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Das Ferrari Museum in Maranello zeigt zum 90. Geburtstag der Scuderia Ferrari viele historische Rennboliden

11. Juni 2019
Text:
Ferrari Media Center/Olivier Chanson
Fotos:
Ferrari Media Center 
(21)
 
21 Fotogalerie

Die Scuderia Ferrari, eine der Ikonen des Motorsports, die ein ganzes Land und Millionen von Fans auf der ganzen Welt vereint, und der Rennstall mit den meisten Formel 1-Siegen, feiert 2019 ihren 90. Geburtstag. Das Ferrari-Museum in Maranello richtet zu diesem Anlass eine grosse Jubiläums-Ausstellung aus.

Die Scuderia Ferrari wurde am 16. November 1929 in Modena von Enzo Ferrari gegründet, nachdem er das Potential der Gentleman Driver für grossartige Leistungen auf der Rennstrecke erkannt hatte. Seither schrieb die Scuderia Ferrari viele der denkwürdigsten Kapitel in der Geschichte des Motorsports. Bereits in ihren Anfängen machte die damalige Società Anonima Scuderia Ferrari, zunächst mit Alfa Romeos und bald mit den besten Fahrern jener Tage, in der italienischen und internationalen Welt des Motorsports in den verschiedensten Kategorien auf sich aufmerksam: Der allererste Wettbewerb an dem das Team teilnahm, war die Mille Miglia von 1930. Es folgten die Targa Florio, das Bergrennen Triest-Opicina, bei dem Tazio Nuvolari den ersten Sieg holte, und legendäre Langstreckenrennen wie das 24-Stunden von Le Mans, Daytona und Spa sowie die 12-Stunden von Sebring

90 Anni - 90 Jahre Scuderia Ferrari

Die Ausstellung „90 anni“ zeigt die Autos, die Zeugen und Hauptdarsteller dieser glorreichen Geschichte waren, vom Alfa Romeo 8C 2300 Spider, bei dem 1932 in Le Mans erstmals das Cavallino Rampante auf der Karosserie prangte, bis hin zum Einsitzer SF71H, mit dem noch letztes Jahr Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen ihre Rennen fuhren.

Ferrari SF71H - 90 Jahre Scuderia Ferrari
© Copyright / Fotograf: Ferrari Media Center

Für den Zeitraum dazwischen zeigt die Ausstellung eine Vielzahl unvergesslicher Einsitzer, die Stars hartumkämpfter Rennen, historischer Siege und manchmal auch schmerzlicher Niederlagen waren. Dazu gehört der Ferrari 500, mit dem Alberto Ascari 1952 und 1953 zwei Weltmeistertitel in Folge holte. Oder der Ferrari D50, mit dem Juan Manuel Fangio 1956 den vierten seiner fünf Weltmeistertitel gewann. Auch der Ferrari Dino 246 F1 ist dabei, mit dem Mike Hawthorn mit nur einem Punkt Vorsprung Stirling Moss die Weltmeisterschaft wegschnappte. Weiter geht es mit dem Ferrari 156 F1, mit dem John Surtees, der einzige, der jemals Weltmeisterschaften auf zwei und vier Rädern für sich entscheiden konnte, 1963 sein erstes Formel 1-Rennen gewann.

Ebenfalls gezeigt wird der 312 T von 1975 mit seinem revolutionären quer angeordneten Getriebe, mit dem der junge Niki Lauda seinen ersten Weltmeistertitel holte, und der 312 T4, mit dem Jody Scheckter 1979 die Fahrerweltmeisterschaft gewann. Nicht zu vergessen natürlich der Ferrari F2004, in dem Michael Schumacher mit 13 Siegen (davon sechs in Folge) 2004 seinen letzten Weltmeistertitel errang. Etwas weiter unten auf dieser langen Liste steht der F2007, mit dem sich Kimi Räikkönen beim Grossen Preis von Brasilien in einer unerhörten Aufholjagd durchsetzte und so mit nur einem Punkt Vorsprung den Fahrertitel nach Maranello zurückholte.

Diese Autos sind Ausdruck von Enzo Ferraris Traum und dem Engagement, der Zielstrebigkeit und dem unbedingten Willen zur Innovation des erfolgreichsten Teams in der Geschichte der Formel 1. 31 Weltmeistertitel (15 Fahrer- und 16 Konstrukteurstitel) bleiben ein beispielloser Rekord, den das Team von Maranello jedes Jahr aufs Neue mit derselben Leidenschaft wie vor 90 Jahren verteidigt und in Ehren hält.

Die Ausstellung ist natürlich auch eine Hommage an die Siege in Sportwagenrennen. Ausgestellt werden beispielsweise der 166 MM, mit dem Ferrari vor 70 Jahren seinen ersten Sieg in Le Mans errang, auf den dann die Triumphe beim 24-Stunden-Rennen von Spa und bei den Mille Miglia folgten. Der 275 P wiederum dominierte 1964 das 12-Stunden-Rennen von Sebring und gewann danach das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring und die 24 Stunden von Le Mans. 

Ferrari 275 P - 90 Jahre Scuderia Ferrari
© Copyright / Fotograf: Ferrari Media Center

„Hypercars“ – Meilensteine in der Geschichte des Automobilsports.

Mit der Ausstellung „Hypercars“ würdigt das Museum in Maranello die Ferraris, die bei der technologischen Evolution des Hauses wichtige Fortschritte markierten.

Jeder Ferrari ist besonders und bleibt nur wenigen auserwählten Kunden vorbehalten. Viele Modelle des Cavallino Rampante wurden zu Katalysatoren für das ständige Streben nach Innovation und schnellerem technologischem Fortschritt, die neue Standards setzten. Damit hat Maranello seine „Hypercars“ geschaffen – Autos, die Meilensteine in der Geschichte des Automobils darstellen. Sie wurden alle in limitierter Serie produziert und sind Ausdruck der persönlichen Leitlinie von Enzo Ferrari: jedes neue Modell zum besten Auto seiner Zeit zu machen. Jede Weiterentwicklung ist daher Ergebnis hochentwickelter Forschung und setzt neue Massstäbe in der Welt der Automobile. Die Ausstellung bietet den Besuchern nun die Gelegenheit, Beispiele dieser technologischen Glanzleistungen von Marke Ferrari zu bewundern.

Den Anfang macht der GTO von 1984. Die Fahrzeugikone mit ihrer aggressiven und gleichzeitig eleganten Linienführung wurde mit dem Ziel entwickelt, den Gran Turismo Omologato-Mythos des legendären 250 GTO wiederauferstehen zu lassen.

Nur drei Jahre später produzierte Ferrari die „Mutter“ und den Bezugspunkt aller modernen Hypercars: den F40, mit dem Enzo Ferrari das 40. Jubiläum des Unternehmens feierte. Er ist ein echter Rennwagen mit verblüffender Leistung und Performance, auch dank dem Turbo-Motor und dem Einsatz von Verbundwerkstoffen, die damals die F1 dominierten.

Ferrari F40 - Hypercars-Ausstellung
© Copyright / Fotograf: Ferrari Media Center

1995 dann eröffnete Ferrari eine neue Ära mit dem F50, im Wesentlichen ein als Gran Turismo verkleideter Formel 1-Bolide. Erstmals wurde der Motor, ein Abkömmling des F1-Motors von 1990, direkt am Monocoque-Rahmen montiert und übernimmt eine tragende Funktion. Ein ehrfurchtgebietendes Fahrzeug mit dem Bodeneffekt eines echten Rennwagens, den er über 2000 Arbeitsstunden im Windkanal zu verdanken hat.

Der Ferrari Enzo von 2002, ein dem Gründer gewidmeter Hypercar, bei dessen Entwicklung Michael Schuhmacher beratend mitarbeitete, lieferte ein weiteres Mal das Maximum dessen, was ein Automobilhersteller damals auf die Strasse bringen konnte. Er ist wieder vom Ferrari Einsitzer inspiriert und verfügt über eine besonders innovative Mensch-Maschine-Schnittstelle, bei der auf Wunsch des grossen Champions eine Reihe von Steuerelementen ans Lenkrad verlegt wurden. Darunter war auch der Vorläufer des „Manettino“, der später bei allen Fahrzeugen der Modellpalette eingesetzt wurde.

Ferrari Enzo -Hypercars-Ausstellung
© Copyright / Fotograf: Ferrari Media Center

Beim LaFerrari, der 2013 vorgestellt wurde, liegt bereits im Namen die Quintessenz eines Wagens des Autobauers aus Maranello. Als erster Ferrari war er mit dem HY-KERS-Hybridantrieb, inspiriert von den Formel-1-Autos der neuen Generation, ausgestattet und brachte fast 1000 PS auf die Strasse. Die Version mit Targa-Dach, der LaFerrari Aperta, wurde 2016 vorgestellt und ist dank brillanter aerodynamischer Entwicklungsarbeit bei geschlossenen Fenstern nicht weniger effizient als das Coupés.

LaFerrari - Hypercars-Ausstellung
© Copyright / Fotograf: Ferrari Media Center

Die Ausstellung zeigt auch das Konstruktionsmodell des Ferrari P80/C, dem letzten Vertreter des One-Off-Programms, das die Anfertigung von wahrhaft einmaligen Versionen bestehender Modelle nach den Wünschen des Kunden ermöglicht. Der P80/C, der nach einer Entwicklungszeit von vier Jahren im letzten April vorgestellt wurde, ist der einzige One-Off in der Geschichte von Maranello, der ausschliesslich für Rennstrecken zugelassen ist. Er basiert auf dem Ferrari 488 GT3 und ist die hochentwickelte Neuauflage des Konzepts hinter den Sport-Prototypen, das sich in den Wettbewerben der letzten Jahre besonders bewährt hat.

Beim Rundgang durch die exklusive Geschichte der Marke Ferrari entdeckt der Besucher auch das „Tailor Made“-Programm, den höchsten Ausdruck von Luxus, den das Haus zu bieten hat. Ein Ausstellungsraum des Museums wurde Ferraris Centro Stile nachgebaut, in dem die anspruchsvollsten Kunden ihre Auto personalisieren lassen können. Farbpaletten, Stoff- und Ledermuster sowie zahlreiche andere Materialien bieten unendliche Möglichkeiten, den eigenen Ferrari so einzigartig und unverwechselbar zu gestalten, wie es dem Geschmack und der Persönlichkeit des jeweiligen Kunden entspricht.

Die Ausstellungen „90 anni” und „Hypercars” laufen bis Mai 2020.

Neueste Kommentare

 
 
za******:
14.06.2019
Eine Korrektur:
Das Cavallino Rampante prangte 1932 n i c h t in Le Mans erstmals auf der Karosserie, sondern beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps. Das Fahrerduo Brivio/Siena siegte dort vor Taruffi/D'Ippolito (beide für die Scuderia Ferrari auf Alfa Romeo 8C-2300MM; übrigens mit einer Zagato-Leichtbaukarosserie).
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Ein Anmerkung zum Gründungsdatum der Scuderia Ferrari:
Die Vereinbarung zur Gründung der Scuderia Ferrari wurde vom 15. bis 16. November 1929 aufgesetzt. Nachdem die Finanzierung(*) des Gesellschaftervermögens fixiert war, wurde am 29. November die neue Unternehmung notariell beglaubigt und erst am 1. Dezember 1929 (unterzeichnet in der Kanzlei des Modeneser Anwaltes Enzo Levi) wurde die "Società Anonima Scuderia Ferrari" rechtsgültig bzw. o f f i z i e l l gegründet.
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(*) Insgesamt 200000 Lire, verteilt auf 7 Anteilseigner; davon entfielen 130000 Lire auf die Brüder Alfredo und Augusto Caniato sowie auf Mario Tadini (drei Amateur-Rennfahrer und Unternehmer), 50000 auf Enzo Ferrari, 10000 auf Alfa Romeo, 5000 auf Pirelli und 5000 auf den mit Enzo Ferrari befreundeten Mineralwasserhersteller Dr. Ferrucio Testi.
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