Ayrton Senna - die Zerstörung des Unzerstörbaren
Zusammenfassung
Ayrton Senna war mehr als nur ein Rennfahrer, sogar mehr als der Beste. Er war schillernder Hoffnungsträger einer ganzen Nation und bewies, dass Gnadenlosigkeit und erbittertes Streben nach Siegen auch mit Menschlichkeit und Herzlichkeit einhergehen kann. Dieser Artikel von Hartmut Lehbrink gibt einen Einblick in die unmittelbaren Stunden nach der Tragödie und beschreibt emotional, wie der Name Senna weit über den Asphalt der Rennstrecken dieser Welt von Bedeutung war.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Bedenken aus eigenen Reihen
- Nichts ist in Stein gemeisselt
- Zwischen Lebensfreude und Todestrauer
- Im Nebel der Spekulation
- Hoffnungsträger für eine ganze Nation
Geschätzte Lesedauer: 10min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Der beste Fahrer auf dem besten Wagen wird gewinnen, so verheißen es die Auguren der Branche. Diese Gleichung - auch Frank Williams' Gleichung - klingt einfach - zu einfach. Erste Bedenken kommen aus dem eigenen Lager: “Die Saison 1994 wird die engste seit Jahren", wiegelt Williams-Konstrukteur Patrick Head ab. Seine Begründung: die Autos seien schwieriger zu fahren, die jungen Löwen wie Schumacher, Häkkinen und Barrichello seien heiß, Unwägbarkeiten kämen ins Spiel wie Reifenwechsel und Tankstopps. Bei Testfahrten in Imola im März fährt Michael Schumacher 0,166 Sekunden schneller als Senna, nur eine Kleinigkeit, aber von großer psychologischer Tragweite. "Wir decken unsere Karten nicht auf", meint Senna dazu, "das ist eine gute Tradition im Team." Beim Großen Preis von Brasilien am 27. März muß er sie aufdecken.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel

Senna war nicht unsterblich, er war nicht unfehlbar, er war nicht unverwundbar. Es ranken sich so viele Geschichten und Mythen um ihn, doch die Meisten davon sind Einbildung oder Erfunden.
Wer Senna erleben durfte, sein Können und seine Fahrzeugbeherrschung, wird mir zustimmen, dass er wirklich der Beste der Besten war. Unvergessen, als er mit dem unterlegenen McLaren in Monaco den weitaus schnelleren Nigel Mansell im Williams hinter sich halten konnte. Niemand ausser Senna hatte die Fähigkeit, sein Fahrzeug "breiter zu machen als es war". Er war ein Gigant.
Unvergessen bleibt in meiner Erinnerung leider auch dieser grauenhafte Imola-Unfall. Nach dem Einschlag in der Mauer, als der Williams zum Stillstand gekommen war, gab es in den Live-TV-Bildern die Aufnahmen vom Fernseh-Helikopter zu sehen. Und ganz kurz sah man Senna, wie er geborgen aus dem Williams neben dem Auto auf dem Boden lag - in einer riesigen Blutlacke. Da wusste ich, Ayrton kann das nicht überlebt haben.
Ach, wie sehr hätte ich mich geirrt mit meiner Meinung ...
Verglichen mit dem Unfall von Roman Grosjean in 2020 war Ayrton's Impact (ausgehend vom Zustand des race cars) zwar heavy aber eher unspektulär - mit der heutigen Technik würde er wohl eher etwas benommen aussteigen...
Auf der anderen Seite ist die Formel 1 heute langweilig - eigentlich wird nur noch ein Computer pilotiert welcher dem Fahrer vorgibt was er zu tun hat, eigentlich nur noch eine play station mit G-Kräften und einer Box welche dem Fahrer vorgibt wann er reinzukommen hat...






































































































































Kommentare