Eine Meisterleistung aus Turin – Fiat 124 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Fiat präsentierte mit dem 124 ein Auto, das hubraummässig an der untersten Grenze der Mittelklasse lag, dessen Motorleistung, Raumangebot und mögliche Fahrleistung aber weit höher lagen. Vier Türen, ein leistungsstarker Motor, viel Platz und eine vortreffliche Strassenlage wurden zu einem ungewöhnlich vorteilhaften Preis angeboten. Ob der Fiat 124 1966 in Deuschland um seinen Marktanteil kämpfen musste, erläuert dieser Testbericht.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Künftiges Europa-Auto?
- Raumgestaltung
- Könnte besser sein
- Motor und Getriebe erfreulich
- Fahreigenschaften für alle
- Fazit
- Technische Daten & Messwerte
Geschätzte Lesedauer: 11min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Neue Automodelle waren in diesem Jahr nicht selten. Von manchen Firmen werden sie geradezu erwartet, echte Überraschungen sind selten. Es war auch keine Sensation, als die Nachricht vom neuen Fiat 124 kam. Und dennoch warteten Auto-Interessierte und sogar die Motorjournalisten mit Spannung auf diesen Wagen. Das will immerhin etwas bedeuten. Dabei hat der 124 in seinen Einzeldingen überhaupt nichts Aufregendes, jedes Teil für sich genommen, lässt sich an vielen anderen Wagen wiederfinden. Dabei fallen höchstens die hohe Literleistung des Motors und die sehr gute Raumausnutzung auf. Erst das Zusammenspiel aller Dinge macht den Wert aus. Und die Zusammenstellung ist wirklich gekonnt. Fiat präsentiert mit dem 124 ein Auto, das hubraummässig an der untersten Grenze der Mittelklasse liegt, dessen Motorleistung, Raumangebot und mögliche Fahrleistung aber weit höher liegen und das manchen scheinbar grösseren Wagen von Mitbewerbern in den Schatten stellt und verschiedenen Werken noch Kopfschmerzen machen wird.
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Dabei wurde vor Aufnahme der Lizenzproduktion bei den Sowjets unter der Karosse ziemlich viel angepasst (auch durch Fiat selbst, afaik) - und zwar nicht nur die Heizung :-)
ich hätte in diesem Zusammenhang eine Bitte: Könnte man in der näheren Zukunft einen Bericht über den ab 1973 gebauten 124 Special T 1600 publizieren? Der war zugleich Höhepunkt und i-Tüpfelchen der 124er-(Limousinen)Baureihe.
Vielen lieben Dank im voraus

1. Zur Kapitelüberschrift „Künftiges Europa-Auto?“. Nun, ein Osteuropa Auto wurde es als Lada, findet auch eine Weg in die frühen Bond Filme, die noch den Ost-West Konflikt der 60er bis 80er herausstellt.
2. Unvergessen für mich mal ein Kundenprotest in den damaligen Zeitungen der frühen 70er, als dort ein Besitzer einen gerade 3-jährigen 124 öffentlich ausstellte, mit in den Rostlöchern der Türen eingesteckten Blumen und einem großen Schild „Es gibt auch billigere Blumenvasen“.
Die 124 Fiats rosteten schneller als sie fuhren.
3. Ein Freund kaufte sich auch nach seinem ersten 1. Auto 1970, einen an sich schicken und soliden himmelblauen Käfer, 1971 den 124, vermutlich wegen der „Liegesitze“, was für uns junge Menschen, die gerade den FS hatten auch nicht unwichtig! war. Gefahren bin ich den Wagen damals auch mal.
Aber auch bei ihm „lebte“ der 124 nicht lange, siehe Punkt 2.
Es war ja kein Verlangen, da haben Sie mich nicht ganz richtig verstanden. Aber Fakt ist auch tatsächlich, daß der erste 132 aus dem von Ihnen korrekt genannten Grund keine befriedigenden Verkaufserfolge erzielte und das auch aus optischen Gründen nicht ganz zu Unrecht. Wenn's klappt, würde ich mich so freuen wie als Kind auf ein Spielzeugauto zu Weihnachten und wenn nicht, kann man natürlich kein Exemplar aus dem Ärmel schütteln. Allerdings existiert in Österreich ein top erhaltenes Exemplar, der Link ist aber schon etwas älter:
https://youtu.be/vDbbu9HGkXU?si=VaYgYFKaeJ1hV8gp





























































































































































































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