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Bild (1/29): Peugeot 404 (1974) - 15 Jahre Bauzeit ohne wesentliche Änderungen an der Karosserie (© Daniel Reinhard, 2015)
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Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Peugeot 404 (1960-1972)
Limousine, viertürig, 65 PS, 1618 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Peugeot 203 (1951-1956)
Cabriolet, 45 PS, 1290 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Peugeot 203 (1950-1954)
Kombi, 45 PS, 1290 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
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Kombi, 45 PS, 1290 cm3
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    Peugeot 404 - Peilkanten-Löwe

    27. Februar 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (33)
    Archiv Reinhard / Max Pichler 
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    Es gibt kaum einen französischen Film der Sechziger- oder Siebzigerjahre, in dem nicht irgendwann ein Peugeot 404 zu sehen wäre. Und auch hierzulande erfreute sich die robuste Limousine, die oft auch als der “französische Mercedes” bezeichnet wurde, einer grossen Nachfrage und manch ein Exemplar wird noch heute im Alltag genutzt. Dabei war der Erfolg keineswegs garantiert.

    Peugeot 404 (1974) - langlebiges Pininfarina-Design
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Von einem Meister gezeichnet

    Für das Design des 1960 vorgestellten Peugeot 404 wandte sich der französische Hersteller wiederum wie beim Vorläufer 403 an den bewährten Partner Pininfarina.

    Peugeot 404 (1961) - der modernere 404 neben dem Vorgänger 403
    © Zwischengas Archiv

    Während der 403 noch in Ponton-Formgebung dahergekommen war, glänzte der 404 mit der modernen Farina-Trapez-Linie, die man auch an Modellen von Lancia (Flaminia) und BMC (Austin A60) wiederfand und prompt die Kritik von Verwechselbarkeit und fehlender Markenidentität auslöste.

    Austin Cambridge (1963) - Heckpartie ist der des Lancia Flaminia und des Peugeot 404 ähnlich, alles Entwürfe von Pininfarina
    © Copyright / Fotograf: Archiv Reinhard / Max Pichler

    Grundsätzlich aber wirkte der Wagen modern und elegant. Pininfarina aber hatte das Kunststück vollbracht, den 404 kleiner als den 403 zu bauen, ohne dabei an Innenraum zu verlieren. Fünf Zentimeter kürzer und gleichviel schmäler war die neue Limousine bei sechs Zentimeter geringerer Höhe, bei praktisch unverändertem Gewicht. Die Automobil Revue sprach denn auch von einem “European Compact Car”, was bei Aussenmassen von 442 x 162 cm wohl auch angebracht war.

    Peugeot 404 (1964) - das Innere wird ohne Hindernis zur Inspektion bereitgestellt, ob Motor oder Innenraum - Genfer Automobilsalon 1964
    © Archiv Automobil Revue

    Technisch verfeinert

    Man konnte Peugeot nicht vorwerfen, einfach eine neue Karosserie über die 403-Technik gestülpt zu haben. So war der Motor fast eine Neukonstruktion, was an einer geänderten Winkelstellung der Ventile, überarbeiteten Brennräumen, einer stärker dimensionierten (dreifach gelagerter) Kurbelwelle und Verfeinerungen in der Beatmung abzulesen war, aber natürlich auch am auf 1618 cm3 gesteigerten Hubraum .72 SAE-PS und 13 mkp Drehmoment waren das Ergebnis.

    Peugeot 404 (1961) - Zündkopf, Zündverteiler, Lichtmaschine Spule und Anlasser liegen für Unterhaltsarbeiten offen da, der Oeleinfüllstutzen ist gut zugänglich
    © Archiv Automobil Revue

    Auch die Vorderradaufhängung war neu, sie bestand aus einem leicht schräg nach innen geneigten stehenden Führungsrohr, dessen unteres Ende mit dem Achsschenkel fest verbunden war, während das obere Ende unter die Kotflügel hinaufreichte und dort
an einer Verstärkung drehbar gelagert war. Dort befand sich auch der Federteller, welcher die Schraubenfeder aufnahm. Hinten vertraute man weiterhin auf eine Starrachse mit Schraubenfedern. Auch die Zahnstangenlenkung konnte vom 403 übernommen werden, genauso wie der Schalthebel am Lenkrad.

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    Bei Einbrechern beliebt

    Schon die ersten Berichterstattungen damals betonten die geringe Geräuschentwicklung und die guten Fahreigenschaften. Kein Wunder war der Wagen auch bei Einbrechern beliebt, zumindest suggerierte dies die damalige Werbung. “Dank ihren Spezialschlössern “Zero-Torque” schliessen die 404-Türen mit weichem, kaum hörbaren Ton. Beim automatischen Peugeot-Ventilator hören Sie nichts vom Gesumm und Gesurr gewöhnlicher Ventilatoren. Das besondere Auspuffsystem des 404 arbeite mit zwei Schalldämpfern, einer davon is auf ganz neue Art montiert und schluckt die besonders störenden hohen Frequenzen. Alles in allem: Ein lautloser Wagen - eine wahre Wohltat!”

    Eine Klasse höher

    Trotz geschrumpfter Aussenmasse war der neue Peugeot 404 eine ganze Klasse über dem Peugeot 403 positioniert, weshalb der “Vorgänger” auch bis 1967 weitergebaut wurde, parallel zum 404.

    Peugeot 404 (1960) - Durchsichtszeichnung
    © Zwischengas Archiv

    Die Automobil Revue widmete dem Mittelklassewagen unter dem Titel “Erneuter Volltreffer aus Sochaux” einen ausführlichen Langstreckentest und war voll des Lobes:
    “In Konzeption und Leistung hat Peugeot im 404 ein Auto geschaffen, das auf die heutigen Anforderungen selbst bei hohen Ansprüchen hervorragend zugeschnitten ist. Die glänzende technische Leistung mag dazu verleiten, bezüglich Einzelheiten sehr
hochgespannte Wünsche zu äussern. Diese beziehen sich jedoch nur auf sekundäre Dinge oder auf solche, die sich im Lauf der Entwicklung verwirklichen werden. In dieser für die Marke neuen Leistungs- und Preisklasse gehört der 404 auf Grund unserer Erfahrungen zu den empfehlenswertesten Wagen für alle diejenigen, die höhere Ansprüche auf ökonomische und praktische Art erfüllt haben wollen. Der Wagen hat durch seine Qualitäten echten und dauernden Enthusiasmus zu erzeugen vermocht.“

    Die durchaus frankreich-freundliche Zeitschrift ‘hobby‘ liess den Peugeot 404 im Jahr 1963 gegen den BMW 1500 antreten und zwar nicht einfach in einem einfachen Vergleichstest. Nein, die Zeitschrift kaufte sich beide Autos und sandte sie über 6000 km bei härtester Belastung. Der BMW ging zwar insgesamt als Gesamtsieger hervor, bei Fahrkomfort und Zuverlässigkeit aber schwang der Peugeot, der mit DM 8695 (inklusive serienmässigem Stahlschiebedach und Liegesitzen) zudem noch fast 1000 Mark günstiger war, obenauf.

    Rallye-Sieger dank Zuverlässigkeit

    Die sprichwörtliche Zuverlässigkeit und das robuste Fahrwerk waren auch ausschlaggebend für die Erfolge des Peugeot 404 im Rallye-Sport. Viermal (1963, 1966, 1967 und 1968) gewann die Limousine die Safari-Rallye. Die 5000 km durch Steppen und Morast konnten dem Wagen wenig anhaben. Für Weltrekordfahrten (40 Geschwindigkeitsrekorde) wurde ein 404 zu einem Einsitzer umgebaut.

    Peugeot 404 Rekord-Diesel (1965) - das Diesel-Rekordauto auf dem Autosalon von Paris
    © Zwischengas Archiv

    Fünfzehn Jahre ohne grössere Veränderungen

    Bis 1975 fertige Peugeot die 404 Limousine und die Unterschiede zwischen den ersten und den letzten Varianten hielten sich zumindest optisch in engen Grenzen. Bereits 1968 war der “Nachfolger” 504 vorgestellt worden, der auf der Erfolgswelle des Vorgängers weiter reiten sollte, aber vorerst parallel zu ihm gebaut wurde.

    Peugeot 404 (1974) - das Modell von 1974 unterscheidet sich äusserlich kaum von seinen 15-jährigen Brüdern
    © Zwischengas Archiv

    Wichtige technische Anpassungen waren die Einführung einer eingespritzten Variante des Vierzylindermotors (Kugelfischer) ab 1963 und einer Dieselversion im Jahr darauf. Fahrwerk und Motor wurden kontinuierlich verfeinert, Modelle und Versionen wechselten sich in schneller Folge ab, ohne aber am Grundkonzept wesentlich etwas zu ändern.

    Arbeitspferd und Schönheitskönig

    Es gab den Peugeot 404 als Kombi für Handwerker und Familien und sogar als Pickup, den es sogar bis ins Jahr 1988 aus nicht-französischer Fertigung zu kaufen gab. Auch die Limousine wurde in Afrika bis 1991 produziert und selbst heute, viele Jahre später, dienen die 404-Varianten noch vielfach als Alltagsauto und Arbeitspferd.

    Peugeot 404 (1962) - als Stationswagen besonders praktisch, ausgestellt am Pariser Autosalon
    © Zwischengas Archiv

    Für einen gänzlich anderen Einsatz vorgesehen waren die Coupé- und Cabriolet-Varianten, die ab 1962 bei Pininfarina in Italien zusammengebaut wurden und die stilvollste Möglichkeit boten, einen Peugeot 404 zu fahren. Gerade einmal 17’223 dieser zweitürigen Fahrzeuge entstanden bis 1968 und sie unterschieden sich optisch deutlich von der Limousine.

    Peugeot 404 Cabriolet (1963) - ein Auto zum Pferdestehlen?
    © Zwischengas Archiv

    Auch im letzten Jahr noch attraktiv

    1,675 Millionen Peugeot 404 wurden als Limousine produziert, dazu kamen Kombi- und Pickup-Modelle sowie Sondermodelle, so dass die Gesamtproduktion fast 2,9 Millionen Exemplare beträgt. Selbst in den letzten Produktionsjahren Mitte der Siebzigerjahre war der Peugeot 404 beliebt, anders kann man es nicht erklären, dass die Zeitschrift “Auto Motor und Sport” den eigentlich betagten Wagen im Jahr 1974 noch einmal gegen seine ebenfalls nicht mehr ganz frischen französischen Gegner Renault 16 TL und Simca 1501 S antreten liess. Noch immer überzeugten die grosszügigen Platzverhältnisse und die hohe Laufkultur, auch die Exaktheit der Lenkradschaltung liess keine Wünsche offen. Zum Preis eines gut ausgerüsteten viertürigen Opel Kadett erhalte der Peugeot-Käufer ein solides und allen Aufgaben gewachsenen Automobil, war dem Bericht zu entnehmen und der Schlusssatz fasste es zusammen: “Wer in der Mittelklasse vor allem sparen will, der ist hier nicht schlecht beraten.”

    Ein Muster an Übersichtlichkeit

    Seit dem Test sind weitere vierzig Jahre vergangen, die damaligen Eindrücke lassen sich aber anhand eines späten Peugeot 404 mit Jahrgang 1974 auch heute noch nachvollziehen. Geradezu stupend ist die Übersichtlichkeit des immerhin 4,4 Meter langen Wagens. Jede Ecke lässt sich vom Fahrersitz einsehen, Parkpiepser sind da völlig unnötig. Kotflügel und Heckflossen können als Peilkanten dienen.

    Peugeot 404 (1974) - komplette Sicht auf alle vier Ecken - hier die rechte hintere Ecke vom Fahrersitz aus gesehen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Das Fahren stellt niemanden, der schon einmal mit Lenkradschaltung unterwegs war, vor grössere Probleme, insbesondere weil Peugeot bereits in den Sechzigerjahren  im Laufe der Modellpflege das Schaltschema auf eine normales “H” geändert hatte. Dass der Blinker rechts ist, verzeiht man dem Franzosen gerne. Die Sitze sind bequem, die Fahrgeräusche stören nicht.

    Peugeot 404 (1974) - einfaches und trotzdem elegantes Interieur
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Auf seinen grossen Rädern rollt der Peugeot komfortabel ab, Kurven werden problemlos, aber mit nicht unbeträchtlicher Seitenneigung umrundet. Aber zum Rasen will man die elegante Limousine auch nicht nutzen, eher zur Spazierfahrt durch Weinberge und dabei möchte man die edlen Tropfen im Kofferraum ja auch nicht allzu sehr durchschütteln.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit, den Peugeot 404 mit Jahrgang 1974 ausführen zu dürfen.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    be******:
    11.03.2016 (16:55)
    Hervorragender komfortabler und problemloser Reisewagen. Mit meinen Eltern sind wir Ende der sechziger Jahre mit kompletter Campingausrüstung von Südfrankreich aus quer durch Europa gefahren, ohne eine einzige Panne, bei vernünftigem Benzinverbrauch . Für die damalige Zeit war man immer flott und bequem unterwegs!
    ba******:
    03.03.2015 (18:30)
    Meiner zeigte an den Schweißspuren der Türen und anderen Karosserieteilen bereits nach einem Jahr schwere Roststellen, die mich zum sofortigen Verkauf nötigten.
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