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Bild (1/4): Triumph Spitfire 1500 (1977) - 1,49 Meter breit (© Bruno von Rotz, 2019)
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    Triumph Spitfire 1500 - der Gallier unter den Sportwagen

    20. Februar 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Mit dem Triumph Spitfire 1500 verhielt es sich Ende der Siebzigerjahre ähnlich wie mit den berühmten Galliern Asterix und Obelix. Eigentlich waren seine Zeiten vorbei, aber er überlebte eben dank (fast schon) magischer Kräfte.

    Auf dem Genfer Autosalon im März 1980, wo er immer noch zu sehen war, stach er heraus wie eine Rose in einem Salatbeet – farbig (gerne in Senfgelb oder Orangerot), kompakt, günstig (13’890 Franken) und betörend offen!

    Triumph Spitfire 1500 (1977) - offen begeistert der Roadster am meisten
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Cabriolets waren zu jener Zeit Mangelware, fast ausgestorben. Nur noch eine kleine Anzahl Anbieter konnte überhaupt noch komplett offene Autos ohne Überrollbügel  anbieten. Der Triumph Spitfire aber stammte aus einer anderen Epoche.

    Fünf Generationen

    Im Herbst 1962 wurde der Triumph Spitfire als Alternative zum Austin-Healey vorgestellt. Auf der Basis von Chassis und Technik des Triumph Herald hatte Giovanni Michelotti einen hübschen Roadster realisiert, der mit 60 PS aus 1147 cm3 genug Kraft hatte, die rund 750 kg sportlich vorwärtszubewegen.

    Triumph Spitfire (1962) - schmucker, kleiner Sportwagen
    © Zwischengas Archiv

    1964 erhielt der Knirps ein paar zusätzliche Pferdestärken, was ihn zum Spitfire 4 Mark 2 machte.

    Am Genfer Autosalon 1963 stand dann der Mark 3 mit 1,3-Liter-Motor und höher angebrachten Stossfängern. 75 PS reichten nun für 160 km/h Spitze.

    Triumph Spitfire Mk III (1967) - auf schneller Probefahrt
    © Archiv Automobil Revue

    Im November 1970 brachte die vierte Auflage ein modernisiertes Karosseriekleid mit moderner Front und an die übrige Triumph-Palette (Stag, Dolomite) angepasster Heckpartie.

    Triumph Spitfire Mark IV (1973) - mit adrettem Hardtop (gegen Aufpreis)
    © Zwischengas Archiv

    Vorerst wurde der 1,3-Liter-Motor noch beibehalten, doch im Dezember 1974 durften sich auch die Europäer über einen kräftigen 1,5-Liter-Motor freuen, der den amerikanischen Versionen schon seit einiger Zeit gedient hatte.

    Triumph Spitfire 1500 (1974) - 200 cm3 mehr Hubraum, etwas mehr Leistung, deutlich mehr Drehmoment
    © Zwischengas Archiv

    72 PS leistete der 1493 cm3 grosse Motor, den man auch schon aus dem Triumph Toledo kannte, bei 5500 U/min.

    Ansonsten war die Zeit am Spitfire weitgehend spurlos vorbeigegangen. Wie zu Anfang sorgten vorne Dreiecksquerlenker mit Schraubenfedern für die Radführung, während die hinteren Räder einzeln an einer Pendelachs-Konstruktion aufgehängt war. Immerhin war das Chassis im Detail immer wieder verbessert worden und auch die Bremsen (vorne Scheiben, hinten Trommeln) wurden der Zeit angepasst.

    Profitiert hatte auch der Innenraum von mehreren Überarbeitungen, eine gut funktionierende Heizung und ein einfach abklappbares Dach waren beim Spitfire 1500 natürlich Serienausstattung. Nur das Hardtop kostete Aufpreis, allerdings vergleichsweise bescheidene 650 Franken oder 880 Mark.

    Auch den überaus kompakten Dimensionen von 3,785 x 1,488 x 1,125 Metern war der Spitfire nie entwachsen, heute hat auf dieser Grundfläche nicht einmal ein moderner Fiat 500 mehr Platz.

    Herrlich altmodisch

    Der hübsche Roadster Spitfire erweckte auch bei den Journalisten Jugendträume und so setzten sie sich immer wieder gerne in das jeweils neueste Exemplar. Im August 1975 publizierte die Automobil Revue die Ergebnisse eines Kurztests. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigte der 810 kg schwere 1500er 14,9 Sekunden, als Spitze erreichte er 159 km/h. Dabei erwies er sich als Verbrauchstalent. Bei konstant 80 km/h schlürften die zwei SU-Vergaser pro 100 km nur gerade 5,3 Liter des inzwischen teuer gewordenen Superbenzins. Bei “regelmässiger, aber zügiger” Fahrt wurden 7,6 Liter, im gesamten Testbetrieb 8,6 Liter pro 100 km verbraucht.

    “Es ist erfreulich, dass die Hersteller englischer Sportwagen dem Trend zum sanft dahinschwebenden Reiseteppich nicht ganz verfallen sind und auch an jene denken, denen das Fahren im kleinen offenen Zweisitzer Vergnügen bereitet, allen jenen, die Karosseriegeräusche nicht unbedingt übelnehmen und die gelegentlich als Anhänger des Do-it-yourself über die ausgezeichnete Zugänglichkeit der mechanischen Teile recht glücklich sind.
    Der bei unveränderter Konzeption dank seinem Alter ausgereifte Spitfire ist ein kleiner Sportzweisitzer ohne grosse Unsicherheitsfaktoren und ohne jeden Bluff. Mit seinem reduzierten Verbrauch als 1500 und dank dem trotz Inflation vernünftigen Preis (CHF 11’500) bietet er fröhliches Offenfahren zu bescheidenen Kosten.”

    So lautete jedenfalls das Schlussverdikt der AR-Tester.

    Zwei Jahre später verspürten die Testfahrer der Zeitschrift Auto Motor und Sport “Luft und Laune”. Sie hatten offensichtlich ein spritziges Exemplar erwischt, denn 100 km/h liessen sich aus dem Stand bereits nach 12,9 Sekunden erreichen und auf der Autobahn waren echte 161,4 km/h möglich. Der Verbraucht lag dafür etwas höher, aber 10,4 Liter pro 100 km galten damals immer noch als günstig.

    Als Vorzüge wurden die attraktive Roadster-Karosserie, die gute Ausstattung, der kleine Wendekreis, die guten Bremsen und der günstige Preis (DM 12’090) herausgestellt, während die teilweise schlechte Verarbeitung, das starke Karosserieklappern und das veraltete Fahrwerk moniert wurden.

    Immerhin wurde dem Spitfire ein annehmbarer Federungskomfort attestiert, während die im Grenzbereich auftretenden Lastwechselreaktionen als durchaus beherrschbar beschrieben wurden.

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    Eine silberne Zitrone

    Weniger positiv kam der Triumph Spitfire beim ADAC weg, er wurde nämlich 1976 mit der “silbernen Zitrone” ausgezeichnet. Diese erhielten Autos mit besonders vielen Neuwagenmängel. Im Jahr 1976 traf es den gelben Spitfire der Lehrerin Christel Sennlaub. Nur fünf Tage war sie mit dem für DM 11’664 gekauften Neuwagen glücklich. Dann klemmte die Fahrertüre, ein Einstieg war nurmehr über die Beifahrertüre möglich, was durchaus gymnastische Gelenkigkeit erforderte. Es folgte ein defektes Kofferraumschloss, ein krächzendes Radio und ein paar kleine Dinge, die aber im Rahmen der 1000-km-Inspektion behoben werden konnten. Bei 4797 km trat dann ein Motorschaden auf. Nach Einbau eines Ersatzaggregates zeigt sich erhöhter Ölverbrauch, später müssen auch die Kardanwelle und das Differential ersetzt werden. Und damit war die Leidensgeschichte, die im ersten Betriebsjahr zu über drei Monaten Werkstattsaufenthalten noch nicht einmal fertig.

    Am Schluss erhielt die Lehrerin Sennlaub aber ihr Geld zurück, konnte sich einen neuen Wagen kaufen. Wofür sie sich entschied? Für einen Spitfire!

    Letztes Aufbäumen

    Für den Triumph Spitfire gab es eben kaum Alternativen. Zu jener Zeit war der das günstigste Cabriolet im Markt. Gegen Ende der Bauzeit stiegen die Verkaufszahlen sogar wieder, so meldete Auto Motor und Sport, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres 1977 mit 443 Exemplaren bereits mehr Spitfire 1500 verkauft worden seien als im ganzen Jahr 1975.

    Triumph Spitfire 1500 (1974) - aus einem Guss und hübsch anzuschauen
    © Zwischengas Archiv

    Doch all dies konnte nichts daran ändern, dass im August 1980 die letzten Wagen entstanden. Bis dahin waren 95’829 Stück 1500-er gebaut worden.

    Oldtimer Galerie Oktober 2019

    Unglaublich wendig

    Dass der Triumph Spitfire 1500 kompakt ist, spürt man spätestens dann, wenn man ihn entert. Zwar bietet er selbst grossgewachsenen Personen bis ca. 1,85 Meter genügend Platz auf den gut ausgeformten Sitzen, aber von grosser Bewegungsfreiheit kann sicherlich nicht gesprochen werden. Das ist auch gut so, denn diese sportliche Enge gehört natürlich zum Naturell des hübschen Sportwagens.

    Triumph Spitfire 1500 (1977) - macht geschlossen und geöffnet einen guten Eindruck
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Gestartet wird modern mit Zündschlüssel an der Lenkradnabe und sofort ertönt ein wohltönendes Vierzylindergeräusch. Die Gänge rasten satt ein und schon bald ist Landstrassentempo erreicht. Hier fühlt sich der offene Triumph auch am wohlsten. Die Rundumsicht ist perfekt, die Luftbefächelung lässt keine Wünsche offen.

    Triumph Spitfire 1500 (1977) - typisch britisches Cockpit
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Kaum kommt die nächste enge Kurve, spürt man auch die Handlichkeit des nur knapp über 800 kg schweren Cabriolets. An das in älteren Testberichten beschriebene Unter- und Übersteuern werden sich heute nur wenige Oldtimerbesitzer noch herantasten, für normale Kurvengeschwindigkeiten reicht die Fahrwerktechnik völlig aus.

    Triumph Spitfire 1500 (1977) - der Motor tat in ähnlicher Form auch im Triumph Toledo seinen Dienst
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Zahnstangenlenkung scheint mit 3 3/4 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag zwar indirekt ausgelegt zu sein, in der Realität entpuppt sie sich aber als ausreichend direkt, zumal die Räder geradezu abenteuerlich stark eingeschlagen werden können und einen Wendekreis von rund acht Metern ermöglichen.

    Triumph Spitfire 1500 (1977) - dieser Radeinschlag ermöglicht einen Wendekreis von 8,2 Metern
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ohne Zurücksetzen kann man damit auf den meisten Landstrassen wenden und das Einparken wird zum Kinderspiel.

    Er macht einfach Spass, der kleine Triumph!

    Auch für das kleine Budget

    Eigentlich ist der Triumph Spitfire 1500 fast ein wenig ein Geheimtipp. Tatsächlich ist er auch fast 40 Jahre nach Produktionseinstellung immer noch günstig zu haben. Classic Data nennt 2019 EUR 12’400 für einen 1500er in gutem Zustand, wenig Geld für viel Auto und noch mehr Fahrfreude. Dies scheinen die Fans auch erkannt zu haben, denn im Gegensatz zu vielen anderen Briten stieg der Spitfire auch in den letzten Jahren im Wert leicht an.

    Triumph Spitfire 1500 (1977) - klar beschriftet
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Wir danken der Touring Garage für die Gelegenheit, den sympathischen Triumph Spitfire 1500 fotografieren zu können.

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    e3******:
    27.02.2019 (09:42)
    Ich besitze eine Spidi 1500 seit 1988 nach langem Winterschlaf habe ich Ihn mit einem befreundeten Mechaniker wieder auf die Räder geholfen und neu lackieren lassen. Ein wunderschön gestylter britischer Roadster. Danke Giovanni Michelotti
    Jörg Ruggle
    gr******:
    26.02.2019 (08:46)
    Meines Erachtens fehlt im Artikel noch ein Hinweis auf den Triumph GT 6. Er wurde zwar als eigenständige Modellreihe (Coupé) geführt, war aber eigentlich nichts anderes als ein Spitfire mit 6-Zylinder Motor, der von der 2 Liter Limousine und dem Vitesse 6 übernommen wurde. Schade, dass Triumph den 6-Zylinder nicht auch in den den Spitfire eingebaut hat. Möglicherweise hätte das Cabriolet mit 6-Zylinder Sound einige Fans gefunden.
    Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
    26.02.2019 (09:16)
    Zum GT6 haben wir schon früher einen Artikel gebracht. Aber stimmt, man hätte ihn nochmals erwähnen können. Übrigens gab es einige "private" Umbauten von offenen Spitfire in Sechszylinderversionen...
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