VW 1500 Variant im (historischen) Grosstest
Zusammenfassung
Schon 1962 waren Kombis interessant! In einem sehr detailierten Testbericht wurde damals der neue VW 1500 Variant mit all seiner Technik auf Herz und Nieren geprüft. Komplettiert wurde der Bericht durch viele Einzelbetrachtungen und Betriebskostenkalklulationen. Dieser Artikel gibt den Originalwortlaut des damaligen Motor-Rundschau-Testberichts wieder, ergänzt durch viele zeitgenössische Bilder.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Kauft mehr Kombis!
- Sorgfältige Verarbeitung und Design
- Bekannte Vorzüge in neuem Gewand
- Einzelbewertung Motor Vierzylinder-Viertakt-Boxer, Luftkühlung
- Einzelbewertung Getriebe Viergang, vollsynchronisiert
- Einzelbewertung Strassenlage
- Einzelbewertung Federung
- Einzelbewertung Bremsen
- Einzelbewertung Ausstattung
- Einzelbewertung Gepäckräume
- Einzelbewertung Tank
- Einzelbewertung Batterie
- Preis, Grundcharakteristiken und Fahrleistungen
- Unsere speziellen Wünsche
- Weitere Messungen
- Bereits erfüllte MR-Wünsche
- Technische Daten
- Auf Mark und Pfennig
Geschätzte Lesedauer: 12min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Es ist der weltweit betreute VW 1500 mit seinem Flachbau-Hecktriebsatz und einer für einen Heckmotorwagen überraschend guten Strassenlage. Hier in der Ausführung als „Variant" mit grossem Nutzraum im Heck, ausser dem Bugkofferraum. Es ist ein preisgünstiger, wirtschaftlicher, dreitüriger Kombiwagen. Viel mehr Kombiwagen sollte man in Europa fahren, Amerika tut das schon. Sie sind zwar etwas schwerer als die Limousinen, weil das Heck grossräumiger und die Hecktür grösser ist als ein Kofferdeckel. Das macht am Beispiel Variant rund 50 kg aus. Dafür ist jetzt im Heck grosszügiger Platz für Gepäck vorhanden und noch viel mehr, wenn die Hecksitzbank vorgeschwenkt wird. Dazu ist natürlich der Bugkofferraum, wie beim VW 1500, auch beim Variant unverändert vorhanden.
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Die im Test bemängelten, fehlenden Ausstellfenster hinten gab es natürlich, nur eben nicht im einfachsten N-Modell (N=Normalausstattung). Und daß dem Tester die absolute Besonderheit der Getriebeübersetzung nicht aufgefallen ist, ist auch schade. Denn eine Fernfahrt auf der Autobahn war mit dem VW 1500/1600 etwas ganz besonders Angenehmes, wer hatte in den 60er Jahren schon eine Übersetzung von 0,89:1 im 4. Gang? Das war fast wie ein 5. Gang, den zugegeben die Variante mit 54 PS besser ausnutzen konnte. Diese schnellere Variante war auch erheblich weiter verbreitet als der schwächere 45 PS Wagen. Die Scheibenbremsen und auch die 12-Volt-Anlage bekam dann der VW 1600 ab August ´65. Solch ein Modell bis Anf. ´66 besaßen wir, in der Farbe Seesand, mit komplett braunem Luxusinnenraum, also auch das Lenkrad, das Armaturenbrett, etc.. Wie diese Sonderserie hieß, habe ich i.M. vergessen, vielleicht weiß es jemand?


@sc****: Das Schrullige ist ja eben das, was die meisten von uns an Oldtimern schätzen. Sonst würden wir ja alle moderne Elektroautos fahren. Was die alles an verrückten Ideen hatten, damals! Alles erhaltenswert. Teil der Geschichte. Leider geil. Mein Traumauto: Tatra 87. Völlig wahnsinnig, aus heutiger Sicht! Aber wie aufwendig! Und wie schön! Hans Ledwinka war ein Genie!
Ja, VW war hilflos. Und starrsinnig (was VW damals und dann wieder im Dieselskandal auch beinahe die Existenz gekostet hätte). Insofern wunderbar bemitleidens- und liebenswert.

































































































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