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Toffen Oktober 2020 Auktion
Bild (1/4): Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Italienisch-amerikanische Schönheit (© Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's, 2020)
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  • Apollo 5000 GT Coupé - Italo-Amerikaner mit Intermeccanica-Kleid

    Erstellt am 24. April 2020
    Text:
    Daniel Koch
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (1)
    Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's 
    (17)
    Vincent von Rotz 
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    Bruno von Rotz 
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    Gabor Mayer - Courtesy RM Sotheby's 
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    Die Fünfzigerjahre wurden das "Jet Age" genannt und alle Welt war begeistert von den Düsenflugzeugen, die den Himmel eroberten. Das folgende Jahrzehnt wurde zum "Space Age": 1961 startete die amerikanische Weltraumbehörde NASA das Apollo-Programm, und 1969 landeten Neil Armstrong mit Buzz Aldrin als erste Menschen auf dem Mond. Die Rakete, die den Weltraumflug ermöglichte, wurde Apollo 11 genannt. Eine stilisierte Rakete ziert auch das Lenkrad und die Front des amerikanischen Apollo-Sportwagens, der von 1962 bis 1965 hergestellt wurde Und dessen Karosserie von der italienischen Manufaktur Intermeccanica stammte.

    Kalifornier mit Ideen

    Die drei kalifornischen Freunde Milt Brown, Ron Plescia und Ned Davis verfügten scheinbar über genügend Kleingeld, sich ernsthaft Gedanken zu machen über die Herstellung eines eigenen Sportwagens. Sie liebten das europäische Automobildesign, befürchteten aber offenbar mangelnde Zuverlässigkeit der Technik. Die Idee, europäisches Design mit günstigen und zuverlässigen  technischen Zutaten aus den USA zu kombinieren, teilten sie sich mit so illustren Namen wie Carroll Shelby, Alejandro de Tomaso, und Giotto Bizzarrini, um nur einige zu nennen.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Klassische Schönheit
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    US-Kanadier mit ungarischen Wurzeln

    Der Ungar Reisner, der in Kanada aufgewachsen war und in den USA eine Ausbildung als Chemie-Ingenieur genoss, reiste 1959 nach Italien. Von Turin war er derart begeistert, dass er beschloss, dort eine Firma zu gründen. Intermeccanica war geboren und sollte künftig fertige Karosserien in Kleinserien herstellen, die in die ganze Welt zu Sportwagen-Herstellern geschickt wurden, welche sie mit der Technik komplettierten.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Den kleinen Kofferraum musste sich das Gepäck mit dem Reserverad teilen
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's
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    Das Treffen, an dem alles begann

    Im Jahr 1961 traf Milt Brown am Formel 1 Grand Prix von Monaco auf Frank Reisner. Milt beauftragte ihn mit dem Bau der Aluminiumkarosserie für seinen Traumwagen, und so entstanden bis 1965 einige Dutzend GT-Coupés und vermutlich fünf Cabriolets.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Klassische Coupé-Form
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    Probleme zu Beginn

    Die ersten Apollo-Prototypen wurden nach Plänen von Ron Plescia gezeichnet. Sie litten jedoch technisch unter einigen Konstruktionsfehlern, die am Zeichenbrett nicht aufgefallen waren. Die Zeitschrift Road and Track zählte im November 1963 einige davon auf: "Schlechte Sicht nach hinten, da das Heckfenster viel zu klein ist; Zu wenig Gepäckraum; Die Kartentaschen in den Türen behindern den Fensterhebe-Mechanismus; Die Sitze waren zwar bequem, aber der Ein- und Ausstieg beschwerlich; Das Coupé war zu lang; Die bei Corna Coachworks in Turin gefertigte Aluminiumkarosserie war sehr anfällig auf Beulen durch Steinschläge".

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Mit der Rakete im Logo
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    Manch einer hätte hier wohl aufgegeben, nicht aber die drei Freunde aus Kalifornien. Sie initiierten so viele Anpassungen wie so kurz vor dem Produktionsstart noch möglich waren. Das Heckfenster wurde vergrössert, die Position der Fensterheber-Kurbeln wurde geändert und das Chassis wurde um 8 Inches (20.32 Zentimeter) gekürzt. Die Karosserie war nun noch 4.50 Meter lang und 167 Zentimeter breit, bestand neu aus Stahl und nur noch für die Motorhaube und den Kofferraumdeckel wurde Aluminium verwendet. Die Fertigung übernahm nun Intermeccanica. Die Anpassungen, die für die konstruktiven Änderungen nötig wurden, stammten von Franco Scaglione.

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    Lob nach Detailverbesserungen

    Road and Track war von den Änderungen begeistert und berichtete vom fertiggestellten Fahrzeug aus der Produktionslinie: "Der Apollo wurde eher für den Boulevard als für die Rennstrecke gebaut und dieses Ziel wurde auf bewundernswerte Weise erreicht. Das Coupé fährt ruhig, ist selbst für grosse Fahrer sehr bequem und die Verarbeitungsqualität ist sehr hochstehend. Das Fahrverhalten ist hervorragend und die Fahrleistungen dürften für die meisten Ansprüche ausreichen. Dank des Buick Motors kann der Apollo in jeder Markenwerkstatt zu vernünftigen Kosten gewartet werden."

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Aufgeräumter Innenraum
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    Amerikanische Technik

    Unter der italienisch anmutenden Karosserie wurde ein ein vom Buick-Special stammendes Chassis und das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorne und einer Starrachse hinten montiert. Der 3.5 Liter Buick V8 Motor leistete 200 SAE-PS bei 5000 U/Min und hatte mit dem lediglich rund 1130 Kilogramm leichten GT keine Mühe.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - 4.9 Liter V8 Motor von Buick
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    Das maximale Drehmoment von 325 Newtonmeter wurden schon bei einer Drehzahl von 3200 abgegeben. Zur Auswahl standen eine manuelle drei- oder Viergangschaltung, also Option konnte eine Zweigang-Automatik geordert werden. Für die Verzögerung sorgten beim 5000 GT Scheibenbremsen, der 3500 GT verfügte über Trommelbremsen.

    Motorenlegende

    Der Aluminium-Motor von Buick war damals neu und hatte den entscheidenden Vorteil, nur rund 140 Kilogramm zu wiegen. Das niedrige Motorengewicht war wichtig für einen Sportwagen wie den Apollo. Dieser Buick V8-Motor wurde später an Rover verkauft, wo er ständig weiterentwickelt wurde und u.a. im Rover P6 3500 und im SD1, aber auch im Range und Land Rover anzutreffen war. Andere Marken wie Morgan, MG, Triumph, Ginetta oder TVR (um nur einige zu nennen) bedienten sich noch über viele Jahre gerne des kompakten Triebwerks.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Aussenliegender Tankdeckel
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's
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    Beschleunigungstests

    Die Tester von Road and Track beschleunigten den Apollo innert dreissig Minuten acht Mal auf dem Drag Strip in Freemont, Kalifornien und erreichten Geschwindigkeiten von 95-110 Meilen pro Stunde (153-177 km/h). Die Höchstgeschwindigkeit wurde bei einer Drehzahl von 5500 U/min erzielt und der Sprint von null auf einhundert Stundenkilometer gelang in unter neun Sekunden. "Der Motor erbrachte die Leistung ohne Murren und kam niemals auch nur nahe an einen gefährlichen Temperaturbereich. Der Öldruck blieb stabil, und die Kupplung trennte einwandfrei. Das ist eine Lektion, die einige der namhaften Sportwagen-Hersteller durchaus noch lernen könnten." Später wurde für die leistungshungrige Kundschaft auch ein 4.9 Liter V8 angeboten, der ebenfalls von Buick stammte. Der grosse Motor sollte rund 250 PS leisten und über ein Drehmoment von über 450 Newtonmeter verfügen.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Sportliche Jaeger-Instrumente
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    Preisvergleich mit Konkurrenten

    Mit einem Preis von USD 6597 (CHF 29'000 oder EUR 27'500) war der Apollo zwar nicht billig, aber im Vergleich zu einem Ferrari Superamerica mit einem Preisschild von über USD 16'000 kompetitiv. Ein direkter Konkurrent aus Europa war wohl eher der Jaguar E-Type, für den mit rund USD 5525 etwas weniger ausgelegt werden musste. Teuerungsbereinigt würde der Apollo im Jahr 2020 etwa CHF 110'000 oder EUR 105'000 kosten.

    Apollo 5000 GT Coupé (1965) - Eine Heckklappe wie beim Jaguar E-Type war nicht vorgesehen
    © Copyright / Fotograf: Peter Singhof/Courtesy of RM Sotheby's

    5000 GT Ausführung mit 4.9 Liter Hubraum

    Der porträtierte Apollo wurde mit dem grossen Buick Motor ausgeliefert und gehört zu den ganz raren der sowieso schon seltenen Apollo GT, von denen weniger als 90 Stück gebaut wurden. Nur die ersten etwa 40 Stück der 3500 GT und 5000 GT verliessen als Apollo die Werkshallen, dann musste der Hersteller wegen finanzieller Probleme schliessen. Danach wurden noch einige Dutzend weitere Fahrzeuge von anderen Herstellern gebaut. Der vorgestellte Apollo 5000 GT Coupé wird von RM/Sotheby's an der Online Essen Auktion angeboten, die für den 24. bis 27. Juni 2020 geplant ist.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    gl******:
    05.05.2020 (14:53)
    Wirklich nur eine Zwei - Gang - Automatik?
    Antwort vom Zwischengas Team (Daniel Koch)
    05.05.2020 (15:16)
    Ja, das erstaunte uns auch. Die amerikanische Fachzeitschrift erwähnt explizit die Zweigang-Automatik (neben der Dreigang- und der manuellen Schaltung). Wir hoffen aber auch, dass niemand die zwei Gänge bestellt hat...
    ei******:
    05.05.2020 (12:52)
    Ist der illustre Thorndike Special im Film Der tolle Käfer nicht etwa ein solches Fahrzeug?
    Antwort vom Zwischengas Team (Daniel Koch)
    05.05.2020 (13:02)
    ja, das ist korrekt, schauen Sie mal hier https://www.zwischengas.com/de/blog/2013/11/05/Vergessene-Filmautos-Apollo-GT-alias-Thorndyke-Special.html
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