Der fliegende Teppich – Borgward P 100 2,3-Liter im (historischen) Test
Zusammenfassung
Der Titel deutet auf gleich zwei Eigenschaften des 1959 in Produktion gegangenen “Großen” Borgward P 100 2,3 l hin. Die Bremer Limousine eignete sich dank Hansamatic-Getriebe und Bosch-Luftfederung vorzüglich für ausgedehnte Fahrten. Ausserdem (diese Interpretation ist ein bisschen weiter hergeholt) passte sich der hübsche Hanseate den Bedürfnissen seines Fahrers an und liess sich trotz stattlichen Massen, Lenkradschaltung und unterdimensionierten Bremsen auch recht sportlich bewegen. Dieser Artikel gibt einen originalen Testbericht von 1960 wieder und zeigt den Großen Borgward auf umfangreichem historischen Bild- und Verkaufsmaterial.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Pionierleistungen
- Ein europäisches Automobil
- Sehen und Sitzen
- Fahren auf Luft
- Vorzügliche Fahreigenschaften
- Verbräuche
- Ausstattung und Finish
- Technische Daten und Textergebnisse
Geschätzte Lesedauer: 12min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Dr. Carl F. W. Borgward gilt seit je als Mann des Fortschritts. Sicherlich verdankt er diesen Ruf nicht zuletzt jener Freizügigkeit, die er sich in vielen schweren Jahren erkämpft hat: als Inhaber seiner Werke ist er keinem Aufsichtsrat verantwortlich und keiner Hauptversammlung. Doch noch wichtiger ist vielleicht die Synthese von Lebensarbeit und Hobby: der Chef des Werkes, das seinen Namen trägt, ist begeisterter Automobilbauer! Neben dem beliebten Mittelklassetyp 1500 und später „Isabella“ wurde in Bremen-Sebaldsbrück seit Jahren auch ein Prestigewagen – der Borgward 2,4 l – gebaut. Es war ein massiges Auto, ein richtiger „Dampfer“. Als im vergangenen Jahr die Spatzen von den Dächern zu pfeifen begannen, es werde bald einen neuen Großen Borgward geben, erwartete man allgemein einen „Nachfolger“ des 2400. Das jüngste Kind des Hauses Borgward ist ganz etwas anderes geworden. Schon äußerlich. Dieser Wagen wirkt trotz seiner Dimensionen fast zierlich. Er ist kein Neuaufguß, sondern von A bis Z ein neues Konzept. Daß hierbei wesentliche Baugruppen von der Isabella übernommen werden konnten, dürfte nicht nur für den Hersteller einen Vorteil bedeuten.
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Insofern mutet die Schuldzuweisung an Adenauer doch sehr nach Verschwörungstheorie an.
Da gibt Herr de****** einen weitgehend sachlichen Kommentar ab, und kaum eine Viertelstunde später fällt Herr (?) tw****** mit dümmlicher und herablassender Polemik über ihn her. Was soll das? Man kann sich fragen, wer hier was nicht erfasst hat. Souverän ist anders!
Sie haben zu dem ersten Kommentar von sc****** einen eigenen Kommentar abgegeben, der Ihre Meinung widerspiegelt. Ob Ihr Text sachlich richtig oder logisch schlüssig ist, kann dahingestellt bleiben. Der Text ist neutral formuliert und kann als persönliche Meinungsäußerung so stehen bleiben - alles gut.
Auf Ihren Kommentar hat de****** geantwortet. Auch hier ist es mir an dieser Stelle egal, ob sein Text sachlich richtig oder logisch schlüssig ist. Sein Text ist ebenfalls neutral formuliert und kann daher als persönliche Meinungsäußerung ebenfalls so stehen bleiben - auch gut.
So könnte es nun in kultivierter Rede und Gegenrede weitergehen - am besten in gegenseitigem Respekt und Wertschätzung, aber doch wenigstens sachlich und bedacht.
Aber nein, ohne jeden Anlass reagieren Sie jetzt pampig und feindselig - völlig unangemessen! Was soll das? Auch wenn man ab und zu anderer Meinung ist als die Autoren, so gebietet der zwischenmenschliche Anstand doch ein Mindestmass an Achtsamkeit gerade auch in der Kritik.
So, jetzt dürfen Sie nochmals zurückblaffen, wenn es Ihnen ein Anliegen ist. Und anschließend können wir die Angelegenheit dann hoffentlich auf sich beruhen lassen.
Ein großes Problem früher P 100 Exemplare waren ihre instabilen Karosserien. Insbesondere im Dachbereich kam es vermehrt zu Vibrationsrissen. Ab 1961 gebaute Modelle waren verwindungssteifer konzipiert, in dem die Bodengruppe stabilisiert wurde.
Übrigens hat der "Luftschlitz" auf der Motorhaube nichts mit Ansaugluft zu tun. Er dient ebenfalls als Versteifung der Haube.
wenn Jemand Borgward fertig gemacht hat, dann war es der damalige Bremer Senat, Borgward brauchte zur Überbrückung der Verkaufsruhigen Wintermonate einen Überbrückungskredit.
Der Senat holte als Sachverständigen den Johannes Semler Aufsichtsratsvorsitzender von BMW.
Der im Sinne von BMW ganze Arbeit leistete.
Aber wer die direkte Konkurrenz ins Haus holt......
Borgward war nicht Pleite, die Verweigerung des Übergangskredits war nicht gerechtfertigt. Semlers Tätigkeit erscheint da in einem sehr komischen Licht.
Nach Erfüllung seiner "Mission" ging er wieder zu den Bajuwaren.
Sie werden sich in Bremen da noch manchesmal in den Hintern gebissen haben, dass sie so ein Hightech-Unternehmen fahrlässig fertigmachten.
Die Arabella war übrigens tatsächlich der Grund, dass Borgward den Kredit brauchte. Sie war zu billig!
Noch kurz zur Politik, der damalige Bremer Senat war "knallrot" und hat so das damalige Vorurteil, "die Sozis verstehen nichts von der Wirtschaft"
nachhaltig bestätigt.
(Zählt man die in Fanasa / Mexico gebauten Exemplare dazu, haben weltweit etwa 100 Wagen überlebt.)
P.S.: Am kommenden Samstag wird das Vormodell, Hansa 2400, beim 1. Hansa-Treffen in Bruchhausen-Vilsen am Bahnhof sicherlich zu sehen sein; weltweit dürften nicht mehr als 20 fahrbereite Exemplare davon existieren ...





































































































































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