Scalfaro LM917 Hans Mezger Uhrenedition - luftgekühlt und besonders

Erstellt am 27. Juni 2014
, Leselänge 5min
Text:
Werner Bartholai
Fotos:
Scalfaro 
7
Bruno von Rotz 
7
Balz Schreier 
5
Jacques Breuer 
1

Der vielleicht berühmteste Wagen, der je die 24 Stunden von Le Mans siegreich absolviert hat, ist der Porsche 917, eine Langstrecken-Ikone. Hätten die Siege 1970 und 1971 noch nicht zu Ikonenstatus gereicht, so setzte Steve McQueen mit dem Film “Le Mans” noch eins drauf.


Porsche 917 (1971) - Le-Mans-Sieger 1971 - mit der wunderschönen Martini-Lackierung
Copyright / Fotograf: Scalfaro

Die Rennwagenlegende Porsche 917

Der Porsche 917 gilt als der “Ultimative Rennwagen des 20. Jahrhunderts“. Seine Entstehung im Jahre 1968 geht auf die Initiative von Ferdinand Piëch zurück, der damals als junger Ingenieur bei Porsche für Forschung & Entwicklung inkl. Rennsport zuständig für war. Entwickelt wurde der Rennsportwagen unter seiner Regie von Hans Mezger.

Der erste Porsche-Zwölfzylinder leistete anfänglich auf dem Prüfstand 542 PS, und Mitte 1969 war man bei 580 PS und 8400 U/min angelangt. Das Drehmoment betrug 51 mkg bei 6600 U/min. Der Motor wog bloss 240 kg und war an ein Fünfgang-Getriebe gekoppelt, das wie das neue Leichtbau-Rohrrahmenchassis vom Porsche 908 abgeleitet worden war. Das Chassis hatte ein Gewicht von nur 48 kg, die Karosserie des Prototyps wog 38 kg.

Mit seiner sehr aerodynamischen, in ausgedehnten Windkanal-Versuchen entwickelten Form musste der Porsche 917, wie er nun hiess, ein sensationelles Rennfahrzeug werden. Am 13. März 1969 wurde die Flunder anlässlich des Genfer Salons erstmals dem Publikum vorgestellt, kaum 34 Wochen nach Beginn der ersten Arbeiten am Projekt. Porsche war nicht nur in der Lage, einen Prototyp zeigen zu können; es bestand sogar eine Verkaufsdokumentation, in der ein Preis von DM 140’000 genannt wurde.

 

 

Nach schwierigen Anfängen viele Erfolge

Anfänglich weigerten sich die arrivierten Rennfahrer, den unberechenbaren Sportwagen zu fahren. Doch man verbesserte den 917 schnell und konnte mit dem 380 km/h schnellen Wagen die 24 Stunden von Le Mans 1970 und 1971 gewinnen. Als 917/10 und 917/30 traten offene Nachfolgeversionen auch in der CanAm- und Interserie an und waren auch dort mit bis über 1000 PS starken Motoren erfolgreich .

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Der Konstrukteur Hans Mezger

Um die Bedeutung von Hans Mezger zu veranschaulichen, sei erwähnt, dass der von ihm entwickelte 12-Zylinder-Motor des 917 noch heute als geniale Konstruktion und als stärkster luftgekühlter Motor aller Zeiten gilt.


Hans Mezger - der Mann hinter dem Motor des Porsche 917
Copyright / Fotograf: Scalfaro

Neben dem Motor des 917 war Hans Mezger u.a. auch den Motor des ersten Porsche 911 (901) verantwortlich. Von den 16 Gesamtsiegen, die Porsche bisher in Le Mans gewonnen hat, wurden 15 mit Motoren errungen, die Hans Mezger entwickelt hat. Ein begnadeter Ingenieur also, der für die Entwicklung von Porsche eine wichtige Rolle spielte.

Die Uhr ehrt den Rennwagen und dessen Konstrukteur

Inspiriert von den Legenden 917 und Mezger, haben es sich die Enthusiasten von Scalfaro zum Ziel gesetzt, einen Zeitmesser zu erschaffen, der den kompromisslosen Leistungsanspruch des Porsche 917 und die technische Perfektion von Ingenieur Hans Mezger vereint.


Scalfaro LM917 Hans Mezger Edition - technische Details
Copyright / Fotograf: Scalfaro

In Kooperation mit Hans Mezger entstand so der erste luftgekühlte mechanische Chronograph der Uhrengeschichte - leicht ersichtlich am turbinenartigen Lüfterrad-Sekundenzeiger bei 9h und dem “air-cooled“-Schriftzug (luftgekühlt) auf dem Zifferblatt.

“Luftgekühlt”

Das Sekundenzeiger-Lüfterrad bei 9h erzeugt einen Mikro-Luftstrom, der den Wärmeaustausch der durch Körperwärme und Reibung im Werkmechanismus erwärmten Luft aus dem unteren Gehäusebereich mit der kühleren Luft im Bereich oberhalb des Zifferblatts fördert.
Unterstützt durch das Sekundenzeiger-Lüfterrad zirkuliert die erwärmte Luft also langsam durch die Öffnungen des massiven Sterling Silberzifferblatts (u.a. Wabenstruktur) zwischen “Maschinenraum“ und kühlerem “Cockpit-Bereich“ unterhalb des Saphirglases. Dies führt zu einem optimalen Wärmemanagement mit stabileren Temperaturen innerhalb des Uhrwerks und damit zu idealen Bedingungen für perfekte Gangwerte.

Elegant und rennmässig

Designelemente des 917 Rennwagens - z.B. Leichtbau-Wabenstruktur, Motive legendärer Rennlackierungen, Felgendesign (Dekoration des Uhrbodens), ... - flossen in die Gestaltung der LM 917 Hans Mezger Zeitmesser ein. Besonderes Augenmerk gebührt dem dreidimensional gravierten Zifferblatt aus solidem 925er Sterling Silber mit seinen vielen Details - an Komplexität kaum zu überbieten.

Das Uhrgehäuse zieren zahlreiche Scalfaro Keramik-Intarsien (Rennflaggen, rote Zahl 24), welche eine Verbindung zu den sensationellen Rennerfolgen des 917 herstellen, v.a. zu den Siegen im 24h Langstreckenrennen von Le Mans 1970 und 1971.

Angetrieben wird die auf 917 Stück limitierte LM 917 Hans Mezger Edition von einem hochpräzisen Schweizer Chronographenwerk, welches durch das Saphirglas des Sichtbodens bedruckt mit dem Umrisses einer typischen 917er Rennfelge sichtbar ist.
Jede der Uhren entält auch echtes Material eines Porsche 917.

Die Macher hinter der Uhr

Die Uhrenmarke Scalfaro wurde im Jahre 2001 von Alexander und Dominik Kuhnle gegründet. Die beiden Brüder entstammen einer Unternehmerfamilie mit langer Tradition in der Herstellung edler Schmuckstücke und begeistern sich seit frühester Jugend für ausgefallene Zeitmesser und raffinierte Mechanik.

Die kompromisslose Ausrichtung auf Qualität und Präzision, verbunden mit Engagement und Ideenreichtum haben die Marke Scalfaro nachhaltig geprägt. Mit bemerkenswerten, authentischen Modellen konnte sich Scalfaro als eines der wenigen Familienunternehmen als Hersteller feinster mechanischer Zeitmesser fest am Markt etablieren.

Technische Daten der Scalfaro LM917 Hans Mezger Uhrenedition

  • Gehäusedurchmesser: 43mm
  • Uhrwerk: Sclafaro - Schweizer Chronographen-Kaliber ADK153, automatischer Aufzug;
  • Edelstahlgehäuse mit Scalfaro Keramik-Intarsien inkl. Originalteile eines Porsche 917;
  • Lünette (Glasring) inkl. Tachymeterskala zur Geschwindigkeitsmessung; Rennflagge bei 12 (inkl. roter Nummer 24 inspiriert von den 24h von Le Mans) und 6 Uhr Position inkl. Scalfaro Dann Keramik-Intarsien;
  • Solides 925er Sterling Silber Zifferblatt mit aufwendiger 3-dimensionaler Gravur und skelettierten Segmenten sowie Air-Cooled-Schriftzug (luftgekühlt); Rennflagge bei 4 Uhr markiert die traditionelle Le Mans Startzeit von 16 Uhr, Design inspiriert von Motorenelementen, Lüfterrad und legendären Rennlackierungen des Porsche 917;
  • Saphirglas mit offizieller Faksimile-Unterschrift von Ingenieur Hans Mezger und Saphirglas-Sichtboden mit Dekoration des Umrisses einer typischen 917 Felge sowie Le Mans Rennabschnitts-Bezeichnungen; Boden verschraubt mit vier ScalfaScrews;
  • Solides Edelstahlband mit aufwendiger Oberflächenfinissierung in Matt-Glanz-Optik mit Faltschliesse und Sicherheitsdrückern;
  • Wasserdichte 100m (10atm);
  • Edition limitiert auf 917 Exemplare; jedes Exemplar trägt eine individuelle Numerierung (z.B. 022/917);
  • Empfohlener Verkaufspreis  Euro 6’917 (inkl. MwSt)

 

 

 

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