Der perfekte Butler – Rover 3-Litre im (historischen) Test
Zusammenfassung
Sonderlich aufregend war der Ende der Fünfzigerjahre lancierte Rover 3-Litre respektive P5 beileibe nicht, Extravaganzen lagen ihm fern. Damit hätte er auch seinen Sinn und Zweck verfehlt. Als Sänfte der Gutsituierten überzeugte er mit Zuverlässigkeit, Diskretion und der Bereitschaft, seiner Besatzung jeden Wunsch zu erfüllen. Zusätzlich wies er im mechanischen Bereich durchaus innovative Merkmale auf, die allesamt auf eine Maximierung des Reisekomforts abzielten, wie dieser Testbericht aufzeigt.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Qualität über alles
- Äußerlich konservativ
- 115 PS auf Samtpfoten
- Getriebe gut gestuft – mit Kritik geschaltet
- Lenkung und Bremsen
- Komfort und Ausstattung
- Reichlich Platz für Reisegepäck
- Wie er sich fährt
Geschätzte Lesedauer: 12min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Marke „Rover" zählt zu den traditionsreichsten der internationalen Automobilindustrie. Sie entstand, als zwei Mechaniker, John Kemp Starley und William Sutton, sich im Jahre 1877 zusammentaten, um in Coventry Fahrräder zu produzieren. Von Autos sprach man damals noch nicht, und die Fahrräder hatten vorn ein großes Rad mit Pedalen und hinten ein kleines Stützrad… Rover baute das erste Fahrrad der Welt mit Hinterrad-Antrieb und ein seltsames Dreirad, dessen Triebachse bereits mit einem Differential ausgestattet war. Ein Exemplar kann man noch heute im Werksmuseum bewundern. Das erste Rover Motorfahrzeug war ein Zweirad mit 2,3 PS und im Jahre 1904 folgte ihm das erste Automobil, das den Namen Rover trug. Richtig berühmt wurde Rover erst unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg durch einen Kleinwagen mit 8-PS-Motor, der nur 400 kg wog, £ 230 kostete und in mehr als 17 000 Exemplaren gebaut wurde – für die damalige Zeit recht bemerkenswerte Zahlen!
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Bilder zu diesem Artikel

1967 stand für meinen Großvater der Kaufneines relativ neien Gebrauchtwagens an. Ursprünglich liebäugelte er mit einem Humber Super Snipe, der auch von einem 3 Liter Reihensechszylinder mit ähnlicher Leistung angetrieben wurde, aber bei uns in Deutschland doch recht selten war. Deshalb fiel seine Wahl auf den P5, nachdem er schon einen Mercedes 219 besaß, den dann meine Mutter fahren durfte.
Im Vergleich zu diesem hatte der Rover aber einen "herzlich kleinen" Kofferraum, wie der Schreiner,, bei dem wir Bauklötze für uns Kinder kauften, bemerkte.
Die Fahrten im Rover waren immer sehr angenehm, bis auf die in der Sonne sehr heißen bordeauxfarbenen Ledersitze, auf denen ich mir die Oberschenkel verbrannte!
Leider war die Qualität unseres Rover eher bescheiden: die meisten Fahrten führten in die Wekstatt und zurück dann wieder im Mercedes.
Das Schiebedach war undicht, sodaß ich während der Fahrt einen Eimer zur Wasseraufnahme halten mußte.
Trotzdem liebe ich dieses Auto und besäße gerne selbst einen mit dem "Eisenhaufen" und Schaltgetriebe anstatt einem von Buick übernommenen und bei Rover verbesserten sehr leichten V8 mit Automatik.
Der Wert dieser Fahrzeuge wird meistens verkannt, obwohl sowohl die Queen privat als auch eineige Prime Minister bis hin zu Maggie Thatcher diesen und den P5b zu würdigen wußten.




















































































































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