Die Geschichte der Papamobile ist fast 100 Jhre alt. Am Anfang stand ein Geschenk: 1930 übergab die Daimler-Benz AG Papst Pius XI. einen Nürburg 460. Die Pullman-Limousine war das erste Auto, das ein Papst regelmässig nutzte. Es folgten Repräsentationslimousinen und Landaulets.
Ein wichtiger Entwicklungsschritt fand im Jahr 1980 statt. Für den Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. entstand auf Basis des ein Jahr zuvor präsentierten Mercedes-Benz G-Modells erstmals ein Fahrzeug mit höherer Sitzposition, transparenter Kuppel und perlmuttfarbener Lackierung.
Das veränderte die Wahrnehmung: Im Mittelpunkt standen die gute Sichtbarkeit des Papstes bei öffentlichen Auftritten und der unmittelbare Kontakt zu den Menschen.
Dieses Grundkonzept prägte auch spätere Papstfahrzeuge auf Basis der G-Klasse und M-Klasse. Seit 2024 steht dem Vatikan das erste vollelektrische Papamobil zur Verfügung: ein Mercedes-Benz G 580 in Sonderausführung.
Zum Jubiläum „140 Years of Innovation“ ergänzen zwei weitere Fahrzeuge die Schau: ein Benz Patent-Motorwagen von 1886 als Startpunkt der Automobilgeschichte und eine aktuelle S-Klasse, die bis Mitte Oktober auf der „140 Places“-Tour über sechs Kontinente unterwegs war.
Bis 31. Januar 2027 sind in einem Glaspavillon bei der Vatikanischen Pinakothek acht Fahrzeuge für den päpstlichen Fuhrpark ausgestellt – von der Pullman-Limousine bis zum Papamobil.
Die Exponate
• Nürburg 460 (W 08), 1930 – Pullman-Limousine mit 4,6-Liter-Achtzylinder, für Pius XI. mit einem Einzelsitz in Seidenbrokat ausgestattet.
• 300 d Landaulet (W 189), 1960 – für Johannes XXIII. Verlängerter Radstand, herausnehmbare hintere Seitenscheiben und automatisch ausfahrende Trittstufen.
• 600 Pullman-Landaulet (W 100), 1965 – im Herbst 1965 an Paul VI. übergeben. Verbreiterte Fondtüren, erhöhtes Dach im Fond, verstellbarer Einzelsitz und Sprechanlage zum Fahrer.
• 300 SEL Pullman (W 109), 1967 – um 650 Millimeter verlängerter Sechssitzer, gedacht für hochrangige Gäste des Vatikans.
• 230 G (W 460), 1980 – das erste Papamobil, gebaut für den Deutschlandbesuch von Johannes Paul II.: transparente Kuppel, Perlmuttlack und goldfarbene Zierteile. 1982 folgte ein baugleicher 230 GE.
• S 500 lang Landaulet (Baureihe 140), 1997 – klassisches Landaulet für Johannes Paul II. mit elektrohydraulischem Verdeck.
• ML 430 „Papamobil“ (W 163), 2002 – überträgt das Konzept auf die M-Klasse und hatte am Weltjugendtag 2002 in Toronto Premiere.
• ML 500 „Papamobil“ (W 166), 2012 – für Benedikt XVI. Die grössere Glaskuppel erleichtert den Einstieg und gibt mehr Sicht auf den Papst frei.












































































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