Bevor um 16:00 Uhr am Samstag die modernen Rennwagen von der Leine gelassen und bis zur gleichen Zeit am Sonntag nicht mehr eingefangen wurden, starteten am 20. Mai um 9:00 Uhr die Fahrer der ADAC Youngtimer-Trophy zur 24h Classic Nürburgring. Dem Namen zum Trotz dauerte das Rennen für historische Fahrzeuge natürlich keine 24 Stunden, denn sonst wäre es der Hauptveranstaltung am Nachmittag in die Quere gekommen. Doch auch bei nur drei Stunden Dauer bot das Klassikerfeld in der "Grünen Hölle" den früh angereisten Motorsport-Fans gute Unterhaltung.
Denn das historische Material wird bei der Youngtimer-Trophy nicht geschont und fuhr im Eifel-Vorprogramm den normalen NLS-Kurs, also eine 25 Kilometer lange Runde über GP-Strecke und Nordschleife. Wie sehr der Eifelkurs die Rennwagen belastet, zeigte sich schon nach 15 Minuten am Ford Escort von Thomas Fröhlingsdorf. Dem grünen Hundeknochen platzte in der zweiten Rennrunde auf der Quiddelbacher Höhe der Motor, woraufhin er mit den Hinterrädern auf seiner eigenen Ölspur ausrutschte, sich querstellte und – nachdem die breiten Slicks plötzlich wieder Grip bekommen hatten – sich am Flugplatz heftig überschlug. Der Fahrer blieb dankenswerterweise unverletzt.
Auch den VW Scirocco von Tobias Hoischen zermürbte die Nordschleife. Gut 50 Minuten vor Schluss verlor das Coupé am Brünnchen ein Vorderrad und Schlug in die Leitplanke ein. Auch hier blieb es beim Materialschaden.
Mercedes im Porsche-Sandwich
Porsche und BMW dominierten das Starterfeld sowie die ersten zehn Gesamtränge, von denen neun an eines der beiden vorgenannten Fabrikate ging. Nur ein einziger Mercedes-Benz konnte sich zwischen den Platzhirschen, wobei er sogar die meisten hinter sich liess: Ralf Schall fuhr seinen 190 E 2.5-16 auf den zweiten Platz und musste sich nur Björn und Georg Griesemann geschlagen geben, die 18 Runden in 3:05:21,635 Stunden zurücklegten und mit ihrem Porsche 911 RSR souverän gewannen. Das Siegerpodest vervollständigte ein weiterer Porsche 911 RSR: der ehemalige IMSA-Rennwagen von Oliver Boyke und Ruben Zeltner, der nach einer furiosen Aufholjagd nur 36 Sekunden hinter Ralf Schall ins Ziel kam.
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