Grösser hätte der Kontrast zum ersten Oldtimer Sunday Morning Treffen in Zug vom Mai 2019 nicht sein können! Trugen die Autos einen Monat zuvor teilweise noch Schnee auf dem Dach, so sorgte die Sommer-Sonne am 2. Juni 2019 für Schweisstropfen und Lust auf Schattenplätzchen.
Beste Bedingungen also für einen guten Besucheraufmarsch und tatsächlich waren die begehrten Plätze schon früh vergeben, so dass auch der Aussenparkplatz genutzt werden musste.
Wie auf den Strassen von damals
Das Interessante an Veranstaltungen wie dem Sunday Morning Treffen ist der breite Aufmarsch von einstigen Alltagsautos, heute gerne “Brot-und-Butter-Autos” genannt, die heute oftmals seltener sind als mancher Exote.
Bei den Concours und Rallyes sieht man sie leider nur allzu selten, bei Treffen wie in den Stierenstallungen in Zug sind sie aber sehr willkommen.
Wenn Massenvehikel zu Exoten werden
Wer in Zug durch die Reihen spazierte, konnte immer wieder Autos sehen, die zwar vor 40 oder 60 Jahren an jeder Strassenecke standen, heute aber seltener anzutreffen sind als mancher Ferrari. Ein grüner VW Golf L mit Chromstosstangen der frühen Baujahre etwa, ein Fiat 1100 oder ein Austin A35, aber auch eine BMW Isetta oder ein Opel Kadett A - sie alle gehören zu den Autos, an die wir uns noch erinnern können, obschon sie schon lange aus dem Alltagsverkehr verschwunden sind.
Nur auf alten Postkarten entdeckt man sie wieder, oder eben am Oldtimer Sunday Morning Treffen in Zug.
Auch gerne sportlich
Doch natürlich fuhren in Zug am 2. Juni 2019 nicht nur die braven Alltagsautos von einst auf, sondern auch mancher berühmte Sportwagen aus der Vor- und Nachkriegszeit.
Die Durchmischung machts und so stand dann ein Jaguar E-Type neben einem VW Käfer, ein Matra-Simca Bagheera neben einem Volvo oder ein Maserati Ghibli neben einem Ford. Und auch Jubiläre gab es etliche zu sehen, 2019 scheint ein Jahr der 50- und 100-jährigen Geburtstage zu sein.
Ehrengast Porsche 928
Die Freunde des Porsche 928 waren in einer eindrucksvollen Gruppe eingefahren und parkierten gleich beim Ausgang. Es hätte die Wimpern auf einem Fahrzeug auch gar nicht bedurft, um die aussergewöhnliche Form des Achtzylinder-Frontmotor-Coupé zu betonen.
A propos Coupé, es war auch ein 928 Cabriolet dabei, etwas, was es aber Werk nicht gab, das aber der Baureihe sehr gut angestanden hätte.
Zahlreich waren auch die Alpine-Renault mit ihren Sportwagen A110 und A310 erschienen.
Auch sie fanden im hinteren Teil einen gemeinsamen Platz und das Publikum freute sich über die farblichen und formlichen Akzente.
Ein stetiges Kommen und Gehen
Dem warmen und sonnigen Wetter geschuldet war ein stetiger Wandel im fahrenden Museum. Ständig trafen neue Autos ein, die ersten Fahrzeuge verliessen derweil den Platz bereits in den späten Morgenstunden.
So lohnte sich für die Besucher ein mehrfacher Rundgang, denn immer gab es wieder etwas Neues zu entdecken.
Mehr alt tausend Worte dürfte dürfte die Bildergalerie mit über 100 Fotos zeigen, die noch manch andere Spezialität in den Vordergrund rückt ... und auch ein paar Motorräder zeigt.




































































































































































































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