Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/1): Mercedes-Benz 280 SL (1969) - klassisches Mercedes-Interieur mit Sicherheitslenkrad (© Bruno von Rotz, 2015)
Fotogalerie: Nur 1 von total 17 Fotos!
16 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Mercedes-Benz

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Mercedes-Benz 180 D (W 120) (1953-1959)
Limousine, viertürig, 40 PS, 1767 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Mercedes-Benz 180 Db (W 120) (1959-1961)
Limousine, viertürig, 43 PS, 1767 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Mercedes-Benz 220 S (W 180) (1956-1959)
Limousine, viertürig, 100 PS, 2195 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Mercedes-Benz 180 a (W 120) (1957-1959)
Limousine, viertürig, 65 PS, 1897 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Mercedes-Benz 180 b (W 120) (1959-1961)
Limousine, viertürig, 68 PS, 1897 cm3
 
JM2017: Zwischengas Jahresmagazin 2017
 
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Béla Barényi - der Vater der passiven Sicherheit

    17. Januar 2017
    Text:
    Sara Räss
    Fotos:
    Daimler AG 
    (13)
    Bruno von Rotz 
    (1)
    Archiv Daimler AG 
    (1)
    Copyright Daimler AG 
    (1)
    Archiv 
    (1)
     
    17 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 17 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    16 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Béla Barényi ist einer der grossen Köpfe, wenn es um Sicherheitsvorkehrungen im Automobil geht. Er selbst definierte die passive Sicherheit und entwickelte viele innovative Ideen, um den Fahrer, den Passagier, und das externe Unfallopfer zu schützen.

    Béla Barényi bei der Vorstellun des Mercedes-Benz 230 SL Pagode am Genfer Automobilsalon 1963
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Kindheit und Ausbildung

    Béla Barényi wurde 1907 im heutigen Tschechien geboren, zu einer Zeit als Pferdefuhrwerke das Strassenbild noch beherrschten und Automobile von den meisten noch misstrauisch beugt wurden. Allerdings hatte Barényi das Glück, in einer vermögenden Familie der Österreichischen Monarchie aufzuwachsen. Sein Grossvater, Fridolin Keller, besass einen luxuriösen Austro-Daimler, so gewöhnte und interessierte sich Barényi schon früh für die Fortbewegung im Automobil.

    Im Ersten Weltkrieg und während der Weltwirtschaftskrise verlor die Familie allerdings ihr Vermögen und die Schulgelder der Kinder konnten nicht mehr bezahlt werden. Doch der Junge Béla fand trotzdem einen Weg, 1924 sein Maschinenbaustudium am Wiener Technikum für Maschinenbau und Elektrotechnik zu beginnen.

    1926 schloss Béla die technische Fachschule ausgezeichnet ab. Allerdings führt die Wirtschaftskrise dazu, dass es auch der brillante Kopf, der er war,  nicht leicht hatte, eine Stelle zu finden. Er wurde jeweils befristet bei den Steyr-Werken in Wien, den Adlerwerken in Frankfurt, der Firma GETEFO in Berlin sowie der Société Pendelastic bzw. Soprotec in Paris tätig und sammelte so etwas Arbeitserfahrung.

    Anstellung bei Daimler 1939

    1938 gehörte Barényi zu den vielen Arbeitslosen, die es überaus schwer hatten, eine Stelle zufinden. Er reichte eine Bewerbung an den Chefkonstrukteur von Daimler-Benz, Max Wagner, ein, erhielt aber eine Absage. Glücklicherweise arbeitete zu der Zeit sein ehemaliger Studienkollege Karl Wilfert bei Daimler-Benz, der ihm die Möglichkeit verschuf, ein Gespräch unter vier Augen mit dem Herrn Haspel, dem Leiter der Pkw-Entwicklung, zu führen.

    Rund 50 Jahre Pkw-Sicherheitsentwicklung - Vom weltweit ersten Automobil mit Knautschzone (Typ 220) nach dem Prinzip von Béla Barényi zur neuen C-Klasse
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Wilfert warnte Barényi, nicht länger als zwei Minuten zu reden, da wichtige Leute nicht ewig Zeit haben würden und ihnen das Zuhören ganz schön schwer falle und speziell Herr Haspel sei kein Freund langer Worte.

    Aber Béla hatte vieles zu erzählen und spätestens als er auf die Frage, was an den aktuellen Autos seiner Meinung nach falsch konstruiert sei, “alles” antwortete, schweifte er aus. Und Herr Haspel hörte 22 Minuten lang zu, wie Barényi das Automobil in der Zukunft sah.

    "Ein Haus wie Daimler-Benz kann nicht von der Hand in den Mund leben. Herr Barényi, Sie denken 15 bis 20 Jahre voraus. Sie kommen in Sindelfingen unter einen Glassturz. Was Sie erfinden, kommt direkt in die Patentabteilung”, meinte Dr. Wilhelm Haspel und machte Barényi zum “Konstrukteur für Selbstständige Arbeiten".

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Seiner Zeit voraus

    Barényis Ideen waren seiner Zeit meist Jahre voraus. Das Design des späteren VW Käfers skizzierte er beispielsweise bereits 1925 während seiner Studienzeit. Als Barényi 1955 die Volkswagen GmbH auf Urheberrechtsverletzung verklagte, wurde seine Urheberschaft am VW Typ 1 dann auch gerichtlich anerkannt.

    Béla Barényi erhielt anläßlich seines 80. Geburtstages im Jahr 1987 die Ehrenplakette der Stadt Sindelfingen und ein Portrait von Robert Rettenmayer.
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Und auch bei seinen Ideen zur passiven Sicherheit merkte man häufig erst nachträglich, wie genial sie waren. So war es dann auch bei seinem Konzept mit den Knautschzonen und der Patentnummer DBP 854157. Barényi realisierte, dass die Energie, die bei einem Unfall entsteht, irgendwie umgewandelt werden musste, deshalb sollte ein Fahrzeug einen stabilen Kern haben und vorne und hinten Knautschzonen, die bei einem Aufprall verformt werden können und somit die Energie absorbieren.

    Das Thema Sicherheit war in den Fünfzigerjahren allerdings noch nicht aktuell, wer wollte beim Autokauf denn schon über Unfälle und Insassenschutz reden? Doch Barényi blieb hartnäckig, leistete viel Überzeugungsarbeit und prompt kam 1959 der W111 Saloon als erster Serienwagen mit Knautschzonen auf den Markt.

    Mercedes-Benz 220 S (1960) - Crashversuch gegen Omnibus im Werk Sindelfingen
    © Copyright / Fotograf: Copyright Daimler AG

    Andere Ideen brauchten ganze Jahrzehnte, bis sie in Serie gingen, Beispielsweise die “Verschwindscheibenwischer”, die von der Karosserie verdeckt werden, wenn sie nicht gerade liefen und damit die Verletzungsgefahr von Fussgängern mindern. Das Konzept konstruierte Barényi bereits 1948, verwirklicht wurde die Idee erst 1979 mit der S-Klasse W 126.

    Späteres Wirken

    Im Verlauf seines Wirkens sammelte Barényi 2500 Patente an, die auf seinen Namen ausgestellt wurden. Dazu meinte Karl Wilfert, ein langjähriger Freund Barényis: “Das, ich möchte beinahe sagen Tragische im Werdegang von Herrn Barényi liegt darin, dass sich noch kaum jemand die Zeit dafür genommen hat, sich die vielen weit vorgreifenden Ideen erläutern zu lassen: Man kann, glaube ich, nicht immer mit einem gewissen Unterton sagen, der meldet ja bloß Patente an. Sondern man sollte dabei bedenken, dass diese Patentanmeldungen als geistige Kapitalvermehrung der Firma zu betrachten sind.”

    Béla Barényi in seinem Privatarchiv
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    1974 ging Béla Barényi in Rente, was in seinem Fall, keineswegs etwas mit Ruhestand zu tun hatte. Tatsächlich begann er bei sich zu Hause ein Privatarchiv zum Thema automobile Sicherheit einzurichten, beziehungsweise zu erweitern. Das Haus und sein Archiv verkaufte Barényi Mitte der Neunzigerjahre dann an die Mercedes-Benz AG. 1994 wurde er von der “Automotive Hall of Fame” in Detroit als aussergewöhnlicher Erfinder und Innovator aufgenommen.

    1997 starb Béla Barényi im Alter von 91 Jahren.

    Alle 17 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    mi******:
    27.01.2017 (08:33)
    Eine kleine Anmerkung: der "Verschwindungsscheibenwischer" mag beim W126 als erstem Mercedes realisiert worden sein, woanders gab es den allerdings schon früher. So z.B. beim Opel Kapitän/Admiral/Diplomat B ab 1969.
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Mercedes-Benz

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Mercedes-Benz 180 D (W 120) (1953-1959)
    Limousine, viertürig, 40 PS, 1767 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Mercedes-Benz 180 Db (W 120) (1959-1961)
    Limousine, viertürig, 43 PS, 1767 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Mercedes-Benz 220 S (W 180) (1956-1959)
    Limousine, viertürig, 100 PS, 2195 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Mercedes-Benz 180 a (W 120) (1957-1959)
    Limousine, viertürig, 65 PS, 1897 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Mercedes-Benz 180 b (W 120) (1959-1961)
    Limousine, viertürig, 68 PS, 1897 cm3