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Bild (1/6): Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - fast zwei Millionen der zweiten Camaro-Generation wurden gebaut (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Chevrolet Camaro 'Berlinetta' - ‘American Way of Driving’ auch für Europäer

    19. April 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    GM / Chevrolet 
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    Mit dem Mustang schockte der amerikanische Autohersteller Ford die gesamte Konkurrenz. In Windeseile entwickelten General Motors und Chrysler ebenfalls Autos für die neugeborene Pony-Car-Klasse.

    Bei GM hiess die Antwort auf den Mustang ab Herbst 1966 Chevrolet Camaro und fünf Monate später Pontiac Firebird. Beide bedienten sich derselben Plattform und erfreuten sich einer grossen Fangemeinde, Grund genug im Februar 1970 die zweite Generation anzukündigen.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - lange Türen für einen bequemen Einstieg
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Grösser und zunächst unverändert stark

    Als Ford bereits über einen kompakten Mustang nachzudenken begann, präsentierten die GM-Leute einen vergrösserten Camaro. Der bei gleichem Radstand in der Länge um 5 cm und in der Breite um 1 cm gewachsene Camaro der zweiten Generation geriet 5 cm niedriger, was ihn alleine schon deutlich schnittiger machte. Fliessende Kurven und lange Türen ohne hinteres Seitenfenster liessen den Wagen noch gestreckter erscheinen.

    Chevrolet Camaro (1977) - die LT-Variante mit der schrägen Front
    © Zwischengas Archiv

    “Die Camaro-Karrosserie zählt mit Sicherheit zu den gelungensten Schöpfungen von GM-Stylingchef Bill Mitchell”, notierte Fritz Reuter in der Zeitschrift “Auto Motor und Sport” im Jahr 1976. Zu jenem Zeitpunkt war die Länge wegen der 1974 für die Unterbringung von Sicherheitsstosstangen nötigen Karosserieanpassungen bereits auf fast fünf Meter (4963 mm) angewachsen. Doch davon später.

    Technisch konnte man weitestgehend auf dem Camaro der ersten Generation aufbauen. Weiterhin waren die Vorderräder an Dreiecks-Querlenkern aufgehängt, während hinten eine Starrachse mit Blattfedern für Bodenkontakt sorgte. Vorne waren Scheibenbremsen Serienausstattung, eine Servounterstützung gab es auf Wunsch, während hinten mit Trommelbremsen verzögert wurde.
    Die Servolenkung hatte einige Modifikationen erfahren.

    Motorenseitig wurde etwas aufgestockt im Jahr 1970. Der Basis-Sechszylinder hatte nun 4,1 Liter Hubraum und leistete 155 PS. Die Achtzylindermotoren konnten mit 5, 5,7 oder 6,6 Litern Hubraum bestellt werden. Je nach Vergaserbestückung und anderen Anpassungen leisteten sie zwischen 200 und 360 PS. Auch beim Getriebe gab es reichhaltige Auswahlmöglichkeiten: Drei- oder Viergang-Vollsynchronschaltungen oder automatische Wandlergetriebe mit zwei oder drei Gängen.

    Immer mehr Vorschriften

    Der Chevrolet Camaro ist ein Musterbeispiel, wie sich die zunehmend strengeren amerikanischen Vorschriften auf die Leistungsfähigkeit der sportlichen Autos auswirkten. Um bleifreies oder bleiarmes Normalbenzin verwenden zu können, mussten die Motoren niedriger verdichtet werden. So sank die Leistung schrittweise um einen Viertel und mehr. Aus 330 SAE-PS wurden beim 5,7-Liter-Motor schliesslich deren 166 SAE-PS, die allerdings dann “netto” gerechnet waren.

    Chevrolet Camaro (1970) - wie die Leistung sank und wieder stieg
    © Copyright / Fotograf: General Motors

    Neben der Senkung der Verdichtung griffen die Amerikaner aber auch zu anderen Massnahmen wie “Positive Crankcase Ventilation”, Controlled Combustion System” oder Transmission Controlled Spark”, allesamt Ansätze um die Abgasqualität beim verlangten Messzyklus zu verbessern. Ob sich diese Massnahmen wirklich in besserer Luftqualität auswirkten, muss zumindest teilweise in Frage gestellt werden, schliesslich stieg damit vielfach auch der spezifische Verbrauch.

    Dem Vergaser blieben die Chevrolet-Ingenieure aber genauso treu wie den grossvolumigen V8-Motoren. Diese Strategie zahlte sich durchaus aus, denn viele Amerikaner weinten den alten “Muscle Cars” manche Träne nach. Und natürlich liessen sich die Siebzigerjahre-Camaros problemlos leistungssteigern. Auch das Fahrwerk hatte bereits bewiesen, dass es mit starken Motoren zurechtkam.

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    Immer wieder etwas Neues

    In altbekannter Strategie wurde auch der Chevrolet Camaro jährlich aufgefrischt. Neue Ausstattungsoptionen und Versionen sollten den Anreiz zur Neuwagenanschaffung steigern.

    Chevrolet Camaro Z28 (1977) - mit schneller machendem Zubehör
    © Copyright / Fotograf: GM / Chevrolet

    Im Jahr 1973 etwa kam die Ausstattungsoption “LT” (Luxury Touring) neu dazu, aber auch die stabileren Stossfänger, die zur verschärften Sicherheitsgesetzgebung passten. 1977 kam der Z28 wieder ins Programm. 1979 schliesslich wurde die “Berlinetta” eingeführt, die den LT ersetzte. Bereits ein Jahr zuvor war die Frontpartie erneut überarbeitet worden, was sich unter anderem in wagenfarbenen Stossfängern zeigte.

    Bel Ami

    Relativ selten setzten sich deutsche Autojournalisten hinter das Lenkrad der grossen amerikanischen Coupés. Beim Camaro des Jahres 1976 machte Fritz Reuter für Auto Motor und Sport eine Ausnahme. Für rund 20’000 DM konnte man zu jener Zeit in einen neuen Achtzylinder einsteigen, damit war der Wagen durch eine Alternative zum Opel Commodore GS/E (DM 21’950), der deutlich weniger Auto, Hubraum und Zylinder offerierte. Die Test-Version, die Reuter fuhr, war allerdings mit rund DM 25’000 etwas teurer, schliesslich handelte es sich um einen LT mit Rally-Sport-Paket, das u.a. Klimaanlage, Stereo-Radio, elektrischen Fensterhebern, Drehzahlmesser, Automatik und rundum getönten Scheiben daherkam.

    Chevrolet Camaro (1974)
    © Copyright / Fotograf: GM / Chevrolet

    Von der Raumökonomie war der Schreiberling nicht gerade überzeugt, schliesslich offerierte das Fünfmeter-Coupé zwar zwei grosszügige Plätze vorne, die Rücksitze konnte man aber höchstens Kindern auf längeren Strecken zumuten. Zudem reichte auch das Kofferrraumvolumen mit 232 Litern trotz platzsparendem Faltreserverad kaum für längere Reisen.

    Einen positiven Eindruck hinterliess hingegen die Antriebseinheit: “Diesen Eindruck von Mühelosigkeit vermittelt auch die Motor/Getriebe-Einheit des US-Autos. Die großvolumige V8-Maschine (5657 cm3, 165 PS bei 3800 U/min) erledigt ihre Arbeit mit beispielhafter Gelassenheit und läßt dabei kaum etwas von sich hören”.

    Für den Sprint von 0 bis 100 km/h nahm sich der gefahrene Camaro LT 10,7 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit wurden 204,5 km/h gemessen. Damit gehörte man damals durchaus zu den schnelleren Autofahrern auf der Autobahn. Dauervollgas wollte allerdings an der Tankstelle teuer bezahlt werden und der flott gefahrene Testwagen genehmigte sich im Schnitt 23,7 Liter Normalbenzin auf 100 km. Ein schmalbrüstiger Porsche 924 schaffte - etwas angestrengter - ähnliche Fahrleistungen mit der halben Menge Benzin.

    Während Fritz Reuter mit dem Fahrwerk trotz seiner Härte gut leben konnte, äusserte er sich negativ über die Unübersichtlichkeit der Karosserie.

    “Da der Camaro trotz seiner fraglos vorhandenen Schwächen vor allem im Styling und in den Fahreigenschaften europäischer wirkt als andere hierzulande angebotene Amerikaner, ist er eine interessante Alternative für Leute, die weniger nach technischer Perfektion als nach einem optisch eindrucksvollen Kontrast-Automobil suchen, das nicht jeder hat. Außerdem ist er besonders gut geeignet, bundesdeutschen Autofahrern die Vorteile des ‘American way of driving' nahezubringen”, schrieb der deutsche Testfahrer als Resümee seines Fahrberichts. 

    Elf Jahre

    Bis 1981 wurde der Camaro der zweiten Generation gebaut, vom letzten Baujahr konnten allerdings nur noch 126’139 Exemplare verkauft werden, die mit sechs Motoren und in drei Grundversionen - Camaro Sport, Berlinetta und Z28 - produziert wurden.

    Chevrolet Camaro (1978)
    © Copyright / Fotograf: GM / Chevrolet

    Der Gesamtausstoss von 1,948 Millionen Coupés, ein Cabriolet wurde nie angeboten, beeindruckt aber trotzdem und zeigt, dass die GM-Manager richtig entschieden hatten, als sie die Baureihe auch nach Schwierigkeiten in den Jahren 1971/1972 am Leben erhielten.

    Der Cruising-König

    Stattlich ist der Chevrolet Camaro, seine Form kann als fast zweitlos gesehen werden, zumindest von schräg vorne. Das Heck schaute bei den frühen Versionen mit den doppelten Rundleuchten allerdings deutlich klassischer aus als die späte Variante mit den breiten Rechteckleuchten.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - die "Wrap Around" Heckscheibe kennzeichnet diese "Berlinetta" als spätes Modell
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die riesigen Türen sind kaum für das enge Parkhaus im nächsten Einkaufszentrum geeignet, geben dafür aber einen bequemen Eingang ins sympathisch ausstaffierte Interieur, das mit Stoffsitzen gar nicht so amerikanisch wirkt. Auch die Armaturenbestückung mit sechs Rundinstrumenten könnte man so ähnlich auch in einem Europäer finden, eine Klimaanlage und ein serienmässiges Radiotonband allerdings und die natürlich obligate Wandlerautomatik weisen sofort auf die amerikanischen Ursprünge hin.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - sportlich anmutendes Cockpit
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Man setzt sich also hinter das Vierspeichen-Lenkrad, setzt den rechten Fuss auf das riesige Bremspedal und startet den Motor mit der rechten Hand. Sofort vernimmt man ein zufriedenes V8-Brummen, das man mit dem rechten Pedal in der Lautstärke modulieren kann. Wobei, so richtig laut wird die “Berlinetta” nie, nicht umsonst wurde sie im Verkaufsprospekt als die laufruhigste Camaro-Variante beschrieben.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - klassische Automatik-Schaltkulisse mit einem Gang
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die rechte Hand schiebt den Automatikwahlhebel in die Drive-Position, die linke Hand löst die Fussfeststellbremse und los geht’s. Cruisen ohne Anstrengung ist angesagt, das Lenkrad scheint sich schon beim Gedanken an die Kurve fast von selber zu drehen, der Fünflitermotor schiebt den Wagen nach vorne, nachdem der Wandlerschlupf überwunden ist.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - die Servolenkung geht sehr leicht
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Richtig sportlich kommt man sich in diesem Coupé kaum je vor, obschon die Camaros auch im Rennsport durchaus erfolgreich unterwegs waren. Von den frühen Varianten des Camaros, die über 250 PS auf die Kraftübertragung wuchteten und damit in acht Sekunden auf 100 beschleunigten, kann man in der spät produzierten Berlinetta nur noch träumen.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - Tacho bis 220 km/h, Drehzahlmesser bis 7000 Umdrehungen pro Minute - man wird auch etwas übertreiben dürfen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der Drehzahlmesser, welcher im Maximum immerhin 7000 Umdrehungen anzeigen könnte, lässt die Nadel meist zwischen 1000 und 2000 Umdrehungen tanzen, mehr ist selten nötig. Die Tankanzeige scheint sich fast schneller (nach unten) zu bewegen als die Tachonadel (nach oben). Sparsam war auch die letzte Camaro-Version nicht! Für die Fünfliter-Berlinetta gab die Automobil Revue damals einen Reiseverbrauch von 16 bis 22 Litern pro 100 km an. Und dies trotz der “Computer Command Control” Technologie, die für optimale Treibstoffeffizienz und Abgasqualität in allen Fahrzuständen sorgen sollte.

    Chevrolet Camaro "Berlinetta" (1981) - eine der letzten Berlinettas
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der erzielte Verbrauch war nicht unbedingt zu hoch für einen immerhin rund 1,8 Tonnen schweren Wagen, aber auch nicht gerade eine Meisterleistung für ein gerade einmal 157 PS starkes Fahrzeug. Die damit möglichen 180 km/h haben wir nicht ausgekostet, 80 km/h Landstrassentempo erwiesen sich als wesentlich angenehmer und stressärmer. Tatsächlich, dieses Auto macht wohl sogar aus einem heissblütigen Rennfahrer einen “Cruiser”, der den “American Way of Driving” geniesst.

    Wir danken der Oldtimer Galerie für die Gelegenheit, die den Chevrolet Camaro fotografieren zu können. Der Wagen mit Baujahr 1981 wird am 29. April 2017 in Toffen versteigert .

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