Chevrolet Corvette 1958 – All American Girl
Zusammenfassung
Begann die Chevrolet Corvette 1953 noch als US-Interpretation eines englischen Roadsters, so hatte sich das Design spätestens 1958 vollends amerikanisiert. Doch von der überladenen Front und den vielen funktionslosen Zierteilen sollte man sich nicht täuschen lassen. Denn unter dem GFK war die Vieraugen-Corvette die fahraktivste, die es bis dahin gegeben hatte. Dieser Artikel erzählt die Geschichte der Corvette-Jahrgänge 1958 bis 1960 und zeigt sie auf vielen historischen Fotos.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Eine Rakete wird zum Kriegsschiff
- Der zweite Beginn
- Grösser und schwerer
- Ein völlig überarbeitetes Cockpit
- Ernsthafte Motorsport-Absichten
- Begeisterte Testfahrer
- Verbesserungen fürs Folgejahr
- Kein billiges Vergnügen
- Aller guten Modelljahre sind drei
- Endlich kommt der Erfolg
Geschätzte Lesedauer: 16min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Formgestalter, Ingenieure, Vermarkter, Händler und Werbefachleute haben bei der Entwicklung eines neuen Automodells ein Mitspracherecht. Auch die Führungskräfte der Automobilunternehmen tragen gerne etwas zum Autodesign bei, selbst wenn sie dafür nicht besonders qualifiziert sind. Und wo obendrein Unentschlossenheit herrscht, da gibt es noch mehr Raum für widersprüchliche Meinungen. Dass die Corvette nach dem holprigen Start trotzdem eine Zukunft haben sollte, war 1955 dank Ford gesichert. Allerdings wusste noch niemand so recht, wie diese Zukunft nach 1957 aussehen würde. Im Herbst 1955 entstand in den Design-Büros von General-Motors ein neues "Dream Car" für die Motorama 1956, das auch die Arbeit an der neuen Corvette beeinflussen sollte. Der Oldsmobile Golden Rocket hatte eine spitze, flugzeugähnliche Front im Stil des 1950er Studebaker, jedoch mit weniger auffälligem, senkrechtem Kühlergrill. An den Enden der pontonförmigen Kotflügel, sassen keine Scheinwerfer, sondern spitze, Projektil-artige "Dagmar Bumpers". Das sich nach hinten verjüngende Coupédach nahm das "Split Window" der 1962er Corvette Sting Ray vorweg, während das Heck mit den Düsenjäger-Kotflügeln und den nach vorn gerückten Heckflossen an die Supersonic-Karosserien von Ghia erinnerte. Die Kopffreiheit beim Einsteigen wurde durch eine Dachklappe über jedem Seitenfenster erhöht, die sich beim Öffnen der Tür automatisch anhob.
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