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Le Mans Legend 2015 - Doppelsieg für Ford

Erstellt im Jahr 2015
, Leselänge 5min
Text:
Karen Coe / Tamara Tanner / Balz Schreier
Fotos:
Jakob Ebrey Photography 
10
Der siegreiche GT40 von Thuner und Nahum am Le Mans Legend 2015
Derek Hood im JD Coop Jaguar T33D am Qualifying für die Le Mans Legend 2015
Am Donnerstag des grossen Le Mans Wochenendes fand u.a. das Qualifying für das Le Mans Legends Auftaktrennen 2015 statt
John Sheldon im Lotus Elan am Qualifying für das Le Mans Legend 2015
Ludovic Caron in einer Shelby Cobra 289 MkII am Qualifying für die Le Mans Legend 2015

Einen Tag nachdem Ford bekannt gab, dass sie nach Le Mans zurückkehren werden, standen sie erneut im Rampenlicht. Denn zwei GT40, welche in den 60ern bereits in La Sarthe gefahren wurden, hatten an der Le Mans Legend, einem der Auftaktrennen für das darauffolgende 24 Stunden-Rennen, einen Doppelsieg eingeholt.

Bild Der siegreiche GT40 von Thuner und Nahum am Le Mans Legend 2015
Der siegreiche GT40 von Thuner und Nahum am Le Mans Legend 2015

Blaue Ovale auf dem Podest

Bernard Thuner, der schon dreimal am 24 Stunden-Rennen von Le Mans am Start war, dominierte am Steuer des GT40 von Claude Nahum. Denn dieser war nach einer brenzligen Drehung im Qualifying am Donnerstag ausgestiegen. Der Tourenwagen-Schweizermeister von 1994 verlor nur kurz während den Boxenstopps die Führung, während Andrew Smith und James Cottingham sicher stellten, dass zwei Fords auf dem Podium landeten.

Bild Die Sieger der Le Mans Legend 2015 auf dem Podium
Die Sieger der Le Mans Legend 2015 auf dem Podium

Es hätten sogar noch mehr blaue Ovale auf dem Podium repräsentiert werden können, hätten nicht Diogo Ferrao und Martin Stretton gegen Ende des Rennens technische Probleme gehabt.

Neues Reglement eröffnet neue Möglichkeiten

Die GT40 waren eine neue und willkommene Ergänzung zum all-zweijährlichen Unterstützungs-Rennen, nachdem die Regelungen so erweitert worden waren, dass nun auch die moderneren Ford-Modelle teilnehmen konnten. Denn neu dürfen ikonische Maschinen von 1949 bis 1968 mitfahren.

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Missliche Starts hier und da

Thuner schoss von der Poleposition davon in seinem Ford, welcher damals am 24 Stunden Rennen 1968 in den Händen von Mike Salmon und Eric Lidell teilgenommen hatte, während Ferrao das Ganze beobachtete.

Bild Bernard Thuner und Claude Nahum im Ford GT40 Mk1 am Start des Le Mans Legend 2015
Bernard Thuner und Claude Nahum im Ford GT40 Mk1 am Start des Le Mans Legend 2015

Weiter hinten war Viel los; Smith rutschte viele Plätze nach hinten, nachdem es ihn bei Indianapolis verdreht hatte. Auch Richard Meins in seinem GT40 kam schlecht weg am Start, während Sylvain Stepak's Alpina A220 den besten Start erwischte.

Einen unglücklichen Einstieg hatte auch Barrie Williams im Mini Marcos GT, als er seinen leuchtend gelben Wagen in die Indianapolis-Schotterpiste steuerte. Bis er endlich wieder den Weg aus dem Kies gefunden hatte, war er bereits auf den letzten Platz zurückgerutscht.

Die GT40 ziehen allen davon

Über die nächsten paar Runden zogen die GT40 allen davon. Gleichzeitig konnte Smith in seinem ex-Scuderia Bear GT 40, welcher damals 1966 am 24 Stunden-Rennen nach einer Kollision aus dem Rennen ausgeschieden war, seinen Fehler wieder wettmachen und fuhr bei der zweiten Mulsanne-Schikane in der vorletzten Runde auf Platz zwei. Sein Kommentar dazu: Dieses Ding die Muslanne-Gerade hinunter zu fahren war einfach phänomenal!

Während Smith aufholte, rutschte die Alpine weiter nach hinten, Stepak und Jean Luc Blanchemain fielen auf den siebten Platz zurück. Diese wunderschöne Maschine ist in mehr als einer Hinsicht ein faszinierendes Stück Motorsport-Geschichte - sie war unter anderem Pionier von Slicks, also profillosen Reifen, als sie 1968 mit Michelin in Le Mans mitfuhr.

Bild Sylvain Stepak und Francois Bourdin in der Alpine A220 am Qualifying für das Le Mans Legend 2015
Sylvain Stepak und Francois Bourdin in der Alpine A220 am Qualifying für das Le Mans Legend 2015

Spät im Rennen hatte das Sicherheitsfahrzeug noch eingesetzt werden müssen, da sehr viel Öl auf der Strecke verteilt gewesen war, was natürlich stets sehr gefährlich ist. Als der Führungswagen dann schlussendlich in die Box einfuhr, konnten die 61 gestarteten Fahrzeuge die Ziellinie überqueren und der erste der ins Ziel fuhr war Thuner mit seinem Ford GT40.

Wenn man den GT40 zuschaute und die enorme Geschwindigkeit bemerkte, fragte man sich unverzüglich, ob diese im modernen 24-Stunden-Rennen eine Chance hätten. Die besten Rundenzeiten geben Auskunft: Die beste Runde von Thuner war 4:32min - das ist genau 31 Sekunden langsamer als das langsamste Fahrzeug im echten Rennen (Porsche 991 in der Amateur GT Klasse).

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Freche Überholmanöver

Ganz gegen Ende wurde es noch einmal kurz spannend. Ludovic Caron in seiner Shelby Cobra holte in der letzten Kurve noch frech aus und stahl sich auf den zweiten Platz, doch die Rennkommissare sahen in seinem Überholmanöver eine nicht regelgerechte Aktion und setzten ihn später auf den dritten Platz zurück, was den zweiten GT 40 auf den zweiten Rang versetzte und Ford somit zum Doppelsieg verhalf.

Bild Ludovic Caron in einer Shelby Cobra 289 MkII am Qualifying für die Le Mans Legend 2015
Ludovic Caron in einer Shelby Cobra 289 MkII am Qualifying für die Le Mans Legend 2015

In den Top Sechs waren noch weitere GT40; Meins landete auf dem fünften Platz und der Wagen von Philip Walker und Miles Griffith konnte den sechsten Rang erobern. Eine AC Cobra in den Händen von David Hart beendete das Rennen auf dem vierten Schlussrang, nachdem sie als Neunte gestartet war.

Die Sieger

Auch in allen anderen Klassen gab es dominierende Siege, die meisten der Gewinner hatten die Führung durch das ganze Rennen jeweils halten können.

In der Klasse 1 für Fahrzeuge von 1949 bis 1954 mit einem Hubraum grösser als 2000 ccm gewann John Young in einem Jaguar C-type. In der Klasse 2 für gleich motorisierte aber etwas neuere Maschinen hatten sich Clive Joy und Jarrah Venables in einem hellblauen D-type, welcher schon alle Facetten des Motorsports gesehen hat, gegen ihre Konkurrenz durchsetzen können.

In der Klasse 3 für Autos von 1955 bis 1959 mit einem Hubraum kleiner als 2000 ccm ging der Sieg an Dion Kremer in einem Lotus 17 Prototyp, während dem in der Klasse 5 für Autos von 1960 bis 1965 mit denselben Motorgrössen Afschin Faterni in seinem Porsche 904/6 gewann. Dieses Fahrzeug ist eines von zwei Prototypen, welche von Porsche damals eigens für das 24 Stunden-Rennen von Le Mans 1964 mit einem 8 Zylinder-Motor ausgestattet worden waren.

Viele Wiederkehrer

Insgesamt 14 aller dieses Jahr gestarteten Fahrzeuge waren bereits einmal an einem 24 Stunden-Rennen in Le Mans am Start. Auch Fahrzeuge, die in neuerer Zeit bereits auf der legendären französischen Rundstrecke gefahren sind, waren dabei. So auch ein weiterer GT40 von 1966, den Marc Doncieux am Le Mans Legend auf den elften Platz pilotiert hatte.

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Die liebe Sonne...

Am Samstag hatte klarer Sonnenschein für sehr hohe Temperaturen in Le Mans gesorgt, was viele der Zuschauer gefreut haben mag, doch vielen Autos machte die Hitze zu schaffen, darunter auch viele Le Mans-Veteranen. Auch der Alfa Romeo TZ1 von 1964 von Holly Mason-Franchitti und Charles Knill-Jones nahm in der ersten Runde nicht teil, da er unter den Temperaturen litt.

Auch einige der Fahrer waren Veteranen eines der grössten Motorspot-Rennen, die es gibt. Unter ihnen war auch der ehemalige britische Tourenwagen-Meister Steve Soper, welcher nach ganzen 15 Jahren wieder nach Le Mans kam und zwar am Steuer eines Jaguar E-type semi-lightweight. Er beendete das Rennen auf dem zehnten Schlussrang.

Gelungener Auftakt

Die enorme Vielfalt von Motorsport-Legenden im Startfeld der Le Mans Legend war ein beeindruckender und schöner Auftakt für das darauffolgende Le Mans 24 Stunden-Rennen, welches danach für genauso viel Freude und Spannung sorgte.

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Bild Diogo Ferrao im Ford GT40 am Qualifying für das Le Mans Legend 2015
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Bild Ludovic Caron in einer Shelby Cobra 289 MkII am Qualifying für die Le Mans Legend 2015
Bild Sylvain Stepak und Francois Bourdin in der Alpine A220 am Qualifying für das Le Mans Legend 2015
Bild Bernard Thuner und Claude Nahum im Ford GT40 Mk1 am Start des Le Mans Legend 2015
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