Ungewöhnliche Modellgeschichte - übrig blieb der Studebaker Avanti
Zusammenfassung
Am 10. Dezember 1963 hatte Studebaker aufgehört, in den USA Autos zu bauen. Seit 1904 hatte die Firma mit mehr oder weniger Erfolg durchgehalten; die gegen Schluss hin immer schlechter werdende Führung vermochte den Konkurs nicht mehr abzuwenden. Das letzte Modell des Werks war der Avanti; er wurde vom damaligen Studebaker-Präsidenten Sherwood Egbert und dem Stardesigner Raymond Loewy aus der Taufe gehoben. Dieser Artikel blickt auf die Geschichte des einmaligen Studebaker Avanti zurück und zeigt Fotos und Verkaufsprospekt-Unterlagen aus der Zeit.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Sherwood Egbert wird «geholt»
- Kunststoff hat Vor- und Nachteile
- Lark-Cabrio-Chassis
- An der New York Autoshow 1962
- Zwei amerikanische Geschwindigkeitsrekorde zur Verkaufsankurbelung
- Dem Ende entgegen
- Vier Nonstopfahrten Los Angeles-New York
- Dann der Avanti II
- 100 Autos, 100 Mitarbeiter
- Zweiter Fabrikantenwechsel
Geschätzte Lesedauer: 15min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Am 10. Dezember 1963 hatte Studebaker aufgehört, in den USA Autos zu bauen. Seit 1904 hatte die Firma mit mehr oder weniger Erfolg durchgehalten; die gegen Schluss hin immer schlechter werdende Führung vermochte den Konkurs nicht mehr abzuwenden. Das letzte Modell des Werks war der Avanti; er wurde vom damaligen Studebaker-Präsidenten Sherwood Egbert und dem Stardesigner Raymond Loewy aus der Taufe gehoben. Loewy hatte Studebaker schon einige Male aus der Klemme geholfen. Während des Kriegs hatte die Firma mit Armee-Aufträgen viel Geld verdient und konnte sich endlich wieder einmal als «finanziell gesund» betrachten, was durchaus nicht immer der Fall gewesen war. Am 5. Oktober 1945 wurde bereits das erste Nachkriegsauto gebaut; und wenn es sich dabei auch um ein Modell 1942 gehandelt hatte, arbeiteten Loewys Studios doch schon angestrengt an einem wirklich neuen Wagen. Bereits im April 1946 wurde das neue Auto als Modell 1947 aller Welt vorgestellt. Für seine Zeit handelte es sich dabei wahrhaftig um etwas Bahnbrechendes. Virgil Exner, ein Designer aus den Loewy-Studios, hatte dieses erste echte Nachkriegsauto derart modern entworfen, dass man sich zuerst daran gewöhnen musste. Dennoch verkaufte sich der Wagen erstaunlich gut, offenbar vor allem deshalb, weil sich die Konkurrenz noch mit alten Entwürfen herumschlagen musste.
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