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Bild (1/1): Als einziges Auto setzte sich Bundespräsident Kurt Furgler am Genfer Automobilsalon 1985 in das VW Golf Cabriolet White Special (© Archiv Automobil Revue)
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Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 944 Turbo (1985-1988)
Coupé, 220 PS, 2449 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Lancia Y 10 Fire (1985-1989)
Limousine-dreitürig, 44 PS, 986 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Lancia Y 10 Turbo (1985-1988)
Limousine-dreitürig, 85 PS, 1036 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Porsche 944 (1984-1987)
Coupé, 163 PS, 2449 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 Turbo 3.3 (1977-1988)
Coupé, 300 PS, 3299 cm3
 
Ruote da sogno - SCW 2018: Ruote da sogno - SCW 2018
 
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    Genfer Automobilsalon 1985 - Allrad, Tuning und der Katalysator

    8. März 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
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    Plakat Genfer Automobilsalon 1985Der 55. Genfer Automobilsalon, der am 7. März 1985 seine Tore öffnete und bis am 17. März 1985 das Schaufenster zur Automobilindustrie darstellte, fiel in eine schwierige Zeit. Die Fahrzeugtechnik war im Umbruch, versuchte den Brückenschlag zwischen Ökonomie und Ökologie zu schlagen.

    Die Schweiz stellte mit ihrem Vorpreschen in Form eigener Abgas- und Lärmvorschriften als kleiner Markt besondere Anforderungen, das immer breiter verfügbare bleifreie Benzin schaffte die Voraussetzungen für neue Abgasreinigungstechnologien.

    Grosszügige Opel-Präsenation am Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Der Konsument aber war verunsichert, wie die rückgängigen Verkäufe des Jahres 1984 (-2,4%) zeigten, aber umso interessierter, die Antworten der Hersteller auf die neuen Regulierungen zu erkunden.

    Bundespräsident Kurt Furgler (Mitte) mit Stardesigner Sergio Pininfarina (rechts von ihm)
    © Archiv Automobil Revue

    Bundespräsident Kurt Furgler jedenfalls zeigte klar, dass die Politik trotz Waldsterben und stetig zunehmendem Verkehr nicht am Stuhl des Autos sägen wollte, denn dieses war schliesslich das Symbol der Bewegungsfreiheit.

    Clay Regazzoni zusammen mit Miss Schweiz 1984, Rudolf Hruska (ehemaliger Direktor Alfasud) und Ettore Massacesi (Alfa-Präsident) am Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Die Konsumenten dankten es mit einem rekordhohen  Besucheraufkommen von 552’121 Eintritten, also 2% mehr als im Jahr zuvor und auch an der individuellen Kauffreudigkeit gab es nichts zu kritisieren.

    Katalysator überall

    Kaum ein Hersteller in den Palexpo-Hallen verzichtete auf die Präsentation einer Katalysatorvariante in seinem Fahrzeugangebot. Während die einen wie BMW praktisch in jeder Modellreihe ein entsprechendes Angebot vorweisen konnten, konzentrierten sich andere wie etwa Fiat oder Peugeot vorerst auf wenige Modelle. Meist war die Katalysator-Version eine, wenn auch um 1000 bis 2000 Franken teurere Variante zum ebenfalls den aktuellen Abgasnormen entsprechenden Modell, Mercedes-Benz aber ging zum Beispiel beim 190E 2.3-16 einen Schritt weiter und bot die Version ohne Kat gar nicht erst an.

    Demonstration der BMW-Katalysatortechnik - Genfer Automobilsalon 1985
    © Zwischengas Archiv

    Viele Stände zeigten mit aufwändigen Modellen und Technik-Darstellungen, wie die neue Technologie des lambdasondengeregelten Katalysator funktioniert. Da standen manchem Salon-Besucher beinahe die Haare zu Berge, denn die Komplexität der Steuerungssysteme war beeindruckend.

    Ist die Technik (von Toyota) so kompliziert, dass man sich darob die Hände über dem Kopf zusammenschlagen muss? - Genfer Automobilsalon 1985
    © Zwischengas Archiv

    Interessant in diesem Zusammen war, dass im Jahr 1984 39, im Januar 1985 23 Katalysatorfahrzeuge insgesamt in der Schweiz zugelassen worden waren, während zu jenem Zeitpunkt (angeblich) immerhin bereits 8000 derartige Autos in Deutschland rollten.

    Allrad als Massentrend

    Audi hatte anfangs der Achtzigerjahre mit dem Allradantrieb im “normalen” Personenwagen einen neuen Trend gesetzt, 1985 kamen die meisten Fahrzeuganbieter kaum mehr darum herum, ebenfalls vierradgetriebene Varianten ihrer Autos anzubieten.

    Peugeot 205 T16 (1985) - dank spektakulären Rallye-Siegen des 4x4-Rennwagens Prestigegewinn für die Serien-205-Modelle - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Alfa Romeo etwa zeigte den 33 mit 4x4-Antrieb, Volkswagen präsentierte den Passat Syncro, bei Peugeot gab es den Allrad zumindest im erfolgreichen Rallyewagen 205 T16, den Mitusbishi Tredia konnte man mit zuschaltbarem Vierradantrieb kaufen und Subaru war komplett auf Allradantrieb ausgerichtet, den es selbst im kleinen Justy gab.

    Ford Sierra XR 4x4 (1985) - Allradantrieb mit Visko-Kupplung - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Und natürlich zeigte Audi als Pionier ebenfalls alle Baureihen mit gegen Aufpreis wählbarem Quattro-Namenszusatz.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Zunehmendes Interesse für Geländewagen

    Die eigentlichen Pioniere des 4x4-Vortriebs hatten sich im Laufe der Jahre zu salonfähigen Allround-Fahrzeugen weiterentwickelt, deren man sich auch beim Opern-Besuch nicht schämen musste. Die Auswahl am Genfer Salon 1985 war reichhaltig und viele der Anbieter hatten ihre Fahrzeuge deutlich verbessert und dem aktuellen Geschmack angepasst.

    Jeep Cherokee Turbo Diesel (1985) - Turbodiesel-Motor von Renault, Vertrieb ebenfalls durch Renault - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    So gab es etwa den Jeep Cherokee nun mit einem Dieselmotor von Renault, den Isuzu Trooper konnte man als Cabriolet bestellen. Den Mitsubishi Pajero konnte man sich neu auch als Fünftürer mit längerem Radstand kaufen und Nissan verschönerte den Patrol mit Spezialausstattungen und optischen Zierelemente.

    Technisch allerdings blieb es allerdings beim relativ rustikalen Chassis, das auf Robustheit und nicht auf Finesse ausgelegt war.

    Tuning und Karosserieveredelung auf dem Höhepunkt

    Der Aufschwung der Karosserieveredler war auch am 55. Genfer Autosalon deutlich sichtbar. Eine ganze Reihe neuer Firmen stellten ihre Produkte zur Schau und traten gegen die etablierte Konkurrenz, die sich bereits internationales Renommee erarbeitet hatte, an. Als besonders beliebt zeigten sich Mercedes- und Volkswagen-Modelle im Tuning-Umfeld.

    VW Scirocco Karmann (1985) - Spezialausführung des Erbauers Karmann - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Geboten wurden neben Karosserie-Anpassung auch weitgehend neuartige Fahrzeuge, wie etwa der SGS Arrow C1 auf Mercedes-SEC-Basis, der (Porsche 911 Turbo) Gemballa Avalanche, der Rinspeed 969 Turbo, der Opel Corsa Spider von Irmscher oder die Mercedes-Benz 190E Cabriolet-Limousine von SKV.

    Mercedes-Benz 500 SEC SGS Arrow C1 (1985) - kaum mehr als SEC erkennbar ist die komplett ungebaute Variante von SGS - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Opel stand ein Vollcabriolet von Keniath auf der Basis des Monza, bei Hooper gab es eine zweitürige Variante des Rolls-Royce Silver Spirit zu entdecken.

    Lenkräder und Felgen bubble car
    © Archiv Automobil Revue

    Und wer sein Fahrzeug lieber individuell veredelte fand in Genf neue Felgen, Lenkräder, innovative Unterhaltungselektronik-Produkte oder vielfältiges anderes Zubehör. 

    Weltneuheiten aus Deutschland, Italien, Schweden und Japan

    Zum ersten Mal zeigte Porsche an einem Salon den Porsche 944 Turbo mit 220 PS, den es als Besonderheit mit oder ohne Katalysator mit identischer Leistungsangabe von 220 PS zu kaufen gab und dessen Technik man auf dem Porsche-Stand ohne Karosserieaufbau bewundern konnte.

    Porsche 944 Turbo (1985) - Weltpremiere - das Fünfganggetriebe ist hinten mit dem Differnential verblockt - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Für grossen Andrang sorgte auch die neue Mercedes-Mittelklasse-Limousine der Baureihe 124, den es vom 200D bis zum 300E zu kaufen gab und der vor allem durch seine hervorragende Aerodynamik (cw 0,29 bis 0,30) und seine modernes Design punktete.

    Mercedes-Benz 300E (1985) - der neue Typ 124, der den W 123 ablöst - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Bei BMW gab es den neuen M5 mit 286 PS zu bewundern, bei Ford den Sierra XR 4x4 mit Allradantrieb.

    Lancia Y10 (1985) - originelle Turiner Neuheit - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Während die Franzosen von ergänzten Baureihen abgesehen kaum mit echten Neuheiten brillieren konnten, feierte bei Lancia/Autobianchi der Y10 als origineller Kleinwagen seine Weltpremiere. Während Ferrari nur einen verjüngten 412 bieten konnte, glänzte auf dem Maserati-Stand der Biturbo Spyder als Prototyp.

    Maserati Biturbo Spyder (1985) - Prototyp mit 2,5-Liter-Turbomotor - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Lamborghini zeigte den Countach als Vierventiler, der nun stolze 220’000 Franken teuer war. Bei De Tomaso konnte man einen optisch erneuerten Pantera GT 5 S entdecken. Alfa Romeo zeigte erstmals den Tipo 90 in Genf, vorgestellt war der Wagen aber bereits im September 1984 worden.

    Lamborghini Countach Quattrovalvole (1985) - 220'000 kostet die grosse, 24'000 die Mini-Version - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Nur Neuerungen im Detail zeigte die englische Fahrzeugindustrie, erstmals in der Schweiz zu sehen war der TVR 350i als Cabriolet. Auf dem Lotus-Stand konnte man den Etna sehen, dessen Produktion noch in den Achtzigerjahren erwartet wurde. Aston Martin zeigte ein digitalisiertes Cockpit im Lagonda.

    Subaru XT 4WD Turbo (1985) - Weltpremiere des sportlichen 2+2-Sitzers mit Allradantrieb - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Eine Weltpremiere konnte Subaru mit dem XT Turbo 4WD Coupé mit 136 PS und spektakulär keilförmigem Design bieten, während die anderen japanischen Aussteller sich vor allem auf technische und optische Verbesserungen an bestehenden Modellreihen konzentrierten.

    Volvo 780 (1985) - Weltpremiere des in Zusammenarbeit mit Bertone entstandenen geleganten Coupés - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Neu für die ganze Welt war das Volvo 780 Coupé von Bertone, das im Gegensatz zum Vorgänger auch designmässig der italienischen Feder entsprungen war und entsprechend elegant und wertig daherkam. Mit dem 2,5-Liter-V6-Turbomotor verfügte es auch über standesgemässe Fahrleistungen, einem Anspruch dem auch die nun 240-DIN-PS starke Chevrolet Corvette  mit Katalysator genügte.

    Seat Ibiza (1985) - die Motoren wurden durch Porsche entwickelt - attraktives Schnittmodell - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Noch zu den Exoten gehörte die spanische Marke Seat, die mit Porsche-Unterstützung neue Vierzylindermotoren für ihre Modelle Ronda und Ibiza präsentierte.

    Digitalisierung und fliessende Formen der Zukunft

    Eigentlich war nicht mit vielen Studien gerechnet worden für den 55. Genfer Autosalon. Doch die Skeptiker sahen sich schnell getäuscht, denn was es in den Palexpo-Hallen zu sehen gab, strotzte nur so von Kreativität und Zukunftsorientierung.

    Citroën Eole (1985) - mit die