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RM/Sotheby's versteigert in Monterey einen Porsche 917 K - wird er der teuerste Porsche der Welt?

Erstellt am 24. Mai 2021
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Phil Norton - Courtesy RM/Sotheby's 
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James Turner - Courtesy RM/Sotheby's 
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Er dürfte eines der Auktions-Highlights des Jahres 2021 werden, der Porsche 917 K von 1970, den RM/Sotheby’s an der Monterey-Verteigerung am 13./14. August 2021 anbieten können.

Es handelt es sich dabei um den Wagen der mit Mike Hailwood und David Hobbs für das JW Automotive Gulf Racing Team 1970 mit Nummer 22 bei den 24 Stunden von Le Mans startete. Dieser Kurzheck-917 trug damals die Chassis-Nummer 917-026.

Porsche 917 K (1970) - angeboten an der RM/Sotheby's Monterey Versteigerung am 13./14. August 2021
Copyright / Fotograf: Phil Norton - Courtesy RM/Sotheby's

Während des Rennens erlitt das Coupé infolge Aqualplaning in der fünften Rennstunde einen Unfall und schied in aussichtsreicher Position aus. Bis zum Unfall in der 50. Runde sorgte Nummer 22 auch für prächtige Bilder in der Steve McQueen-Filmproduktion “Le Mans”.

Das Chassis wurde von Porsche in der Fabrik repariert und auf 917-031 umnummeriert. Anstelle der Kurzheck-Coupékarosserie wurde ein leichtgewichtiger Spyderaufbau montiert, um den Wagen für die Interserie und für Gruppe-7-Rennen vorzubereiten.

Ernst Kraus fuhr den Wagen in den Jahren 1971 und 1972, bevor er 1972 an Georg Loos und sein Gelo Racing Team verkauft wurde. Nach einer durchaus erfolgreichen Rennsaison 1973 wurde er 1974 in die Chandon Collection aufgenommen und verbliebt dort bis 1988. Der nächste Besitzer war der Sammler Mike Amalfitano, der das Kurzheckcoupé dann vor über 10 Jahren an den heutigen Besitzer weitergab.

Porsche 917 K (1970) - angeboten an der RM/Sotheby's Monterey Versteigerung am 13./14. August 2021
Copyright / Fotograf: James Turner - Courtesy RM/Sotheby's

In der Folge wurde gemäss RM/Sotheby’s Chassis 917-031/026 dann ohne Rücksicht auf die Kosten wieder in die Ursprungsform zurückgebaut. Er zeigt sich heute wieder in der Ausführung, wie er 1970 in Le Mans startete.

Nun soll diese Sportwagen-Ikone also in Monterey im August 2021 einen neuen Besitzer finden, der bereit sein sollte sich deswegen von geschätzten USD 16 bis 18,5 Millionen zu trennen.

Porsche 917 K (1970) - angeboten an der RM/Sotheby's Monterey Versteigerung am 13./14. August 2021
Copyright / Fotograf: Phil Norton - Courtesy RM/Sotheby's

Mit dieser Summe würde dieser Porsche 917 dann auch noch deutlich teurer als Chassis 917-024, das 2017 von Gooding & Co in Monterey für USD 14,1 Millionen (EUR 11,97 Millionen, CHF 13,66 Millionen) verkauft wurde. Der Schätzwert betrug damals übrigens USD 12 bis 16 Millionen.

Man darf gespannt sein, wie spendabel die grossen Porsche-Sammler nach der fast überwundenen Covid-19-Pandemie diesen Sommer sein werden.
In der ROFGO Collection, die sich allen Gulf-Rennwagen widmet, gibt es übrigens auch einen Porsche 917 mit Chassisnummer 026 (031/026), dessen Geschichte sich ähnlich liest. Ob dies nun derselbe Wagen ist, beim letzten öffentlichen Auftreten wies er allerdings die hinteren Finnen auf, werden wohl RM/Sotheby’s, Goethe und der Einlieferer am besten wissen.

Weitere Informationen zum angebotenen Chassis 917-031/026 gibt es auf der Website von RM/Sotheby’s.

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