Die knapp 6 Kilometer lange Rennstrecke in Daytona dient, seit Dan Gurney 1962 das Drei-Stunden-Rennen gewann, immer wieder als Austragungsort internationaler Motorsportveranstaltungen. Die Langstreckenrennen in Daytona gehören noch heute zu den beliebtesten Terminen im Kalender der Motorsport-Fans. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch der historische Motorsport den Weg nach Florida gefunden hat.
Vom 10. - 13. November 2016 machten historische Motorsport Teams sowie die Trans-Am Series in Daytona die Rennstrecke unsicher. An drei Tagen starteten historische und moderne Fahrzeuge. Die Wagen wurden in zehn Gruppen unterteilt, die von “Vintage Sports Cars” über “Prototyp” bis “Modern Global GT/Cup Series” reichten. Ausserdem gab es acht Klassen in denen um Punkte und Titel gerungen wurde.
Am Freitag startete der Event, nachdem am Donnerstag bereits eine Einführung für die Teams und eine Testfahrt stattgefunden hatte. Das Publikum wurde mit gutem Wetter und noch besseren Rennen verwöhnt. Als erstes standen die Teilnehmer der “Bob Woodman Tire International American Challenge” am Start. Darauf folgten zwei TransAm-Rennen, einige Sprintrennen für alle Kategorien und ein paar Nachtrennen für historische Fahrzeuge erzeugten das echte Langstrecken-Feeling.
Schweizer Sieg in Florida
Toni Seiler im Lola T70 Mk III B gewann mit Abstand das Nachtrennen in der "Vintage Sports Cars" Kategorie, seine beste Runde wurde mit 1:56.450 gemessen. Ebenfalls gewonnen hatte er den 60-Minuten-Lauf, den er sich aber hart erkämpfen musste. Die Konkurrenten Beaumont/Greensall auf McLaren M1B (1966) fuhren die beste Runde nur eine Sekunde langsamer im Vergleich zu Seiler mit 1:54.867.
Japanischer Exot auf dem Podest
In der Klasse "V4" der 60er-Jahre Tourenwagen gewann Pablo Peon mit seinem exotischen Fahrzeug Datsun 510 das Nachtrennen.
Der mit einem 2-Liter-Motor ausgestattete Motorsportler ist in den USA sowieso auch in Europa ein seltener Gast auf der Rennstrecke. Unbekannt ist der Datsun 510 aber trotzdem nicht, denn 1971 und 1972 konnte John Morton damit Klassensiege im Gesamtklassement der Trans-Am Series für sich sichern. Ebenfalls bekannt und gefürchtet war der Datsun 510 im Rallysport, 1970 gewann Edgar Herrmann und Co-Pilot Hans Schüller die East African Safari Rally sowie 15 Jahre später die Australian Rally Meisterschaft im Jahre 1985.
Dass in diesem Nippon-Wagen viel Bums steckt, verraten nur schon die Rundenzeiten: schneller als besser motorisierte Konkurrenten wie Datsun 280ZX, Porsche 944 oder Porsche 911 SC und auch schneller als vom Hubraum her ebenbürtige Gegner wie BMW 2002 und Alfa Romeo Spider.
HSR Renn-Saison
Nach diesem Wochenende verbleibt nur noch ein Rennen der HSR-Saison (Historic Sportscar Racing) und zwar das 12-Stunden-Rennen in Sebring, deshalb gaben die Fahrer noch einmal richtig Gas. Für die TransAm-Serie war das Rennen in Daytona sogar das letzte des Jahres.









































































































































































































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