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    Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)

    31. Juli 2013
    Text:
    Balz Schreier
    Fotos:
    Zwischengas Archiv 
    (6)
    Delius Klasing 
    (1)
     
    7 Fotogalerie

    Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie ein Buch öffnen und dann zunächst einige Seiten blättern müssen, bis es an die Substanz geht? Bei diesem Buch ist das ganz anders: Die erste breitformatige Doppelseite zeigt das berühmte Foto der 20 aneinandergereihten Porsche 917 Langheck, bereit für die Abnahme – das Herz flattert schon – nochmals umblättern (das dicke Papier fühlt sich übrigens toll an): Inhaltsverzeichnis, übersichtlich, schön gestaltet. Zahlen stechen ins Auge: 904, Carrera 6, 917, 1000PS... Gedanklich ist man schon an einer Rennstrecke, den Blick auf eine Kurve gerichtet, wartend bis man dann endlich einen um die Ecke preschenden Porsche Rennwagen erblickt... 

    Und genau so geht es nun los, Doppelseite um Doppelseite, eine sehr gute Wahl hatte der Autor bei den Fotos getroffen: Ein "Le Mans Start" am Nürburgring, zwei Carrera 6 von hinten auf der Hunaudières (siehe Bild unten), "die Sau" in Le Mans, ein eindrückliches Foto von Ferdi Kräling des Porsche 917 Spyder auf der regnerischen Nordschleife 1972... Beeindruckend!

    Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)
    © Copyright / Fotograf: Zwischengas Archiv

    Die ersten Rennsportgelüste sind gestillt, ein Vorwort passt nun ganz gut als "Boxenstopp", bevor die nächsten Fotos einen wieder auf die Strecke reissen...

    Geht es nur um Fotos?

    Natürlich nicht! Denn was man hier in den Händen hält ist wohl die erste «echte» Biografie, die man über Ferdinand Piëch lesen kann. «Echt» deshalb, weil es zuvor noch nie ein Porsche-Buch gegeben hatte, in welchem der «Rennwagen-Flüsterer» tatsächlich redet.

    Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)
    © Copyright / Fotograf: Zwischengas Archiv

    Geschrieben wurde das Buch von Eckhard Schimpf, der Ferdinand Piëchs Karriere seit vielen Jahren beobachtet, begleitet und beschrieben hat. Beide haben oft miteinander gesprochen, beide haben «Benzin im Blut»: Mit dem früheren Hobbyrennfahrer (Platz vier beim 1000-Kilometer-Rennen am Nürburgring 1982) und langjährigen Autoredakteur der "Braunschweiger Zeitung" konnte sich wohl kaum ein besserer Autor für dieses Werk finden. «Uns verbindet eine wohlgesonnene Verbundenheit», sagt der verschlossene Piëch über Schimpf.

    Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)
    © Copyright / Fotograf: Zwischengas Archiv

    «Ferdinand Piëch ist nicht erkältet»

    Der Autor fasst das «Wesen» Ferdinand Piëch im Prolog gekonnt und schnell zusammen, bringt seine Charakterzüge bildlich und klar auf den Punkt: Ein introvertierter, wortkarger, blitzintelligenter Mensch, immer strategisch denkend, aber ein verschlossenes Exemplar, das nur äusserst selten eine Information von sich gibt. Kein Wunder, dass kein einziges Porsche-Buch in den letzten 50 Jahren Ferdinand Piëch im Zentrum hatte. Man erfuhr einfach keine Informationen, wenn man ihn direkt befragte.

    Fast unantastbar versuchte der Autor trotzdem immer wieder, Anekdoten, Meinungen oder sachliche Details aus Ferdinands Leben zu entlocken. Eckhard Schimpf vergleicht seine Herangehensweise mit dem New York Times Journalist Gay Telese, ein brillanter Schreiber der 60er Jahre, der während Jahren vergeblich versuchte, Superstar Frank Sinatra auf ein Gespräch zu treffen. Jeder Versuch scheiterte, aber mit jedem Versuch sammelte Gay Telese neue Hinweise über Sinatra, sei es indirekt über Drittpersonen oder durch Beobachtungen aus der Ferne. Und dann kam der Tag, an dem Gay Telese wirklich glaubte, den Superstar endlich treffen zu können und sah sich schon die Früchte seiner langjährigen Anstrengungen ernten. In letzter Minute wurde ihm aber doch wieder abgesagt, anscheinend habe sich Frank Sinatra erkältet. Gay Telese gab seine Anstrengungen für ein Treffen auf, veröffentlichte aber trotzdem seinen Artikel über Frank Sinatra, und zwar mit dem Titel «Frank Sinatra ist erkältet»: er enthielt all seine Notizen, die er über Jahre hinweg gesammelt hatte, aus winzigen unzähligen Puzzle-Teilen entstand so ein Mosaik, das feingewoben ein schillerndes Portrait des Superstars erzählte.

    Ähnlich sieht Eckhard Schimpf seine Arbeitsweise für dieses Buch, mit dem grossen Vorteil, Ferdinand Piëch tatsächlich getroffen zu haben, sogar oft getroffen zu haben. Und jedesmal wurde das Mosaik ein bisschen mehr ergänzt.

    Alles begann 1967 am 1000km Rennen Nürburgring

    Kurt Ahrens Junior, deutscher Rennfahrer, fuhr damals für Porsche und war ein Jugendkumpel von Eckhard Schimpf. Es wimmelte nur so von weissen 910-Werkswagen, als der Autor fragte: «Welcher ist denn nun der Piëch? Man sieht ja nie Fotos von dem!», worauf Kurt Ahrens antwortete: «Den siehst du kaum. Der ist immer im Hintergrund. Aber der hat das Sagen. Nur der.»

    Und so entdeckte der Autor eine unbeachtete Person in der Box, blaues Strickhemd, dunkles Sakko über der Schulter, in irgendwelchen Tabellen blätternd. Als immer wieder etliche Leute ihre Blicke zu dieser Person gerichtet hatten, war klar, dass dies Ferdinand Piëch sein musste. Der da, der alles entscheidet.

    Die Piëch-Ära hautnah

    Das Buch ist bei weitem keine nüchterne Dokumentation aller Piëch-Fahrzeuge, es liest sich viel mehr als einen Roman, bei dem man die Ehre hat, Schimpf auf den Spuren von Piëch zu begleiten. Gespräche werden so lebhaft wiedergegeben, dass man sich förmlich am selben Tisch sitzen sieht, den Gesprächen dieser zwei Persönlichkeiten lauschend.

    Schimpfs Komposition aus Rennsportchronik, Piëchs Familiengeschichten und technischen Ausführungen ist eine wunderbare Basis, die wundervollen und legendären Boliden an sich vorbeiziehen zu lassen: 904, 906, 910, 907, 908, der mit 380 Kilo federleichte Bergspyder 909, "das Wiesel" 908/3 und der anfangs ungezähmte, später unbezwingbare 917 («das größte Risiko meines Lebens»).

    Piëch: «das größte Risiko meines Lebens» | Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)
    © Copyright / Fotograf: Zwischengas Archiv

    Hinzu kommen Erinnerungen an große Rennfahrer von damals, welchen liebevolle Porträts gewidmet sind: Rolf Stommelen, Jacky Ickx, Colin Davis, Jo Siffert und viele weitere mehr...

    Liebevolle Rennfahrer-Porträts runden die Biografie ab: Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)
    © Copyright / Fotograf: Zwischengas Archiv

    Für wen könnte das Buch interessant sein?

    Dass das Buch bei jedem Porsche Motorsport Liebhaber im Regal nicht fehlen sollte ist wohl klar. Die Erzählungen und Zitate sind einmalig und wie bereits erwähnt: eindrücklich und mit leichtem Humor von einem jahrelangen Begleiter geschrieben.

    Die Fotos sind schlicht sensationell! Die meisten stammen aus dem Archiv Ferdi Kräling und sind grösstenteils seitenfüllend abgebildet. Wir haben schon manche Rennsport Bücher aus dieser Ära in den Händen gehalten, aber sehr viele Fotos haben wir zum ersten Mal gesehen!

    Porsche & Piëch – Die Rennwagen des Ferdinand Piëch von 1963 bis 1972 (Buchbesprechung)
    © Copyright / Fotograf: Zwischengas Archiv

    Informationen

    • Buch bei Amazon bestellen
    • Buch direkt beim Verlag bestellen
    • Delius Klasing Verlag, Bielefeld
    • Autor: Eckhard Schimpf
    • 272 Seiten, 44 Farbfotos, 139 S/W-Fotos
    • Gebunden mit Schutzumschlag
    • Deutsch
    • ISBN-10 : 3768835936
      ISBN-13: 978-3-7688-3593-0
    • Abmessungen: 32 x 25 cm

     

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