Nach dem hohen Preis, den ein Ferrari 412P am Pebble-Beach-Wochenende erzielte, und nach dem Superlativ Mercedes-Benz 300 SLR, der 2022 für EUR 135 Millionen verkauft wurde, zieht nun eine Versteigerung von RM/Sotheby’s am 13. November 2023 in New York die Aufmerksamkeit auf sich. Denn an jenem Tag kommt der Ferrari 250/330 GTO von 1962 mit Chassisnummer 3765GT unter den Hammer.
Es handelt sich dabei um den einzigen GTO der ersten Serie, der von der Scuderia Ferrari an den Start gebracht wurde und unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans 1962 antrat. Dort war er mit einem Vierlitermotor ausgerüstet und startete in der Prototypenklasse.
Im Training konnte er die zweischnellste Zeit hinter dem später siegreichen Ferrari einfahren, im Rennen traf Mike Parks einen Sandhügel, was den Kühler beschädigte und zur Überhitzungen mit Ausfallfolge in der 57. Runde führte.
Zudem trat der Wagen gemäss RM/Sotheby’s auch noch bei den 1000 km Nürburgring des Jahres 1962 an und erzielte dort einen Klassensieg und einen zweiten Gesamtplatz.
In den späteren Jahren wurde der Wagen von Privatfahrern genutzt, trat aber 1965 auch bei der Targa Florio an.
Der Rennsportwagen, der 1964 einen 250-P-Motor erhielt, kam auch zu Concours-Ehren, wurde unter anderem in Pebble Beach und Amelia Island ausgezeichnet, in Amelia sogar mit dem “Best of Show.
Noch gibt es vom Wagen auf der Website von RM/Sotheby’s nur ein Video zu sehen, einen Schätzpreis nennt das Auktionshaus bisher ebenfalls nicht. Aber wer an über USD 70 Millionen denkt, liegt wohl nicht ganz falsch. Selbst ein dreistelliger Millionenbetrag ist angesichts der Renngeschichte und der Seltenheit des Wagens möglich.
Weitere Informationen gibt es auf der Website von RM/Sotheby’s.
Einen generellen Artikel zum Ferrari 330 GTO gibt es hier.
Update 13. November 2023: Der Ferrari 330 LM / 250 GTO von 1962 wurde für USD 51,7 Millionen in New York verkauft am Abend des 13. November 2023.






























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