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Fahren im Paradies der Alpen - die Saalbach-Classic 2013 vom 22. bis 24. August 2013

Erstellt am 21. Juni 2013
, Leselänge 5min
Text:
Daniel Reinhard
Fotos:
Daniel Reinhard 
2
Bruno von Rotz 
2

Vom 22. bis 24. August 2013 werden an der Saalbach-Classic zum ersten Mal an drei Rallyetagen insgesamt 600 km auf einmaligen Strassen in grandioser Kulisse gefahren.

Markenvielfalt und Vorkriegsoldtimer mit Startgarantie

Die Liste der Anmeldungen zur Saalbach-Classic 2013 wird länger und länger. Fast 20 verschiedene Automarken sind zur ersten Ausgabe dieser neuen Classic-Rallye im Herzen der Alpen bisher angesagt. Die Anmeldefrist läuft demnächst ab, aber es lohnt sich sicher, sein Glück noch zu versuchen.

Ein besonderes Herz haben die Saalbach-Classic-Macher übrigens für die Vorkriegsautomobile, diese haben bei der Saalbach-Classic eine Startgarantie!

Zum Beispiel ein Bugatti T51

In der Nennliste der Saalbach-Classic fällt ein ästhetisch besonders ansprechendes Auto auf, der Bugatti T51. Ettore Bugatti entschied sich im Jahr 1930, für die kommende Rennsaison auf Basis des T35-Chassis einen komplett neu entwickelten Achtzylinder-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen einzusetzen. Der 2,3-Liter Motor brachte 170 PS an die Hinterachse.

Bild Bugatti 51 - unter den Startern an der Saalbach-Classic 2013 (Archivbild)
Bugatti 51 - unter den Startern an der Saalbach-Classic 2013 (Archivbild)

Bugatti gehört zu den legendären Automarken in Europa. Die Produktion in Molsheim lief von 1909 bis 1963.Ettore Bugatti schuf die erfolgreichsten Rennwagen seiner Epoche und die edelsten und elegantesten Sportwagen und Limousinen seiner Ära.

Viele andere gemeldete Klassiker - vom Mercedes-Benz 300 SL bis zur AC Cobra - werden die Saalbach-Classic zu einen einzigartigen Ereignis machen.

Atemberaubende Strecken - Hexenküche und Schneizlreuth

Sie ist geheimnisvoll, die Bergwelt. Die Strecke der Saalbach-Classic 2013 hält manche Überraschung für die Teilnehmer bereit.
Auf der Königsetappe über den Großglockner am Freitag kommt man in die Hexenküche. Ob es dort schaurig rumort oder besenbewaffnete Wesen die Gegend unsicher machen, das müssen die Teilnehmer selbst entdecken.

Bild Fahren am Grossglockner - Teil der Saalbach-Classic 2013 (Archivbild)
Fahren am Grossglockner - Teil der Saalbach-Classic 2013 (Archivbild)

Nach alter Tradition wird eine Kehre der Großglockner Hochalpenstraße seit ewigen Zeiten “Hexenküche” genannt. Die starken Aufwinde, die Ausrichtung nach Südwest, die Sonneneinstrahlung – all das macht die Thermik dieser Gegend zu einer extrem spannenden Angelegenheit, was schon so manche Fallschirmspringer und Hobby-Piloten mit ihren kleinen Fluggeräten schlagartig zu spüren bekommen haben. Für die Oldtimer der Saalbach-Classic wird all das jedoch kein Thema sein.

Weiter oben, nach dem Fuscher Törl erreichen die Teilnehmer auf 2504m Höhe das Hochtor, einen 100 m langen Tunnel, in dessen Mitte die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten verläuft. Danach ändert sich das Panorama schlagartig – der weite Blick hinunter ins Mölltal und nach Heiligenblut empfängt die Piloten und Beifahrer.

Und wenn dann im August noch die Sonne scheint....(die Organisatoren arbeiten daran!)

Schneizlreuth in Bayern ist einer jener idyllischen, von steil aufragenden Felswänden umgebenen Flecken Erde, deren Existenz man erst dann zur Kenntnis nimmt, wenn man mit Muße und Demut (und offenem Dach...) in einem Oldtimer die Zeit anhalten möchte.
Historisch geht der Ort Schneizlreuth an der Deutschen Alpenstraße, der am Samstag, 24. August, von der Saalbach-Classic durchfahren wird, auf ein altes Landgut mit dem Namen Schnaezenreut aus dem Jahr 1285 zurück. In dieser Gegend sollen am 5. Mai 1945 die vermutlich letzten Gefechte des Zweiten Weltkrieges in Bayern stattgefunden haben.

Einzel- und Teamwertung

Neben der Einzelwertung gibt es an der Saalbach-Classic auch eine Teamwertung. Pro Team können 5 Fahrzeuge für die Teamwertung nominiert werden. Der Wertungsmodus ist denkbar einfach. Die besten 4 Ergebnisse kommen in die Teamwertung, das schlechteste Ergebnis wird gestrichen.

Mit Walter Röhrl als Präsident und Anhänger des Oldtimer-Fahrens

Schirmherr und Präsident der Saalbach-Classic ist Walter Röhrl, ein wahrer Oldtimer-Enthusiast:
„Die Beziehung zu den alten Autos ist in den letzten Jahren immer stärker geworden. Nachdem ich bei Porsche laufend in neue technische Entwicklungen eingebunden bin, wird einem dabei so richtig bewusst – das echte Autofahren, das waren die alten Autos. Ohne elektronische Helferlein ist es damals am Fahrer selber gelegen, was er daraus gemacht hat. Du musst feinfühlig sein, die Kupplung treten, den Schalthebel bewegen, mit Gefühl bremsen, gegenlenken – du bist ständig gefordert. Ausserdem waren die alten Autos in Sachen Sound so viel näher an der Emotion als moderne.“

Walter Röhrl ist ein Fan alter Autos und er frohlockt über den Fahrspass:
„Wer in einem modernen Auto Fahrspaß haben will, ist schnell in einem kriminellen Bereich. Beim Oldtimer hat man schon bei Tempo 100 extrem viel zu tun, da ist man durchaus zügig unterwegs und hat eine ganz andere Freude am Fahren. Der Fahrspaß ist im klassischen Auto das Herausragende, dazu kommt das Gefühl, daß ich derjenige bin, der das Auto beherrscht und nicht der kleine Mann im Computer an Bord.“

Walter Röhrl zieht auch vor den Leistungen der Erbauer der alten Autos den Hut:
„Der Konstrukteur hat vor 80 Jahren etwas gezeichnet und nicht gewusst, wie das Auto dann reagiert. Heute wird mit Computerprogrammen jedes Detail simuliert. Diese Chance hatten unsere Großväter nicht. Ein Traumauto ist einfach durch das Gehirnschmalz der Menschen entstanden. Daher habe ich umso mehr Respekt vor den damaligen Ingenieur-Leistungen. Wenn 1935 ein Motor nicht funktioniert hat, wurde er zerlegt und eine neue Nockenwelle von Hand geschliffen. Es war unglaublicher Pioniergeist, der die Menschen damals beseelt hat.“

Ganz besonders beeindruckt ist Röhrl von Ettore Bugatti und Ferdinand Porsche:
„Bugatti und Porsche waren Genies. Es ist beeindruckend, das Lebenswerk solcher Konstrukteure Revue passieren zu lassen. Erst dadurch wird einem bewusst, was alles konstruiert wurde – und das ist auch das Schöne an einer Classic-Rallye. Wenn man dann die ganze Palette an alten Autos erleben darf und sieht, wie ein Porsche 550 Spyder um die Ecke getrieben wird – dann kann man nur noch immer mehr Respekt vor diesen Menschen haben“.

Natürlich steht Walter Röhrl auch hinter dem Auto als Kulturgut:
„Absolut. Jeder einzelne Oldtimer-Enthusiast erhält ein Kulturgut, bewahrt es vor dem Zerfall. Und auch die Regierungen haben mittlerweile darauf reagiert, haben gewisse Zugeständnisse gemacht, um dieses Kulturgut nicht in einem Museum verstauben zu lassen, sondern in freier Wildbahn zu bewegen. Außerdem habe ich bemerkt, daß die soziale Akzeptanz von Oldtimern unheimlich groß ist. Wenn die Menschen solche Autos sehen, freuen sie sich. Es wird gewunken, applaudiert und man will sofort mehr über die Technik wissen – das wird auch im August in Saalbach so sein.“

Laufende Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Saalbach-Classic.

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