Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/3): Impressionen Arosa ClassicCar 2012 - Björn Waldegaard - einmal mehr am Lenkrad eines modernen Porsche, statt im Klassiker (© Bruno von Rotz, 2012)
Fotogalerie: Nur 3 von total 28 Fotos!
25 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 T (1967-1969)
Targa, 110 PS, 1991 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 T (1969-1970)
Targa, 110 PS, 1991 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 E (1968-1969)
Targa, 140 PS, 1991 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 S (1968-1969)
Targa, 170 PS, 1991 cm3
Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 T (1969-1971)
Targa, 125 PS, 2195 cm3
 
Oldtimer Galerie Toffen Gstaad Auktion 2017: Gstaad Auktion der Oldtimer Galerie Toffen 2017
 
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Björn Waldegaard - der bescheidene Rallye-Weltmeister

    11. November 2017
    Text:
    Chiara Schiestl
    Fotos:
    Daimler AG 
    (9)
    Porsche AG 
    (7)
    Bruno von Rotz 
    (2)
    Daniel Riesen 
    (1)
    Balz Schreier 
    (1)
    McKlein Publishing/Verlag Reinhard Klein 
    (1)
    Archiv 
    (7)
     
    28 Fotogalerie
    Sie sehen 3 von 28 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    25 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Er war schnell, treu und blieb auch im Erfolg bescheiden. Björn Waldegaard (auch Waldegard oder Waldegård geschrieben) gehörte zu den ganz grossen Rallye-Fahrern.

    Ein klares Ziel vor Augen

    Björn Waldegaard wurde am 12. November 1943 in Schweden geboren. Er wuchs in einer Bauernfamilie auf dem Land auf, wusste aber schon von klein auf, dass er später einmal Rallyefahrer werden wollte.

    Er war eine ruhige Person, ja beinahe schon etwas schüchtern. Doch seine ruhige Art hinderte ihn nicht daran, seinen Traum in die Tat umzusetzen. Ganz im Gegenteil, genau diese Ruhe und Geduld half ihm in den Anfangsjahren und auch später, wenn so manch anderer die Hoffnung aufgegeben hätte, sein Ziel nicht aus den Augen zu lassen und beharrlich zu bleiben. Dieser Durchhaltewillen zahlte sich aus.

    Björn Waldegard und Lars Helmer an der Rallye Monte Carlo 1969 – Motorsport Classic 2014 Kalender von McKlein
    © Copyright / Fotograf: McKlein Publishing/Verlag Reinhard Klein

    1969 schaffte er es zur Probe ins Monte-Carlo-Werkteam von Porsche und hatte sofort Erfolg. Er gewann die Rallye Monte Carlo hinter dem Steuer eines Porsche 911.

    In den nächsten drei Jahren bei Porsche gewann Waldegaard zweimal die Monte, dreimal die Schweden-Rallye und einmal die Österreichische Alpenfahrt.

    Porsche 911 S 2.3 (1970) - Rallye Monte Carlo 1970 Die Rallye Monte Carlo vom 16. bis 24. Januar 1970 gewannen Björn Waldegaard und Lars Helmer auf Porsche 911 S 2.3
    © Copyright / Fotograf: Porsche AG

    Stolpersteine auf dem Weg zur Spitze

    Doch nach diesen drei, von vielen Erfolgen gekrönten Jahren bei Porsche gab es einen unerwarteten Rückschlag für den Schweden, dessen Herz von Beginn an für Porsche geschlagen hatte.

    1972 zog sich Porsche aus dem Rallyesport zurück und Björn Waldegaard stand ohne Dienstvertrag da. Einige Jahre nach seiner Zeit bei Porsche erklärte er in einem Interview für die deutsche Zeitschrift “Rallye Racing”: „Ich gebe die Hoffnung nie auf, dass Porsche wieder Rallye fährt. Bevor ich meine Karriere beende, möchte ich wieder Porsche fahren.“

    Nach seiner Zeit bei den Zuffenhausenern tat Björn sich schwer, eine Firma zu finden, die seinen Ansprüchen gerecht wurde. „Ich wollte solange keinen festen Vertrag mit einer Firma, bis ich das zweitbeste Auto - hinter Porsche - gefunden haben hatte.“

    Nach vielen Vertragswechseln schien es für einen kurzen Moment, als hätte er mit Toyota einen annehmbaren Ersatz zu Porsche gefunden, jedoch reduzierte Toyota den Etat so drastisch, dass sich Waldegaard erneut auf die Suche machen musste.

    Lancia Stratos (1977) - Waldegard und Thorszelius auf einem Rallye-Stage
    © Archiv Automobil Revue

    1975 fand er dann im Lancia-Team seinen Platz und fühlte sich dort von Beginn an sehr wohl.

    Auch  unter den italienischen Primadonnen blieb er sich und seiner ruhigen Art treu und hob sich so von bunten Vögeln des Lancia-Teams auf sympathische Weise ab.

    Er war immer sehr loyal gegenüber seinem Dienstgeber und beklagte sich nie. Er nahm die Dinge so hin, wie sie eben waren.
    Zusammen mit seinem Beifahrer Hans Thorszelius, der während über zehn Jahre auf dem heissen Sitz neben Björn sass, konnte er viele Siege verbuchen.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Beeindruckende Erfolgsbilanz

    Von 1973 bis 1992 ging Björn Waldegaard in der Rallye-Weltmeisterschaft bei insgesamt 95 Rallyes an den Start und verbuchte in dieser Zeit 16 Siege. Vor allem bei den Rallyes in Afrika, machte er sich einen Namen. Er nahm dort an 25 Rennen teil und gewann sieben davon (vier Safaris und drei Rallyes an der Elfenbeinküste).

    Mercedes-Benz 450 SLC 5.0 (1979) - zweiter Platz für das Team Waldegaard - Throszelius bei der Rallye Bandama 1979
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Seinen wohl grössten Erfolg feierte er 1979, als er als erster Rallyeweltmeister in die Geschichte einging. Diesen Fahrerweltmeister-Titel holte sich Waldegaard auf Ford Escort RS 1800 und Mercedes 450 SLC 5.0. Mit letzterem fuhr er zwar nur die Rallye an der Elfenbeinküste, jedoch waren die Punkte, die er dort erlangte, am Schluss entscheidend für den Titel. Björn Waldegaard brachte es in der Endabrechnung auf 112, sein finnischer Verfolger Hannu Mikkola auf 111 Punkte.

    Rund zehn Jahre nach diesem Triumph schrieb Björn Waldegaard erneut Rallye-Geschichte. An der Safari Rallye von 1990 konnte der damals 46-jährige Rallyefahrer am Steuer eines Toyota Celica GT-4 den vierten Safari-Rallye-Sieg verbuchen. Seither hält er den Rekord, als ältester Fahrer einen Rallye-Weltmeisterschaftlauf gewonnen zu haben.

    Unruhestand

    Nach einem gebrochenen Arm im Jahre 1992 entschied Björn Waldegaard, oder auch Walle, wie seine Freunde in liebevoll nannten, sich aus dem Leistungsport zurück zu ziehen.

    Doch genau so, wie man einen Kapitän, der sein ganzes Leben auf dem Meer verbracht hat, nicht vom Wasser fernhalten kann, konnte auch Waldegaard seiner Passion nicht komplett den Rücken zudrehen.

    Porsche 911 (1970) - Björn Waldegaard mit Sohn Mathias an der East African Safari Classic Kenia 2011
    © Copyright / Fotograf: Porsche AG

    Er nahm noch bis kurz vor seinem Tod am 29. August 2014 regelmässig an historischen Rallyes teil. Mit 68 Jahren, also rund zwei Jahre vor seinem Ableben, holte er sich dort seinen letzten Sieg.

    Björn Waldegaard mit Sohn Mathias an der East African Safari Classic 2011
    © Copyright / Fotograf: Porsche AG

    In den letzten Jahren startete er zusammen mit seinem Sohn Mathias in einem Porsche 911. Somit konnte er am Ende seines Lebens die beiden für ihn wichtigsten Dinge, nämlich den Rallye-Sport und seine Familie, in vollen Zügen geniessen. Und auch sein jahrzehntealter Wunsch, wieder am Steuer eines Porsches Rallyes zu fahrne, ging mit dem 911 in Erfüllung. Das Besondere war, dass es genau jener Wagen war, mit dem seine Karriere 1969 in Monte Carlo begonnen hatte.

    Ein Mann der leisen Worte

    Björn Waldegaard war stets ein sehr bescheidener Mann, still und liebenswert, ohne jegliche Starallüren. Seine Fanpost beantwortete er immer persönlich. Selbst für die wohl am häufigsten geschriebene Frage „Wie werde ich ein Rallye-Profi?“ nahm er sich immer die Zeit, diese auch zum tausendeinhundertfünfzigsten Mal ernsthaft zu beantworten.

    Eines ist klar, Björn Waldegaard wird sicherlich nicht in Vergessenheit geraten. Als Rallyefahrer hatte er ein geradezu sprichwörtliches Gespür dafür, was er seinem Material zumuten durfte. Sein Können und seine fahrerische Klasse bewies er durch seine vielen Siegen. Mit seiner ruhigen, manchmal dadurch vielleicht etwas schroff wirkenden Art hat Björn Waldegaard die Rallyewelt mit viel Bescheidenheit um eine Legende reicher gemacht.

    Alle 28 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Alle Kommentare

     
     
    Cr******:
    14.11.2017 (10:36)
    Ich habe Björn Waldegaard 2011 am Arosa Classic Car getroffen und einem Kollegen auf Englisch übersetzt. Er hatte anlässlich einer Verlosung eine Fahrt mit dem Porsche 550 mit dem Weltmeister als Chauffeur gewonnen.
    Dabei habe ich Björn als den typischen, wortkargen Schweden kurz kennengelernt. Er erklärte in kurzen, klaren,exakten Sätzen den Ablauf - Punkt. Smal-Talk war Fehlanzeige. Die Fahrt war sehr eindrücklich, was der Farbwechsel ins weiss-grünliche im Gesicht meines Kollegen klar dokumentierte.
    :o)
    Er erzählte anschliessend, dass er es immer noch unfassbar hielt, das Björn in engsten Kurven und Brückendurchfahrten das "Pedal to the metal" stehen liess und mit dem linken Fuss auf dem Bremspedal bei Bedarf ein wenig nachhalf. Ein Meister am Lenkrad ist nicht mehr unter uns.
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Porsche 911 T (1967-1969)
    Targa, 110 PS, 1991 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Porsche 911 T (1969-1970)
    Targa, 110 PS, 1991 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Porsche 911 E (1968-1969)
    Targa, 140 PS, 1991 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Porsche 911 S (1968-1969)
    Targa, 170 PS, 1991 cm3
    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Porsche 911 T (1969-1971)
    Targa, 125 PS, 2195 cm3