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Einzug der Computertechnik in den Salon - Rückblick über 60 Jahre Ausstellungstechnik

Erstellt am 28. Februar 2014
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
7
Bruno von Rotz 
37
Archiv Reinhard / Max Pichler 
5
Archiv 
54

Natürlich stehen die Autos im Zentrum, doch wenn man heutzutage durch einen Automobilsalon spaziert, fallen einem eher die vielen Monitore, Multimedia-Informationen und Touchpads auf.

Vergangenheit und Zukunft bei Toyota am Genfer Autosalon 2012
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Dies war vor 50 und mehr Jahren anders.

Wenig Platz und Konzentration aufs Wesentliche

Nicht nur hatten die Aussteller in den Fünfzigerjahren weniger Platz zur Verfügung, sie hatten auch nicht die Absicht, die Blicke der Zuschauer vom Wesentlichen, also den Autos, abzulenken. So standen sie denn, aufgereiht wie auf einem grossen Parkplatz da, kaum beleuchtet und beschriftet.

Morris Oxford (1952) - Schnittmodell zeigt die moderne selbsttragende Karosserie - Anziehungspunkt auf dem Nuffield-Stand
Archiv Automobil Revue

Aussteller mit grösserem Budget zeigten dem technisch interessierten Publikum gerne ein Schnittmodell, das die Technik noch besser demonstrieren konnte. Und hie und da wurde auch ein Motor oder eine andere technische Komponente für sich alleine ausgestellt.

Steinhügel und Schlösser

In den Sechzigerjahren begann die Kreativität der Ausstellungsmacher zu wachsen, denn der Druck, sich von der Konkurrenz abzusetzen stieg. Nicht überall allerdings gab es so viel Raum für architektonische Gestaltung wie in Frankfurt wo zum Beispiel Franz Schroedter im Jahr 1961 einen wahrhaft monumentalen Volkswagen-Stand hinstellen konnte.

VW 1500 (1961) - Vokswagen-Halle gestaltet durch Architekt Franz Schroedter - Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt 1961
Archiv Automobil Revue

In Genf musste man sich weiterhin mit wenig Platz begnügen, doch dieser reichte zum Beispiel den Citroën-Standbauern, um 1961 einen 2 CV Sahara eindrucksvoll an einen steilen Steinaufstieg zu platzieren oder um die verschiedenen Varianten des Citroën DS im Jahr 1962 in die nachempfundener Renaissance-Schloss-Umgebung zu stellen.

Citroën DS (1962) am Genfer Automobilsalon - die inzwischen sechsjährigen Modelle ID und DS werden in Genf im Stil der italienischen Renaissance präsentiert
Archiv Automobil Revue

Weiterhin standen Schnittmodelle hoch im Kurs.

Peugeot 404 (1964) - das Innere wird ohne Hindernis zur Inspektion bereitgestellt, ob Motor oder Innenraum - Genfer Automobilsalon 1964
Archiv Automobil Revue
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Blumen und Wasserspiele

In den Siebzigerjahre wurde gerne die Naturverbundenheit des Automobils kolportiert.

Ford Cortina 2000 GXL (1971) - Wasserfontänen umspielen den Cotrina und sein Gegenstück Taunus im Hintergrund - Genfer Autosalon 1971
Archiv Automobil Revue

Um den Ford Cortina spritzten im Jahr 1971 Wasserfontänen in die Luft, der Citroën GS schien einem Feld von gelben Tulpen zu entwachsen. Man begann in jenen Jahren auch den Wert der eigenen Automobiltradition zu erkennen und stellte auch sein Erbe auf, wie es z.B. Volkswagen 1972 mit den alten und neuen Modellen des Käfers tat.

VW am Genfer Automobilsalon 1972 - auf dem VW-Stand wird das Käfer-Erbe zusammen mit dem früheren Weltmeister Ford-T gezeigt
Archiv Automobil Revue

Die geschickte Nutzung von automobilen Klassikern aus Attraktion hat bis heute angehalten.

Erste Einstiege in das Multimediazeitalter

In den Achtzigerjahren wurden die Ausstellungsstände wuchtiger, die Lichtwirkung genau geplant und die verfügbaren Multimedia-Hilfsmittel gezielt eingesetzt. British Leyland zum Beispiel projizierte die aerodynamischen Vorzüge des Austin Metro mit immerhin 51 digital gesteuerten Projekten auf eine riesige Bildfläche.

Mini Metro (1981) - Die Wichtigkeit des cw-Wertes wird durch 51 Projektoren mit Digitalsteuerung auf einer Grossleinwand von 2.5 x 9 Metern aufgezeigt
Archiv Automobil Revue

Die Automobilhersteller bauten richtige Gebäude auf ihre Stände, der Markenschriftzug wurde gekonnt in den Mittelpunkt gesetzt. Weiterhin zeigte man gerne Schnittmodelle und Technik-Details.

Austin Maestro (1983) - das neueste Produkt von BL ist als interessantes Schnittmodell zu bewundern - am Genfer Automobilsalon von 1983
Archiv Automobil Revue

Immer noch aber glichen die riesigen Hallen im Grossen und Ganzen einem Parkplatz, die einzelnen Ausstellungsflächen unterschieden sich kaum voneinander, die Farbtupfer stammten von den Ausstellungsobjekten.

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Schöne neue Welt

Heutzutage ist dies alles anders. Die Autos sind fast ein wenig in den Hintergrund gerückt. Riesige Projektionsflächen und LCD-Wände mit ständig wechselnden Bildern ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher an. Überall laufen Filme, Musik ist omnipräsent, die Fahrzeuge werden virtuell gerne in Bewegung gezeigt.

Präsentation des Mercedes Benz A45 AMG vor riesiger Videoleinwand am Genfer Autosalon 2013
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Besucher orientieren sich über die Fahrzeuge nicht mehr mittels Gesprächen mit dem Standpersonal, sondern durch Nutzung von Touchpads und anderen Computer-Hilfsmitteln.

Präsentation einer Peugeot-Studie vor laufendem Wasser am Genfer Autosalon 2010
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Doch aller technologischen Aufrüstung zum Trotz fehlen traditionelle Gestaltungsmittel nicht immer. Peugeot zum Beispiel zeigte seine Konzeptfahrzeuge im Jahr 2010 in einem wunderschönen und stilvollem Dekor mit herunterlaufendem Wasser als Hintergrund.

Die feierliche Enthüllung eines besonderen Concept Cars bei Pininfarina am Genfer Autosalon 2013
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Eines aber ist bis heute geblieben, die feierliche Enthüllung von erstmals präsentierten Automobilen. Noch immer verstecken Tücher die besonderen Neuheiten und noch immer warten die Zuschauer gebannt, bis sich die Innovation entblättert. Nur dass heute einige hundert Fotografen dabei gleichzeitig auf den Auslöser drücken und iPAD-Besitzer ihre Geräte in die Luft halten, ein Aufnahme machen und gleich ins Netz stellen.

Land Rover Defender - im Lichtermehr - auf dem Genfer Automobilsalon 2015
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Und damit es ihnen dabei nicht an Licht fehlt, sorgen Tausende von Spotlampen in der Moderne für eine Beleuchtung, die Blitz und lange Belichtungszeiten unnötig macht. Das war vor 20 und 40 Jahren noch ganz anders ...

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