Ist er wirklich ‘super’? Der VW 1500S (im historischen Test)
Zusammenfassung
hobby-Tester Eugen K. Schwarz ging der Sache mit dem 'S' am Heck des grossen VW im Jahr 1963 auf den Grund und fuhr auf der gleichen Strecke und unter gleichen Bedingungen den normalen VW 1500 und seinen anspruchsvolleren Bruder VW 1500 S. Zu welchen Ergebnissen er dabei kam, schildert er in dem vorliegenden Bericht. Und lässt auch noch gleich ein paar Alltagsfahrer hinters Steuer und zu Wort kommen. Dieser Artikel gibt den Originalwortlaut des Testberichts wieder und zeigt den Mittelklasse-Volkswagen auf historischen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Zur Technik des 1500S
- Schwachstelle Getriebe
- Relativ sparsam
- Nicht für Anfänger!
- Zuviel Kraft nötig
- Bewährte VW-Qualität
- Nur knapp Super
- Vergleich der Fahrleistungswerte
- Und das meinen die VW-Eigner
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Ein verchromtes S auf schwarzem Wappen an der Kennzeichenleuchte gehört mit zur Visitenkarte des 'Kraftprotzen' aus Wolfsburg. Und auch sonst blinkt und blitzt der Neue. Etwas verschwenderisch schmücken Leisten, Zierkappen, Griffe und Blenden aus Chrom sein Äußeres und machen ihn damit zu einem 'feinen Bruder' des VW 1500. Doch mehr noch als der Putz besticht der Leistungs- und Fahrcharakter des Neuen. Es sind nicht nur die 9 PS Mehrleistung, die er gegenüber der 45-PS-Normalausführung hat, sondern es ist vielmehr die Wandlung aus dem brav bürgerlichen 1500-Volkswagen in ein temperamentvolles und schnelles Gefährt, dessen vollendeter Motor mit dem des gezähmtesten Vierzylinder-Boxer im Porsche zu vergleichen ist.
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Bilder zu diesem Artikel

Beim Besuch unserer Verwandten in Ost-Berlin machte es uns einen Heidenspaß, beide Kofferräume zu öffnen und in erstaunte Gesichter zu schauen, die den Motor suchten.
Der Motor verlangte einen sorgsamen Umgang, denn man konnte ihn leicht überdrehen. Dann war ein neuer Zylinderkopf fällig. Das ist meinem Vater einmal passiert. Mit einem alten Kfz-Meister an der Seite war der Schaden aber innerhalb von 2 Tagen in unserer Garage behoben.
Weil der Wagen als Jahreswagen kaum verkäuflich war, wurde er bis 1971 gefahren, als er vom ersten K 70 L abgelöst wurde. Das war wiederum ein Quantensprung. Der alte "S" wurde vom Käufer nach Ersatz der angerosteten Schweller noch fast 3 Jahre genutzt.

Nachdem er eine umfassende Inspektion und frischen TÜV erhielt, wurde er noch im Style des Rally Käfer's, Gelb lackiert mit schwarzen Hauben. Vor der Urlaubsfahrt habe ich Ihn natürlich ausgiebig geteset, was zu Anfang den einen oder anderen Dreher zur Folge hatte,(ich war jung und wollte schnell sein) ich kam aber immer besser mit dem etwas eigenwilligen Fahrverhalten zurecht und daß mit dem querfahren klappte ganz gut! Die gut 4000km von Norddeutschland über die Alpen an die Adria und zurück hat er ohne zu murren hinter sich gebracht (ca alle 500km 0,5Ltr. Öl nachfüllen und gut) und machte mir anschießnd noch einige Monate viel Spaß,.......bis zu der einen Kurve.......die dann seine letzte war !
mein erstes Auto (1981) war ein 65er 1500"S".
Der ist mir innerhalb von drei Monaten unter dem A... weggerostet (die Substanz war wohl beim Kauf schon nicht die beste...).
Höchstgeschwindigkeit (nach Tacho) war 135 Km/h. Da konnte man allerdings der Tanknadel beim absinken zusehen...
Ich erinnere mich, daß im Winter bei Minus 15 Grad der relativ neue Audi 100 meines Vaters nicht ansprang; der 1500S (mit 6 Volt Anlage) allerdings schon...
Er war eben mein erstes Auto.
Wenn man nun die publizierten Fahreindrüc ke mit den Autos von heute vergleicht...
Gruß
Beim Typ 3 ging man davon aus, dass sich dieses Prinzip wiederholen lässt, aber 1961 hatten sich die Ansprüche bereits gewandelt, ohne dass man es in Wolfsburg gemerkt hatte. Wäre er wie der VW Typ 2 unmittelbar nach dem Käfer erschienen, wäre er sicher erfolgreicher gewesen.















































































































































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