Das bemerkenswerte Ei – Ford Taunus 17M im (historischen) Test
Zusammenfassung
Ein höchst bemerkenswertes neues Auto aus Köln sei der neue Ford Taunus 17M, schrieb Olaf von Fersen im Dezember 1960 in seinem Test, nachdem er den neuen Wagen ausführlichen Probefahrten unterzogen hatte. Tatsächlich war der Taunus erfrischend anders. Nicht alles war perfekt, aber vieles war zumindest deutlich besser als beim Vorgänger. Dieser Artikel gibt den originalen Testbericht aus dem Jahr 1960 wieder und zeigt den rundlichen Ford Taunus 17M auf vielen historischen Bildern und in der Verkaufsliteratur von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Solide Basis
- Fahren ohne Mühe
- Autobahn und Großstadt
- Licht und Schatten
- Wie er sich fährt
- Ein vernünftiges Auto
- Wer die Wahl hat . . .
- Technische Daten und Testergebnisse
Geschätzte Lesedauer: 13min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
In der Zeit, da bei den Automobilen die Trapezlinie à la mode ist, haben die Kölner Ford-Werke den Mut aufgebracht, einen neuen Karosseriestil zu lancieren. Bei Ford ist das Trapez Vergangenheit, die Stunde gehört dem Ei. Obwohl bei den Überlegungen der Ford-Ingenieure der Wind eine wichtige Rolle spielte, ist das Ergebnis — man verzeihe mir das alberne Wortspiel — alles andere als ein Windei. Der vorangegangene 17 M war als Konstruktion erst drei Jahre alt. Er genoß einen guten Ruf als ausgereiftes Fahrzeug, und er wurde gekauft. Die Gründe, dieses Modell nach einer relativ kurzen Laufzeit durch eine Neukonstruktion zu ersetzen, müssen schon sehr gewichtig gewesen sein. Genau das zeigt auch der Zeiger der Fahrzeugwaage: das Ei ist um rund 80—100 kg leichter als das Trapez. Dabei ist der neue Wagenkörper, sogar für den Laien deutlich, steifer in seiner Struktur. Das „Arbeiten“ der Karosserie auf rauhen Straßen, beim Vorgänger noch feststellbar, ist bei der neuen Version verschwunden.
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Bilder zu diesem Artikel

Der 1960 vorgestellte Ford Taunus P3 oder 17M als Kombi (genannt "Turnier") hatte anfangs hochgesetzte Heckleuchten oberhalb der Heckklappe im Dachrand integriert, später waren diese auf die Kotflügel aufgesetzt und zuletzt in die Kotflügel integriert (zu dieser Version ist kein Bild vorhanden).
Schauen wir auf die Bilder 17, 18 und 21, ist Folgendes zu erkennen:
Heckleuchte auf Kotflügel - Bild 17: Ford Taunus 17M (1962) - als Kombi
Heckleuchte auf Kotflügel - Bild 18: Ford Taunus Turnier 17M (1960) - Präsentation des Kombis am Autosalon von Turin.
Heckleuchten über Heckklappe - Bild 21: Ford Taunus 17M Turnier (1961) - als man in der Werbung noch rauchen durfte ...
Ich habe gelesen, dass 1962 die Heckleuchten von der Dachkante in die hinteren Kotflügelenden wanderten, da es Zulassungsschwierigkeiten in einigen Exportmärkten hinsichtlich dieser ungewöhnlichen Rückleuchtenplatzierung gegeben hatte. Demnach kann bei Bild 18 das Baujahr 1960 nicht stimmen. Vielleicht kann mir ein Leser die Bauzeiten der drei unterschiedlichen Heckleuchtenpositionierungen nennen?
Kleine Ergänzung:
Es gab zeitweise drei verschiedene Heckklappenversionen:: Die Erste war oben am Dach angeschlagen (ab 1962), die Zweite war eine an der linken Seite befestigte Tür und die Dritte war am Wagenboden angeschlagen, die Heckscheibe musste zum Öffnen der Klappe erst mit einer von außen zugänglichen, abschließbaren Kurbel eingefahren werden.
Hier sind noch Links zu amüsanten Werbefilmen vom 17M:
https://www.kfz-tech.de/Hersteller/Ford/FordTaunus17M.htm



































































































































































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