder CHF 26’500, während ein 300 SL 33’500, eine BMW 507 34’500 Franken kostete also locker die Hälfte mehr.

    Bei Tests des Golden Hawk wurden über 200 km/h Spitze und Zeiten von knapp unter acht Sekunden für den Sprint von 0 auf 60 Meilen pro Stunde gestoppt.

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    Mehr Studebaker als Packard

    Für den zweiten Jahrgang des Studebaker Golden Hawk stand dann der Packard-Motor nicht mehr zur Verfügung, weil inzwischen das Werk, in dem der Motor gebaut worden war, verkauft werden musste. So entschied man sich, einen aufgeladenen Small-Block-V8 aus Studebaker-Fertigung in das Coupé einzubauen. An der Spitzenleistung änderte sich wenig, es standen weiterhin 279 SAE-PS bei 4800 Umdrehungen, das Drehmoment sank auf 46 SAE-mkg bei 3200 Umdrehungen. Der Radialkompressor stammte von McCulloch, der Fallstrom-Doppelvergaser von Stromberg.

    Studebaker Golden Hawk (1956) - Studebaker-Präsident Harold E. Churchill und Chefingenieur Eugene F. Herdig bewundern den aufgeschraubten McCulloch-Kompressor
    © Archiv Automobil Revue

    Als Kraftübertragung standen ein Dreigang-Handschaltgetriebe mit halbauomatischem Warner-Schnellgang oder eine Automatik zur Verfügung.
    Um für den Kompressor Platz zu schaffen, war ein Loch in der Motorhaube nötig, das durch eine Kunststoffabdeckung kaschiert wurde. Auch sonst gab es geringe Styling-Anpassungen, was man besonders an den Heckflossen erkennen konnte.

    Studebaker Golden Hawk (1957) - bereits mit dem Small-Block-Studebaker V8 mit McCulloch-Kompressor
    © Archiv Automobil Revue

    Beim Fahrwerk blieb alles beim alten, was einzel aufgehängte Vorderräder, eine Starrachse hinten und Trommelbremsen bedeutete.

    Die edle Packard-Variante

    Im Oktober 1957 wurde eine Packard-Ableitung des Studebaker Golden Hawk präsentiert. Angekündigt wurde er als neuester und luxuriösester Familien-Sportwagen. Als Packard hiess er einfach Hawk und technisch entsprach der Packard Hawk dem Studebaker. Er wurde meist mit Automatik auf der Basis eines Dreigang-Planetengetriebes ausgeliefert. Ein Sperrdifferential namens “Twin Traction” gab’s per Aufpreis.

    Packard Hawk (1957) - Modell 1958 in seiner ganzen Pracht
    © Archiv Automobil Revue

    Man hatte es allerdings nicht einfach mit dem Anbringen anderer Markenzeichen belassen. Front und Heck wurden durch Duncan McRae neu gestaltet. Die Vorderansicht mit Kunststoffelementen erhielt dabei einen europäischen Stil, während das Heck mit einer integrierten Reserverad-Abdeckung typisch amerikanisch wirkte.

    Packard Hawk (1957) - die Gestaltung der Heckpartie unterschied sich vom Parallelmodell Studebaker Golden Hawk
    © Archiv Automobil Revue

    Der Packard-Prospekt führte das mit folgenden Worten aus:
    “All das unverwechselbare Styling, für das Packard ein Begriff ist, wird in den anmutigen Heckflossen und der Heckabdeckung des Hawk veranschaulicht. Er ist originell; er ist unübertroffen in seiner sauberen Linienführung.”

    Das Interieur war komplett in Leder ausstaffiert, mit Vinyl-Elementen ergänzt und wirkte sehr edel, wie man es sich von der Marke Packard gewöhnt war. “In the Finest Tradition of Packard Craftmanship” stand auf dem Verkaufsprospekt, aber auch “From the Home of the Golden Hawks”.

    Packard Hawk (1958) - schlichtes Interieur mit viel Leder
    © Copyright / Fotograf: Greg Keysar - Courtesy RM/Sotheby's

    Der Packard Hawk verkaufte sich nicht gut, die Endfünzigjahre-Rezession forderte ihr Tribut und nur 558 der in den USA ab USD 3995 angebotenen Coupés konnten verkauft werden. Rund 700 Dollar günstiger gab es schliesslich Ähnliches mit Studebaker-Markenzeichen.
    In Europa wurden für den Packard CHF 31’600 verlangt, während der Studebaker Golden Hawk CHF 27’500 kostete.

    Das Ende von Packard

    Mit zunehmenden finanziellen Problemen sah man sich bei Packard-Studebaker gezwungen in eine neue kompakte Baureihe (Lark) zu investieren und unrentable Aktivitäten zu beenden. So verschwand der Packard-Badge und mit ihm auch der Packard Hawk nach nur einem Jahr Bauzeit.

    Heel Banner 2: Heel Oldtimer

    Der Hawk von Studebaker

    Der Hawk aber wurde als Studebaker noch eine Reihe weitergebaut, zunächst als Golden und Silver Hawk, am Schluss nur noch als Hawk und ohne Kompressormotor.

    Studebaker Hawk (1960) - Handschaltung oder Automatik standen zur Auswahl
    © Archiv Automobil Revue

    Mit Baujahr 1960 war dann endgültig Schluss.

    Einer von wenigen Überlebenden

    Nur wenige Packard Hawk sollen überlebt haben, der abgebildete rot-goldene Wagen mit Chassisnummer 58LS1413 ist einer davon. Ausgerüstet mit Automatik und Twin-Traction-Sperrdifferential dürfte er einer der letzten Wagen sein, die überhaupt mit Packard-Markenbezeichnung produziert wurden.

    Packard Hawk (1958) - elegante Zweifarben-Lackierung
    © Copyright / Fotograf: Greg Keysar - Courtesy RM/Sotheby's

    Der porträtierte Packard Hawk wird von RM/Sotheby’s im Rahmen der “Open Roads North America Auction” im Juli 2020 online versteigert.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    le******:
    29.07.2020 (17:25)
    ..............so einfach sollte man es sich nicht machen. Das Badge Engineering hat die britische Automobilindustrie nicht untergehen lassen, sondern die damals schon militanten Gewerkschaften.
    ol******:
    28.07.2020 (14:21)
    Kann die Reserverad-Abdeckung nur ein Styling-Element sein, wie z.B. bei 1957 Imperial?
    Antwort von ol******
    28.07.2020 (16:12)
    Wahrscheinlich so:
    https://classiccars.com/listings/view/1234384/1958-packard-hawk-for-sale-in-rogers-minnesota-55374
    Antwort von Strich 8
    29.07.2020 (17:26)
    So ist es:
    https://barnfinds.com/1-of-588-1958-packard-hawk/packard-1-9/
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