Glas Goggomobil – der perfekte Kompromiss
Zusammenfassung
Mit dem Goggomobil traf Glas den damalige Geist der Zeit perfekt. Das Auto war klein und konnte wegen seines geringen Hubraums auch mit Motorrad-Führerschein gefahren werden. Doch am wichtigsten dürfte für die damalige Käuferschaft vor allem gewesen sein, dass sich das Goggomobil wie ein vollwertiges Auto präsentierte und fuhr. Dies machte den Kleinwagen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa sehr beliebt. Dieser Bericht beschreibt die Geschichte des Goggomobils und dessen Besonderheiten zusammen, illustriert mit historischen Bildern und der Verkaufsliteratur von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Solider Volltreffer
- Ein «richtiges» Auto
- Selbsttragende Karosserie
- Angemessener Preis
- Technisches Übergewicht
- Ein Jahrhundertfahrzeug
Geschätzte Lesedauer: 11min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Der wirtschaftliche Aufschwung in den Anfangsjahren unserer Bundesrepublik erfolgte schubweise, in sogenannten „Wellen“. Und nachdem die ersten dieser Wellen schon über uns hinweggespült, die elementarste Not und der darauf beruhende Bedarf an Nahrung, Kleidung und - oftmals noch provisorischer - Wohnungseinrichtung gestillt waren, kam es um 1950 zur ersten großen Motorisierungswelle. Die Ansprüche waren noch bescheiden, für ein Auto reichte es in den meisten Fällen nicht. Worauf es den Leuten damals vor allem ankam, war eine Möglichkeit freier, fahrplanunabhängiger Fortbewegung mittels Motorkraft. Es kam zu einem Motorrad- und auch zu einem Motorroller-Boom: Mehr als herkömmliche, unverkleidete Motorräder schienen diese - in Italien schon seit 1946 bekannten — einspurigen Zwitter aus Auto und Motorrad geeignet, finanzschwachen Bürgern das Auto ersetzen zu können.
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