Der Fiat für Anspruchsvolle – Autobianchi A 111 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Mit dem Begriff "Muskelauto" meinte Autor Engelbert Männer keine Mittelklasse-Limousine mit überpotentem Motor nach amerikanischem Vorbild, sondern bezog sich auf den Kraftaufwand beim Fahren. Denn so modern der Autobianchi A 111 in manchen Dingen – Quermotor, Vorderradantrieb – auch war, so altmodisch war er mit seiner schwergängigen Lenkung und Blattfedern rundum. Warum er trotzdem distinguierter war als der Fiat 124 klärt dieser historische Testbericht.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Mehr Raum dank Frontantrieb
- Drei Blätter statt vier Schrauben
- Neutral, aber kraftraubend
- Ausstattung und Marktsituation
- mot-Gesamturteil
- Pluspunkte
- Minuspunkte
- Technische Daten
Geschätzte Lesedauer: 9min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Erstes Autobianchi-Produkt war 1958 die Bianchina auf der Basis des Fiat 500, in Deutschland zeitweise als Coupé und (vereinzelt) Cabrio auf dem Markt. Noch im Programm ist der 500 Panorama, ein Mini-Kombi mit 499-ccm/18-PS-Motor für 4051,50 DM, kaum gefragt. Einen Achtungserfolg hatte die Autobianchi Primula (ab 1964). Sie wurde – zunächst mit 1221-ccm/55-PS-Motor – als Kombi-Limousine im deutschen Fiat-Programm angeboten, geriet aber sofort auf ein modellpolitisches Abstellgleis, als 1966 der Fiat 124 kam. Seit Herbst 1967 ist für den Autobianchi-Import nach Deutschland die Firma Hagen, Krefeld, zuständig. Zum Spätherbst 1967 wurde der 1197-ccm/60-PS-Motor vom Fiat 124 auch für die Primula übernommen; neue Bezeichnung Primula 65 C (Test in mot 19/68). Zwei Versionen: zweitürige Kombi-Limousine für 6349,20 DM, viertürige Kombi-Limousine für 671,50 DM. Ohne Resonanz blieb das Primula-Coupé mit 1438-ccm/69-PS-Motor; es ist 1969 sang- und klanglos aus der Produktion genommen worden. Aber auch dem Modell Primula 65 C ist wohl keine lange Lebensdauer mehr beschieden.
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