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ZG Archiv AMS 2019
Bild (1/1): Shelby Cobra 427 (1966) - der schnellste Sportwagen seiner Zeit (© Bonhams, 2019)
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    Shelby Cobra 427 - der amerikanische Über-Sportwagen

    20. Mai 2019
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
    (27)
    Motor Klassik 
    (1)
    Sports Car Graphic 
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    Archiv 
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    An einem hervorragenden Leistungsgewicht hatte es der Shelby Cobra ab 1963 schon mit dem 4,7-Liter-Motor nicht gemangelt.

    Shelby Cobra 427 (1966) - nicht ganz vier Meter lang
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Als dann 1964 die Siebenliter-Version präsentiert wurde, wunderte sich mancher, wie man denn mit soviel Leistung und Drehmoment in einem derartig leichtgewichtigen Wagen fertigwerden konnte, zumal die Ur-Cobra ein nicht gerade hausfrauentaugliches Fahrverhalten an den Tag gelegt hatte.

    Schrittweiser Umbau zur Siebenliter-Cobra

    Mit der Cobra 289 hatte der Shelby-Rennstall ein Fahrzeug in der Hand, das es dem erfahren Piloten ermöglichte, um Gesamtsiege im Rennsport mitzufahren. Technisch basierte die Cobra 289 auf dem AC Ace, als Motor sorgte ein V8 von Ford für Vortrieb.

    AC Cobra 289 (1963) - fast identisch mit dem AC Ace, allerdings mit breiterer Spur und veränderten Radhäusern
    © Zwischengas Archiv

    Die Cobra 289 erhielt nicht nur gute Noten, sondern auch Kritik. So rügten die damaligen Motorjournalisten vor allem das enge Cockpit und das heikle Fahrverhalten. Das AC-Chassis habe die Verwindungssteifheit eines Ford-T-Fahrgestells oder schlechter, konnte man in “Car und Driver” lesen. Auch die hintere Aufhängung an Blattfedern entsprach nicht dem, was man von einem modernen Sportwagen erwartete.

    Die Schwächen wurden auch bei Shelby und Ford erkannt.

    Ford-Ingenieure am Werk

    Seit Ford Shelby unter die Arme griff, halfen auch die erfahrenen Motorsport-Ingenieure aus Detroit mit, aus der Cobra ein noch besseres Auto zu machen. Erste Versuche mit dem Siebenliter-Motor in der Cobra 289 zeigten die Grenzen von Rohrrahmen und Aufhängungen auf.

    So wurde bei AC Cars ein deutlich stärkerer und auch breiterer Rohrrahmen mit Rohren von 10 anstatt 7,5 cm Durchmesser in Auftrag gegeben.

    Shelby Cobra 427 (1965) - Durchsichtszeichnung
    © Zwischengas Archiv

    Die Pedalerie wurde weiter aussen montiert, an den Rädern sorgten jetzt fast schallplattengrosse Scheiben für die benötigte Bremsleistung (bei den Rennwagen durften es noch 2,5 cm mehr Durchmesser sein).

    Die wichtigste Änderung aber betrug die Hinterachse, die nun mit Trapez-Dreieckquerlenkern, Schraubenfedern und Teleskopdämpfern funktionierte. Das einzige, was eigentlich unverändert blieb, war das Differential im Heck.

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    425 bis 485 PS

    Als Motor kam der 6997 cm3 grosse V8 zum Einsatz, der auch im Ford Galaxie verbaut wurde. 425 PS leistete die Version für den Strasseneinsatz bei 6000 Umdrehungen, im Rennwagen (“Competition”) durften es 485 PS bei 6500 Umdehungen sein, obwohl hier statt zwei Fallstrom-Vierfachvergaser ein einzelner (riesiger) Holley für die Befüllung besorgt war.

    Shelby Cobra 427 (1966) - rund 425 PS leistete der V8 mit sieben Litern Hubraum und zwei Vergasern an Bord
    © Zwischengas Archiv

    Die Rennversion erhielt zudem einen Leichtmetallzylinderkopf und weitere Gewichtserleichterungen, die das Leergewicht auf gerade einmal 1066 kg senkten, während die Strassenvariante leer 1111 kg schwer war. Im Testbetrieb wog die Cobra dann allerdings 1311 kg.

    Shelby Cobra 427 (1966) - die Rennversion, die es für knapp über USD 9000 zu kaufen gab, profitierte von Leichtbau
    © Zwischengas Archiv

    Vielleicht der erste Hyper-Sportwagen

    Ob nun 1100 oder 1300 kg, die Cobra 427 ging ab wie kaum ein anderes Strassenfahrzeug zuvor. Für den Sprint von 0 bis 60 Meilen pro Stunde massen die Testfahrer von Car and Driver 4,3 Sekunden. Noch eindrücklicher aber waren die Ergebnisse im Beschleunigungs- und Bremstest von 0 bis 100 Meilen pro Stunde und wieder zurück auf 0. 14,5 Sekunden benötigten die CaD-Fahrer für diese Disziplin, Werksfahrer Ken Miles schaffte es in 13,8 Sekunden und man war sich sicher, dass mit besseren Reifen eine Zeit von 12 Sekunden im Bereich des Möglichen gewesen wäre.

    Shelby Cobra 427 (1966) - die starke Strassen-Variante mit dem Siebenliter-V8 von Ford (ohne seitliche Auspuffrohre)
    © Zwischengas Archiv

    Es sollten noch 15 oder mehr Jahre vergehen, bis wieder ein Sportwagen auf den Markt kam, den sich jeder kaufen konnte und der so sprintstark war. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 265 km/h (abhängig von der Gesamtübersetzung) war da höchstens nebensächlich.

    SC73

    (Fast) alltagstauglich

    Dabei war die breitere Cobra 427 kein unfahrbares Biest. Im Gegenteil! Die Testfahrer von damals gestanden ihr deutlich bessere Alltagseigenschaften zu. Erstens liess sich sich (als Strassenversion) auch langsam locker fahren, zweitens überhitzte sie kaum, was einem zusätzlichen Ventilator beim vergrösserten Kühler zu verdanken war, und drittens bot sie deutlich mehr Platz als der Vorgänger.

    Shelby Cobra 427 (1966) - luftig und ohne Kurbelfenster
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Nur das Behelfsdach mochte die damaligen Testfahrer nicht zu begeistern, es funktionierte nachwievor mit Steckscheiben und musste von Hand wie ein Zelt aufgerichtet werden.

    Shelby Cobra 427 (1966) - Schalthebel von Hurst
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Das Vierganggetriebe und die moderaten Bedienungskräfte jedoch überzeugten ohne Vorbehalt. Der Verbrauch von 19 bis 26 Litern Benzin pro 100 km fiel in den USA nicht negativ auf.

    Nur die USD 7495 (Rennversion USD 9500) schreckten ab. Trotzdem empfahl die Zeitschrift “Car and Driver”: “Die neue Cobra ist Wirklichkeit und nur etwa USD 7500 Bargeld und der unstillbare Wunsch den schnellsten Strassensportwagen zu besitzen, stehen zwischen Ihnen und dem Cobra-Besitz. Wenn Sie das Kleingeld zusammenkratzen können, dann empfehlen wird, diesen Sprung zu wagen. Wie man sagt: Das Ding wird Sie nie verletzen. Oder, es sollte dies zumindest nicht tun.”

    Rarität

    Nur gerade 56 der geplanten 200 (die Zahl wurde später auf 100 korrigiert) Autos wurden offenbar gebaut, die meisten dürfte der Autor von Car and Driver im Spätsommer 1965 in der Shelby-Fabrik gesehen haben.

    Die Autos waren einfach zu teuer, die Rennwagen verkauften sich nicht, weil man die Homologation für 1965 verpasste. So wurden 31 Competition-Modelle in Strassenmodelle umgebaut und als “Semi Competition” verkauft.

    Sowohl die Strassen- als auch die Rennversionen trugen vierstellige CSX/CSB-Chassis-Nummern mit einer “3” am Anfang.

    Eine von wenigen - CSX 3276

    Eines der seltenen Strassenmodelle trägt die Fahrgestellnummer CSX 3276. Am 10. Juni 1966 verliess es die Shelby-Werkstatt in einer roten Aussenlackierung mit einem schwarzen Interieur. USD 6465 zahlte der Händler McCafferty Ford inklusive Frachtgebühren.

    Shelby Cobra 427 (1966) - seitliche Auspuffrohre
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Der Wagen fand aber zunächst keinen Kunden und so ging er im März 1967 an einen anderen Händler (Pletcher Ford) weiter. Dort wurden einige Garantieschäden behoben und schliesslich konnte auch ein Käufer für den Wagen gefunden werden.

    Shelby Cobra 427 (1966) - der mächtige V8 füllt den Motorraum gut aus
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Bereits in den frühen Siebzigerjahren wurde die Cobra nach Deutschland exportiert und sie wechselte auch dort ein paar Mal die Hand. Im Jahr 1987 erschien der Wagen auf dem Titelblatt von Motor Klassik.

    Shelby Cobra 427 (CSX 3276 auf dem Titelblatt von Motor Klassik im Jahr 1987)
    © Copyright / Fotograf: Motor Klassik

    Jetzt kommt exakt dieser Wagen wieder auf den Markt. Bonhams kann CSX 3276 am 30. Juni 2019 anlässlich der Chantilly-Versteigerung anbieten. Als Schätzwert werden EUR 850’000 bis 950’000 (CHF 960’000 bis 1,1 Millionen) genannt, was angesichts der Seltenheit originaler Cobra 427 sicherlich in Ordnung geht.

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    ···
     
    Quelle:

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    ar******:
    21.05.2019
    Ich hatte einmal das zweifelhafte, aber höchst denkwürdige Vergnügen, eine echte Cobra 427 Competition mit deutscher Straßenzulassung zu fahren. Es wird mir immer ein Rätsel sein, wie dieses Auto deutschen TÜV bekam. Ich erinnere mich, vom Fahrersitz aus die Flammen gesehen zu haben, die es auf der Fahrer- und Beifahrerseite beim Gas wegnehmen unter Kanonenschlägen aus den Sidepipes schlug-. Musste ich an einer roten Ampel warten und gab nicht mindestens 3.000 U/min, stand eine Feuersäule von gut 30 cm Höhe auf der Lufthutze der Motorhaube, die durch Gas geben wieder eingesogen wurde... Als ich mit dem Ding wieder lebend zurück kam, wusste ich warum der Pabst den Boden küsst, wenn er irgendwo ankommt.... Wer wissen will, wie sich Major Kong in Stanley Kubrick's "Dr. Seltsam" beim Ritt auf der Atombombe gefühlt hat, der soll mal eine 427 Compeition mit CSX Fahrgestellnummer fahren. Das Feeling dürfte das selbe sein.
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