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Bild (1/2): Cadillac Fleetwood Sixty Special (1970) - die Bundesratslimousine vor eindrücklichem Alpenpanorama (© Balz Schreier, 2013)
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    Unterwegs in der Bundesrats-Limousine Cadillac Fleetwood Sixty Special

    Erstellt am 27. April 2013
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (28)
    Balz Schreier 
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    “Bringet mi bitte zum Bundeshuus”, so oder so ähnlich dürfte es vor 40 Jahren aus dem Fond des Cadillac Fleetwood Sixty Special getönt haben, nachdem Pierre Graber oder Rudolf Gnägi, beides Bundesräte der Schweizerischen Eidgenossenschaft anfangs der Siebzigerjahre, ihren Platz in der Staatslimousine eingenommen hatten.

    Cadillac Fleetwood Sixty Special (1970) - grosse Fensterflächen, lange Überhänge
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Der schwarze Viertürer, der am 13. Januar 1970 ausgeliefert worden war und als einer von fünf bauähnlichen Bundesratslimousinen genutzt wurde, unterschied sich kaum von anderen Cadillac jener Zeit. Einzig die Anbringvorrichtung für eine Fahne vorne rechts musste als Erkennungsmerkmal herhalten.

    Reichhaltige Ahnengalerie

    Der Name des Cadillac Fleetwood Sixty Special setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. Die “Fleetwood Body Corporation” in Pennsylvania war eine Karosseriebaufirma, die 1910 gegründet wurde und wie damals üblich Aufbauten auf Chassis unterschiedlicher Hersteller fertigte, die wegen ihrer hohen Handwerkskunst und Finesse gerühmt wurden. Ab 1925 konzentrierte man sich auf Cadillac, als die Firma von General Motors übernommen wurde. Im Jahr 1931 wurden die alten Herstellungshallen geschlossen und die die Arbeitsplätze in das Werk 18 nach Detroit verschoben. Aus dem einstigen Zulieferer wurde schliesslich eine Modellbezeichnung.

    Bereits 1938 entstand der erste “Sixty Special” nach einem Design von Bill Mitchell. Dieser ersten Generation (1938-1941) folgten bis 1964 sieben weitere.

    Für das Baujahr 1965 dann erschien der Sixty Special auf der verlängerten GM-C-Plattform und mit einem 7-Liter-V8-Motor. Mit 3,38 Metern Radstand, 5,78 Metern Länge und rund 2,03 Metern Breite war der Cadillac ein imposantes Fahrzeug, dessen Gestaltung wieder von Bill Mitchell geleitet worden war.

    Wie üblich gönnte man der Limousine von Jahr zu Jahr mehr oder weniger starke Anpassungen, 1967 und 1969 führte man umfangreiche Faceliftings durch.

    Einfache technische Konzeption

    Der heckgetriebene Cadillac war ein konventionell konzipiertes Fahrzeug. Der V8-Motor, der für das Jahr 1969 auf 7,7 Liter vergrössert worden war und damit 380 SAE-PS leistete, wies hängende Ventile und eine zentrale Nockenwelle auf. Ein Fallstrom-Vierfachvergaser reichte für die Gemischaufbereitung. Die Kraft wurde über die sogenannte “Turbo Hydramatic”, die sich aus einem Drehmomentwandler und einem 3-Gang-Planetengetriebe zusammensetzte, auf die Hinterachse geleitet.

    Ein massiver Kastenrahmen mit Traversen bildete die Basis für die grosse Limousine, die Räder waren vorne einzeln, hinten an einer Starrachse aufgehängt, gebremst wurde mit Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten.

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    Innovativ

    Cadillac rühmte sich vieler Innovationen, so etwa die sich automatisch lösende Parkbremse (1960), das Zweikreisbremssystem (1962), die automatische Klimaanlage (1964), die variabel übersetzte Servolenkung (1966) oder etwa das geschlossene Motoren-Kühlsystem (1969). Auch für das Baujahr 1970 kamen wieder neue Ergebnisse der Entwicklungsabteilung zum Einsatz, so eine neue Hinterachse, eine Radio mit automatischer Sender-Such-Funktion oder neuartige Achsschenkel vorne. Cadillac kommt aber auch der Verdienst zu, 1915 den ersten amerikanischen Serien-V8 gebaut zu haben. eine Bauweise, die auch der 70-er Cadillac nutzte.

    Luxus pur

    Die ausladenden Dimensionen erlaubten es dem Bundesrat auf der Sitzbank im Fond ganze Aktenberge auszulegen. Aber viel Platz war nicht der einzige Vorzug der meistverkauften Luxuslimousine jener Zeit. Die Fleetwood-Modelle, deren Radstand nochmals 9 Zentimeter länger war als jener der preiswerteren Typen Calais und De Ville, verfügten auch über die umfangreichste Luxusausstattung aller Cadillac-Fahrzeuge. So gehörte das verstellbare Lenkrad genauso zur Serienausrüstung wie eine pneumatische Niveauregulierung hinten. Auch Zentralverriegelung und Scheibenwischer mit drei wählbaren Geschwindigkeiten gehörten zum serienmässigen Ausrüstungsumfang.

    Cadillac Calais Hardtop Sedan (1969) - schön ausstaffiertes Interieur - Abbildung aus Verkaufsprospekt
    © Zwischengas Archiv
    Oldtimer Galerie Oktober 2019

    Die Verbindung GM mit der Schweiz

    Warum man sich beim Bund für den Cadillac entschieden hat, ist neben dem gebotenen Komfort und dem Luxus-Prestige wohl auch auf die spezielle Positionierung der General Motors in der Schweiz zurückzuführen. Denn in Biel wurden zwischen 1934 und 1975 im grossen Stil Fahrzeuge montiert und damit viel lokale Wertschöpfung betrieben. Bis zu 17’000 Autos verliessen die Fertigung, vor allem Opel-Fahrzeuge aber auch einige Erzeugnisse amerikanischer Herkunft.

    Die modernen Cadillacs gehörten allerdings nicht mehr dazu, denn bereits seit 1940 waren sie reine Importfahrzeuge, wurden aber im Lager Studen einer umfangreichen Endkontrolle (inkl. Test im Funktionsprüfstand)unterzogen, den Zulassungsbestimmungen in der Schweiz angepasst und schliesslich wieder mit einer Schutzwachsschicht überzogen.

    Nicht billig, aber komplett

    49’100 Franken musste man 1970 für einen Cadillac Fleetwood Sixty Special bezahlen, einen teureren Cadillac gab es zu jener Zeit nicht. Allerdings war das Angebot in der Schweiz auch wesentlich übersichtlicher, wurden doch nur drei Typen angeboten.

    Cadillac Fleetwood Sixty Special (1970) - die seitlichen Rundungen nehmen der Karosserie etwas die Strenge
    © Zwischengas Archiv

    Für den stattlichen Preis erhielt man ein vollständig ausgestattetes Fahrzeug, denn Automatik, Servolenkung, ein verstellbares Lenkrad, elektrische Scheibenheber und Sitzverstellung waren genauso inbegriffen, wie ein Mittelwelle-Radio mit versenkbarer Antenne und einem Lautsprecher im Fond.

    Für dasselbe Geld hätte man aber auch zwei Alfa Romeo Giulia GTA, drei Audi 100, die halbe Produktpalette von BMW (1600, 2002, 2000 und 2800 CS als Wagenpark) oder jedes Mercedes-Modell mit Ausnahme des 300 SEL 6.3 und des 600ers kaufen können und hätte sogar noch Rückgeld erhalten. Einen Jaguar XJ6 4,2 de Luxe hätte man für 32’500 Franken erhalten, und ein VW Käfer kostete damals mit 1,2-Liter-Motor erschwingliche 6’495 Franken.

    Es war also wirklich kein billiges Vergnügen, Cadillac zu fahren. Dazu trug auch der Verbrauch von 18-23 Litern pro 100 km bei und der Treibstoff hatte zudem der teuren Super-Qualität zu entsprechen.

    Nicht nur bei Bundesräten beliebt

    Die Vorzüge des voluminösen Fleetwoods überzeugten aber auch andere Autofahrer. In Mafiakreisen zum Beispiel war der grosse Cadillac sehr beliebt, wohl weniger wegen seines sportlichen Auftritts als wegen des riesigen und gut beladbaren Kofferraums, in dem man locker zwei oder drei Leichen unterbringen konnte, ohne dass sie dazu verbogen werden mussten, was sicher ein Vorteil war, wenn sie schon etwas steif waren. Dank der Niveauregulierung konnte die schwere Last zudem gut kaschiert werden.

    Cadillac Fleetwood Sixty Special (1970) - breiter und gut beladbarer Kofferraum, gross genug für ein Schläfchen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    In den amerikanischen Fernsehserien der frühen Siebzigerjahre jedenfalls tauchen die grossen Limousinen häufig auf, werden aber natürlich nicht nur von den “Bösen” benutzt.

    SC75

    Freude am Gleiten

    Setzen wir uns also in die mächtige Limousine. Vor uns ragt ein grosses Lenkrad mit dünnem Kranz in die Höhe, es bietet nicht viel Halt, aber dank starker Servounterstützung reichen zwei Finger, um die Fahrtrichtung zu ändern. Gestartet wird der Cadillac mit dem Zündschloss rechts vom Lenkrad und sofort ertönt erstaunlich deutlich der V8-Motor.

    Die Automatik wird über den Lenkradhebel bedient und mit dem ersten Gasstoss setzt sich die Limousine einem Boot gleich in Bewegung. Der Bug taucht auf, das Heck hinunter und die Lautäusserungen des Motors werden deutlicher und lauter. Der Wagen schiebt sich nach vorne und gewinnt an Fahrt. Eine Uhr könnte man im fahrenden Cadillac jedenfalls nicht hören, aber der Klang des 7,7-Liter-Motors hat eine attraktive Note. Der Vortrieb ist zwar spürbar, aber man wundert sich schon ein wenig, wieviele der 380 Pferdestärken es wirklich bis auf die Strasse schaffen.

    Cadillac Fleetwood Sixty Special (1970) - Geschaltet wird mit dem Hebel am Lenkrad, drei Gänge bietet die Automatik
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Bereits auf den ersten Metern spürt man die Komfortorientierung der Cadillac-Ingenieure, denn der Wagen ist sehr weich gefedert und wenig gedämpft. In Kurven neigt er sich stark zur Seite, über Bodenwellen taucht er tief ein. Für Fahrdynamiker und Slalomspezialisten ist der Cadillac nicht gedacht, er verlangt nach einem sorgfältigen Strich durch Kurven ohne hektische Einmischungen durch den Fahrer. Früh bremsen, langsam durch die Kurven fahren, zart beschleunigen, das war wohl die Devise für die damaligen Bundesrats-Piloten, sollten die ausgelegten Aktenberge nicht durcheinander geraten.

    Nicht, dass es nicht auch etwas schneller gehen konnte, denn der Cadillac blieb gemäss damaligen Testberichten stets gut beherrschbar, auch wenn die Reifen frühzeitig mit deutlichem Quietschen den Verlust der Haftung ankündigten. Der renommierte Journalist und Rennfahrer Paul Frère jedenfalls empfahl damals eine Erhöhung des Luftdrucks, wenn es auf kürzere Reisezeiten ankam.

    Die grosse Fahrzeugbreite fällt beim Navigieren zwar auf, aber der Cadillac fühlt sich übersichtlicher und kompakter an, als er es tatsächlich ist. Nur auf die Überholspur von Autobahnen in Baustellen darf man heute nicht mehr, denn mit über 2 Metern Breite und über 2,2 Tonnen Leergewicht zählt der Amerikaner heute praktisch zum Schwerverkehr.

    Cadillac Fleetwood Sixty Special (1970) - überragte die meisten anderen Auto in Länge und Breite
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Spätere Cadillac-Generationen waren schmäler, offerierten aber auch nicht mehr derart generöse Platzverhältnisse für sechs Personen, was aber wohl nicht der Grund ist, dass Bundesräte heute mit deutschen Limousinen unterwegs sind.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen , die den portraitierten Cadillac im Angebot hat, für die Gelegenheit, uns wie ein Bundesrat von damals fühlen zu können.

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