Bereits zum 27. Mal fand vom 24. bis 27. August 2017 der RAID Suisse-Paris statt. Gemeldet waren 80 Autos, hinter dem Steuer fanden sich viele Frauen und auch junge Autofahrer.
Von Basel nach Paris
Die Strecke führte die Teilnehmer über wunderschönste Strassen durch die Franche-Comté und quer durch das Burgund bis nach Paris. Höhepunkte der sorgfältig ausgesuchten Route waren die Ankunft in Dôle, das Etappenziel mit dem Mittagsbuffet in der Abbaye de Fontenay und das Ziel, Château de Raray, das dem Rallye-Tross einen mehr als angemessenen Rahmen bei der Ankunft bot, vor den Toren von Paris. Nach Paris hinein durfte nicht gefahren werden, weil das Stadtregime bekanntlich rigoros gegen alte Autos mit ihren nicht katalysator-gesäuberten Autos vorgeht.
Auch die aus dem 12. Jahrhundert stammende Abbaye de Fonteney präsentierte sich den Teilnehmer von ihrer besten Seite. Seit 1981 zählt das ehemalige Kloster zum Unesco-Weltkulturerbe, da passte das fahrende Kulturgut ja gut dazu.
Weitgehend gute Wetterbedingungen
Viel Sonnenschein, die aber auch Temperaturen um die 30 Grad brachten, waren für die meisten Teilnehmer ideal, allerdings ermüdete das Fahren in den nicht mit Klimaanlage ausgerüsteten geschlossenen Wagen dann doch das eine oder andere Team.
Und es wurde jeweils zeitig aufgestanden, am Freitag hiess es bereits um 06:00 aus dem Bett zu kriechen, die letzten Fahrzeuge kamen dann erst um 21:00 im Hotel an. Für manchen war das umfangreiche Programm kein Zuckerlecken.
Überraschungssieg
Lange Teilstrecken, knifflige Spezialprüfungen und heisse Temperaturen - auf einen Sieger im Vorkriegsfahrzeug würde man da nicht auf Anhieb tippen. Doch Claude und Andrea Schwegler meisterten in ihrem Chevrolet Master DA von 1934 alle Schwierigkeiten und siegten mit nur gerade 63 Strafpunkten. Damit wurde der Wagen zum ältesten RAID-Sieger aller Zeiten!
Zweite wurden Christian und Fabian Thomi im Sunbeam 20/60 von 1925, also einem noch älteren Wagen.
Auf Platz 3 tauchten dann Thomas und Martin Engler auf einem MG B von 1973, die gleichzeitig auch das Klassement Young Raiders gewannen.
Den Ladie’s Cup konnten Arlette Müller und Sabina Schneider auf einem Bentley T.T. Racer 4.5 von 1934 in Empfang nehmen, das Damenteam im überhaupt nicht lady-liken Vorkriegs-Bentley kam mit nur 125 Strafpunkten auch auf Platz 4 der Gesamtwertung.
Der letzte RAID seiner Art?
Mit dem 27. RAID Suisse-Paris ging auch ein Stück Geschichte zu Ende, denn für die kommenden Jahre überlegt sich die Organisation tiefgreifenden Anpassungen am Veranstaltungskonzept. Auf die rückgängigen Anmeldezahlen, die immer zahlreicheren Konkurrenzveranstaltungen und den Wunsch vieler treuer RAID-Teilnehmer, es etwas weniger anstrengend zu machen, zwingt die RAID-Organisatoren, die Veranstaltung neu auszurichten. Man darf gespannt sein, was sich die Leute um H. A. Bichsel ausdenken für die Zukunft.






















































































































































































































































































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