Technik im Rennwagen (52): Kühle(r-) Stories – eine heisse Sache
Zusammenfassung
Der "Verbrenner" ist in Wirklichkeit eine Wärme-Kraft-Maschine, die mehr Wärme als Kraft erzeugt. Diese Wärme muss in Schach gehalten werden, was mit dem – volkstümlich genannten – Kühler erreicht wird. Eine erfrischende Typologie der Kühleranordnung im Rennwagen ab 1966, mit kurzen Abstechern in die Frühzeit.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Frontkühler
- Der Kühler wandert nach hinten
- Oberflächenkühler – immer wieder versucht, immer wieder erfolglos
- Eiskühlung
Geschätzte Lesedauer: 9min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Wer sucht in diesen heissen Tagen nicht Abkühlung, wo es nur geht? Die Kühlung war auch im Lauf der Geschichte der Automobiltechnik immer wieder ein heisses Thema – und das ist es selbst heute beim Elektroauto (Batterien). Der “Verbrenner”, wie er heute beinahe verächtlich genannt wird, ist ja in Wirklichkeit eine Wärme-Kraft-Maschine, ein thermischer Motor, wie er in Frankreich viel wohlklingender heisst. Er erzeugt mehr Wärme als Kraft, und diese Wärme muss in Schach gehalten werden. Es gibt dafür nur zwei Möglichkeiten: Die direkte, bei der Fahrtwind oder über das Gebläse bewegte Luft den Motor kühlt, oder die indirekte, bei der die Motortemperatur über einen Luft-Wasser-Wärmetauscher unter Kontrolle gebracht wird. Also das, was volkstümlich Kühler heisst und jahrzehntelang das markanteste Design- und Erkennungsmerkmal der meisten Autohersteller war.
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Bilder zu diesem Artikel

Beim Bild mit dem MB W 125-Rekordwagen spricht manches dafür daß es tatsächlich im Januar 1939 auf der RAB bei Dessau entstanden ist. Zwar ist dieses Bild schon oft gezeigt aber auch retuschiert worden. Schemenhaft erkennt man noch hinter dem Fahrer (Rudolf Caracciola) das Hakenkreuz und einen dunklen Strich auf der Fahrbahn. Das dürfte Teil der roten Fahrbahnmarkierung auf der RAB bei Dessau gewesen sein. Es gibt dasselbe Bild größer und mit mehr Details, da kann man diesbezüglich mehr erkennen.
Ein ganz banaler Grund wäre daß die eigentliche Rekordstrecke bei Dessau weniger als 10 Kilometer lang war. Ursprünglich sollte sie deutlich länger werden aber dann entdeckte man dort ein Braunkohlevorkommen. Dessen Wichtigkeit im III.Reich führte dazu daß der gerade Verlauf der Rekordstrecke verkürzt werden mußte. Im Jahr 1954 fanden dort, unter DDR-Regie, jedoch tatsächlich Rekordfahrten über die 10 Meilen statt. Dabei mußte dann im weiteren Streckenverlauf eine Kurve durchfahren werden was aber bei den viel geringeren Geschwindigkeiten der 1,5-Liter-Klasse kein Problem darstellte.
Vor längerer Zeit habe ich Zwischengas dazu auch etliches Material zur Verfügung gestellt, unter anderem die drei Aufnahmen jenes "vierten" Rekordfahrzeugs.
Ganz kurz wurde mein Beitrag nun doch nicht aber manches läßt sich halt nicht in zwei oder drei Sätzen abhandeln.























































































































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