VW Golf Country – ein Golf für alle Fälle
Zusammenfassung
Der Allradantrieb war bei Volkswagen im Jahr 1989 nicht mehr neu, aber dass man den VW Golf höher legte und ihm eine brachiale Geländewagen-Optik gab, hatte trotzdem etwas von einer Sensation. Das Ergebnis ging dann sogar in Serie und fuhr sich durchaus überzeugend, auch wenn sich der traktionsstarke VW Golf Country eher für Asphalt und Kies eignete als für unwegsames Gelände. Dieser Bericht gilt einem der überlebenden VW Golf Country, erzählt seine Geschichte und zeigt ihn auf vielen Abbildungen und in der Verkaufsliteratur von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Schnell?
- Hoch?
- Geländewagen?
- Volkswagen?
- Flott?
- Am Kunden vorbei?
- Selbstversuch
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Allzu viel verriet die Automobil Revue nicht, als sie beim Rückblick auf den Genfer Autosalon vom März 1989 auf eine neue Volkswagen-Studie hinwies: “Geländegängiger VW Golf: Geländetauglichkeit mit Limousinen-Komfort verbindet die in Genf gezeigte VW-Studie auf der Basis des Typs Golf Syncro. Rohrrahmen vorn und hinten und ein Steinschlaggitter schützen Karosserie und Triebwerkseinheit”. Zu jenem Zeitpunkt war der Bau der Studie “Montana” noch keineswegs beschlossene Sache. Doch das Interesse am hochbeinigen Golf war gross und so stand auf der IAA im September 1989 bereits das Serienmodell namens Golf Country.
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"Damals" war das "Neuland" - "Offroad" war chic. Auch heute noch finde ich, daß der Country 'ne schöne und auch funktional absolut überzeugende Idee war. Der bessere Niva... :-)
Klappt heute bei VW sicher nicht mehr, sowas rauszubringen... da wird vorher der Mainstream ausgiebig befragt - so eine "Pleite" passiert VW sicher nicht mehr.
Ich bewege jetzt das auffallende Fahrzeug in der Stadt München und in der Umgebung besten, das von Passanten zwar als >toll< und >schön<(!) leider aber auch bis zuweilen als >hässlich< und Achtung - zuletzt von einem meiner Oldtimerfreunde als >Missgeburt<(!) bezeichnet wurde. Sein Abzug ist m. E. mehr wie ausreichend - erinnert sogar an den GTi der Serie I. Schade finde ich die mäßige bis schlampige, geradezu billige Verarbeitung des Interieurs.
X Kunsthoffteile von der Innenverkleidung haben sich inzwischen verabschiedet und müssen alle ersetzt werden. Der Teppich ist auch billig und hässlich bzw. nicht strapazierfähig. Im Juni hat er HU und ich werde trotzdem die Gelegenheit nutzen - ihn dann nach genau 30 Jahren Erstzulassung den Paragraphen 23 StVZO absolvieren zu lassen. Vorab müssen drei der Fensterrahmen ersetzt werden, die total heruntergerottet sind. Ansonsten ist Rost kaum ein Thema. Auf alle Fälle wird es sich lohnen, das Auto zu halten - ist er und wird er doch ein richtiger Exot (bleiben) - nicht nur im aktuellen SUV-Einheitsbrei ...
Stephan M. Schuster, München 11. Mai 2021
Für den Rambo-Look 8000 Mark mehr zu zahlen war ich aber nicht bereit. Da kaufte ich mir dann lieber einen BMW 525iX. Der war auch nicht soo viel größer, aber entschieden bequemer und praktischer.
Danke für diesen Bericht über den Golf Country.
Leider finde ich es schade, dass Sie einen Country vorstellen der weder die original Felgen noch die richtigen Zusatzscheinwerfer hat.
Zudem fehlen die Seitenaufkleber und die Sitze sind kaputt.
ich hatte total 3 Country für meinen Betrieb, 1 x Rot und 2 x Blau. Die Wägelchen haben den Anforderungen im Gelände, im Schnee und Eis und Morast auch teils mit Anhänger immer sehr gut entsprochen. Der Letzte von den Dreien lief unter 6 verschiedenen Fahrern total 260 000 Km. Er geniesst meines Wissens bei Garage Weibel Aarberg seinen verdienten Lebensabend


































































































































































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