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Bild (1/5): Intermeccanica Murena (1969) - Aussergewöhnliches Heck (© Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions, 2020)
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  • Intermeccanica Murena 429 GT – Exzentrischer Express-Kombi

    Erstellt am 10. März 2020
    Text:
    Daniel Koch
    Fotos:
    Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions 
    (15)
    Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions 
    (1)
     
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    Man kann sich gut vorstellen, dass der Intermeccanica Murena im Jahr 1969 wie von einem anderen Stern gewirkt haben muss, inmitten der anderen Automobile der Sechzigerjahre. Die Briten nennen die Karosserieform "Shooting Break", und der Italiener mit dem amerikanischen V8-Herzen wirkt heute wie eine wilde Mischung eines dem Lamborghini Espada und einem Reliant Scimitar.

    Gross und schnell

    Die Idee, den schnellsten und luxuriösesten Kombi der Welt zu bauen, stammte von den beiden Amerikanern Charles Schwendler und Joseph Vos. Die Freunde fuhren gerne in die Berge zum Skilaufen, sie ärgerten sich aber, kein sportliches Fahrzeug mit genügend Platz zu besitzen. Ihr Porsche 911 bot Fahrspass, hatte aber zu wenig Stauraum, und ihr Kombi war zwar geräumig, aber nicht sportlich.

    Intermeccanica Murena (1969) - Typische Shooting Brake Silhouette
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Zwei Freunde

    Die beiden Amerikaner entwarfen erste Skizzen zu einem sportlichen Kombi, der ihre Ansprüche erfüllen sollte. Sie wandten sich damit an den Kleinserien-Hersteller Intermeccanica in Turin, der mit dem "Italia" bereits Erfahrung mit italienischem Design und amerikanischer Technik hatte, und beauftragten den Unternehmer und Inhaber Frank Reisner mit der Umsetzung des Projektes.

    Intermeccanica Italia Spyder (1968) - die Form stammt von Franco Scaglione
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Ursprünglich wollten die beiden Freunde nur zwei identische Fahrzeuge für sich selber bauen lassen. Reisner überzeugte die beiden aber, dass es sich anbieten würde, mehr als zwei Murena zu bauen, weil dadurch ein Teil der Entwicklungskosten gedeckt werden könnten.

    Intermeccanica Murena (1969) - 300 cm Radstand, und 520 cm Gesamtlänge
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions
    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    HERO Events 2020

    Italienisches Design

    Aufgrund der ersten Design-Skizzen von Schwendler und Vos entwarf Ivo Barison die Form des Murena. Barison war damals ein aufstrebender Designer, der am Entwurf des LMX Sirex gearbeitet hatte. Unterstützt wurde er von niemand geringerem als dem grossen Franco Scaglione, der legendäre Entwürfe wie die Alfa Romeo B.A. T.-Varianten oder den Lamborghini 350 GTV gezeichnet hatte.

    Intermeccanica Murena (1969) - 190 cm breiter Sportkombi
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Illustre Kundschaft

    Vorgestellt wurde der Vierplätzer an der New York Motor Show im Jahr 1969. Es wird kolportiert, dass Elvis Presley gleich zwei Stück davon bestellt haben soll. Auf der Kundenliste hätten auch so illustre Namen wie Sammy Davis Jr., Frank Sinatra und andere Berühmtheiten gestanden, womit mindestens vier von 10 (oder 11?) gebauten Murena prominente Besitzer hatten.

    Intermeccanica Murena (1969) - Chassis Nummer 69001414
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Das auf der Show präsentierte erste Fahrzeug verkaufte Vos an einen Maserati-Händler aus Beverly Hills, und sogar Lee Iacocca, der Präsident der Ford Motor Company, interessierte sich für den Murena. Er sprach Vos an, ob er sich den exzentrischen Kombi genauer ansehen dürfe, und legte sich unter das Fahrzeug, um alle Einzelheiten genau unter die Lupe nehmen zu können.

    Toffen Oktober 2020 Auktion

    Auslieferung des ersten Fahrzeuges

    Im Buch "Intermeccanica: The Story of the Prancing Bull" erzählt Vos, wie er und Schwendler nach der Show den ersten Murena von New York nach Kalifornien fuhren. Er und Schwendler waren auf einer flachen, schnurgeraden Wüstenstrasse unterwegs, und konnten natürlich der Verlockung nicht widerstehen, unter diesen idealen Bedingungen die Höchstgeschwindigkeit zu testen. Dies hätte das Ende ihrer Reise sein können, denn sie rasten an einer Polizeistreife vorbei, und wurden kurz darauf durch eine Polizeisperre angehalten. "Der Beamte fragte mich, ob ich wisse, wie schnell wir unterwegs gewesen waren. Ich antwortete ihm, dass ich die Geschwindigkeit auf 240 km/h schätzen würde. Er lachte, und glaubte nicht, dass ein so grosser Kombi diese Geschwindigkeit erreichen könnte. Ich drückte ihm die Schlüssel in die Hand, und er machte sich mit seinem Kollegen auf eine Probefahrt. Wir verbrachten die nächste Stunde mit Warten im Wüstenstaub der Strasse, bis die Ordnungshüter wieder zurückkamen und begeistert waren. Eine Busse mussten wir nicht bezahlen, aber die Polizisten ermahnten uns, nicht mehr so schnell zu fahren."

    Intermeccanica Murena (1969) - Unter der langen Front steckte ein Ford V8 Motor
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Auch die Fachpresse ist beeindruckt

    Motor Trend schrieb im World Automotive Yearbook 1970: "Der Murena GT strahlt eine 'Geld spielt keine Rolle'-Aura aus. Er ist das perfekte Auto, um schnell über lange Wüstenstrassen zu reisen, besonders in Staaten, in denen keine Geschwindigkeitslimiten das legale Tempo einschränken". Es ist zu vermuten, dass der Autor mit Vos und Schwendler gesprochen hat…

    Intermeccanica Murena (1969) - Die Instrumente dürften nachträglich erneuert worden sein
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Reichlich Vortrieb

    An Leistung hat es nicht gemangelt, der Motor leistete 360 SAE PS, was umgerechnet immerhin 288 DIN PS entsprachen, die bei 4600 U/min abgerufen werden konnten. Viel interessanter ist aber das Drehmoment von 650 Newtonmeter, die schon bei 2800 U/min auf die Kurbelwelle gewuchtet wurden, was für mehr als ausreichend Durchzugskraft in jeder Lebenslage sorgte. Wenn es sein musste, erledigte der Shooting Break den Spurt von null auf 100 km/h in knapp über sieben Sekunden.

    Intermeccanica Murena (1969) - Der 7 Liter grosse Ford V8 Motor leistete run 280 PS
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions
    ZG Marktpreise Eigenwerbung

    In der Sportwagen-Liga

    Trotz des Leegewichtes von knapp über 1700 Kilogramm waren dies Leistungsdaten, die sich mit Sportwagen von Ferrari und Lamborghini messen konnten. Jedenfalls dürfte die Motorisierung ausgereicht haben, um mit dem 520 cm langen und 190 breiten Express-Kombi flott unterwegs zu sein, auch wenn er mit einem Radstand von fast drei Meter kein Kurvenkünstler gewesen sein dürfte.

    Intermeccanica Murena (1969) - Pirelli Centurato Reifen in der Dimension 205:16
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Der Tank fasste 95 Liter, und im Prospekt wurde mit einer Tankfüllung eine Reichweite von 725 Kilometer versprochen, was einem Benzinverbrauch von 13.1 Liter auf 100 Kilometer entsprechen würde. Für einen Motor mit sieben Liter Hubraum scheint diese Angabe reichlich optimistisch.

    Intermeccanica Murena (1969) - Einzelsitze auch hinten
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Die Mittelkonsole verlief bis zu den beiden hinteren Einzelsitzen, und bot neben dem damals üblichen Aschenbecher auch eine Minibar.

    Für den US-Markt

    Der in Turin produzierte Luxus-GT mit dem Automatikgetriebe war nur schon aufgrund seiner Grösse für Europa ungeeignet, für die amerikanischen Strassen aber ein perfektes Reiseauto. Die Innenausstattung war mit edlem Leder ausgeschlagen, und eine Klimaanlage sorgte für einen kühlen Innenraum.

    Intermeccanica Murena (1969) - Der Innenraum wurde etwas modernisiert
    © Copyright / Fotograf: Corey Escobar - Courtesy of RM Auctions

    Der porträtierte Murena wurde in der Farbe Salchi Verde Gemma (grün) mit schwarzem Leder und grünen Teppichen ausgeliefert, und später rot lackiert, die Innenausstattung wurde farblich angepasst. Die Armaturen im Cockpit, das Lenkrad und einige Schalter wurden im Laufe der Jahre modernisiert.

    Ein kommerzieller Erfolg wurde der Murena nicht. Ob das daran lag, dass der Ford Tunderbird, von dem der Motor stammte, nur etwa die Hälfte kostete, oder ob das Design nicht massentauglich war, wissen wir nicht. Mit USD 14'500 war der Murena jedenfalls in der Luxusklasse angesiedelt, und blieb einigen wenigen betuchten Kunden vorbehalten.

    Kleinstserie

    Es wurden zehn, vielleicht auch elf Murena gebaut, danach war Schluss. Wenn einer der seltenen GT auf dem Markt auftaucht, ist die Aufregung gross, so auch an der RM Auction Palm Beach am 20. März 2020 , an welcher dieser erste je produzierte Murena unter den Hammer kommt.

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