Mercedes-Benz 350 SL – Komfort und Sicherheit statt Sport

Erstellt am 15. November 2020
, Leselänge 8min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
49
Daimler AG 
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Archiv 
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Als Mercedes-Benz am 17. April 1971 den Tourensportwagen 350 SL ankündigte, da hätten nicht einmal die Erbauer selber daran geglaubt, dass es 18 Jahre dauern würde, bis ein Nachfolger auf dem Tapet erschiene. Schliesslich dauerte der Modellzyklus bei Daimler üblicherweise sechs bis acht Jahre und daran hatten sich die Vorgänger 190 SL (1955-1963) und 230-280 SL (1963-1971) auch gehalten. Dass der R107 zum Langläufer werden würde, war damals auch deshalb unwahrscheinlich, weil er anfänglich ein eher nüchternes Presseecho erhielt.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - geformt von Karosseriebauern nicht Designern, meinte damals AMS
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Sportlichkeit mit Gewissen

Dabei hatte man den neuen SL mit viel Hoffnung angekündigt, um den typischen Vorurteilen, mit denen Mercedes-Fahrer zu kämpfen hatten, zu begegnen. Anstatt “stock-konservativ”, “total unsportlich”, “grenzenlos bequem”, “extrem risikofeindlich”, “maßlos egoistisch” und “ungeheuer materialistisch” sollten SL-Käufer In Zukunft “Sportlichkeit mit Gewissen” zeigen können.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - grossformatige Werbung
Zwischengas Archiv

Und rückblickend ging diese Rechnung sicherlich teilweise auf, denn die Fahrzeuge der R107-Baureihe erreichen durchgehend ein hohes Alter bei guter Gesundheit. Die ältesten 350 SL sind schon fast 50 Jahre alt, der fotografierte rote Wagen gehört mit Chassisnummer 3333 zu den frühesten Exemplaren.

Zuerst verschmäht und missachtet

Die Freunde der Pagode, so nannte man den Vorgänger W113 - erhältlich zuerst als 230 SL, danach als 250 SL und 280 SL - konnten anfangs mit dem protzigeren und schwerfälligeren R107 nicht viel anfangen. Dabei war er eigentlich weniger stark gewachsen, als es die Optik erahnen liess. Elf Zentimeter Längen- und drei Zentimeter Breitenwachstum, das war doch eigentlich verkraftbar, sollte man meinen.

Trotzdem kritisierte Reinhard Seiffert 1971 nach seinem Test für “auto motor und sport”:
“Stellt man den 350 SL neben seinen Vorgängertyp, dann drängt sich die Überlegung auf, daß von einem Fortschritt der Karosserie-Stilistik in diesem Fall nicht die Rede sein kann. Den 350 SL kann man wohl kaum als schöner bezeichnen als den ruhiger und klarer gestalteten 280 SL. Höchstens kann es sein, daß diesem oder jenem Betrachter der neue Typ besser gefällt, denn Form ist immer auch Geschmacksache. Die meisten, die man danach fragt, sind allerdings der gegenteiligen Meinung: Ihnen gefällt der alte Typ besser. Vielleicht liegt es daran, daß man dem 350 SL eine Keilform verpassen wollte, diese Absicht aber nicht konsequent verwirklichen konnte. So entstand ein Zwitterding zwischen Keilform und normaler Ponton-Stufenheckform.
Als Objekt für die Keilform eignet sich der 350 SL schon deswegen nicht, weil der zwischen den Vorderrädern eingebaute Motor viel Bauhöhe beansprucht, also eine flach nach vorn herunter gezogene Haube nicht zuläßt. So ist es kein Wunder, daß die stark gewölbte Haube auch von innen stört. Da die Gürtellinie sehr hoch liegt und nach hinten noch ansteigt, er geben sich ziemlich kleine Fenster mit Sichtverhältnissen, die man höchstens als genügend bezeichnen kann. Der Innenraum wirkt enger und dunkler, als man es von modernen Sportwagen gewöhnt ist.”

Man kann es kaum glauben, wenn man das heute liest. Nicht nur wurde der R107 der erfolgreichste SL bis dahin, er überzeugt vor allem noch heute durch einen klassischen und eleganten Auftritt. Und man sieht ihn sogar noch häufig im modernen Alltagsverkehr.

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Wohlbekannt

Er ist omnipräsent und man erkennt ihn sofort, wie könnte man ihn auch vergessen? Schliesslich sah man ihn nicht nur auf der Strasse, sondern häufig auch im Kino oder im Fernsehen. Richard Gere fuhr als “American Gigolo” im gleichnamigen Film einen schwarzen SL, Jennifer Hart in der Fernsehserie “Hart aber herzlich” einen gelben und Bobby Ewing chauffierte seine Frau Pamela mit einem roten Mercedes-Benz SL der Baureihe R107 durch die Gegend und Fernsehkulissen um Dallas.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - aufgenommen noch vor Präsentation des neuen Modells
Copyright / Fotograf: Daimler AG

Man gewöhnte sich nämlich schnell an den neuen 350 SL, denn er hatte viele Vorzüge gegenüber seinen Vorgängern zu bieten, allen voran deutlich mehr Sicherheit und Komfort.

Sicherheit gross geschrieben

Rund 185 kg mehr als die Pagode mit 2,8-Liter-Sechszylinder brachte der neue 350 SL auf die Waage. Das Mehrgewicht hatte gute Gründe. Natürlich brachte der V8 zusätzliche Pfunde auf die Vorderachse, hauptsächlich verantwortlich dafür waren aber Massnahmen zur Steigerung der passiven Sicherheit im neuen SL. Die Automobil Revue beschrieb diese 1971 ausführlich:
“Dank der von Daimler-Benz unter Mithilfe von IBM entwickelten Elasto-Statik-Element-Methode (kurz ESEM genannt), welche die Durchführung von Festigkeitsberechnungen hinsichtlich Sicherheit und Belastbarkeit mittels Computer zum Gegenstand hat, weisen die Windschutzscheibenpfosten eine gegenüber dem Vorgänger um volle 50 % höhere Festigkeit auf. Die Verletzungsgefahr der Wageninsassen bei einem Überschlagen des Fahrzeuges wird damit erheblich reduziert.
Nicht minder sind die Bemühungen um optimale Sichtverhältnisse sowie um die passive Sicherheit. In die Verkleidung der Windschutzscheibenpfosten eingebaute Windabweiser verringern - wie ausgiebige Versuche im Windkanal gezeigt haben - die Verschmutzungsgefahr der Seitenfenster erheblich. Dasselbe trifft für die neugestalteten Schlussleuchten mit stark profilierter Oberfläche wie auch für die in den oberen Zierstab am Heckfenster eingebaute Regenrinne, die die Scheibe sauber hält, zu.
Durch Anordnen des Benzinbehälters über der Hinterachse, d. h. zwischen zwei Schotten, die Passagier- und Kofferraum abtrennen, wurde dieser bei Auffahrkollisionen aus der Gefahrenzone gerückt.
Eine Neukonstruktion verkörpert schliesslich auch der Aussentürgriff. Um einem ungewollten Öffnen durch Aufprall eines Fremdkörpers vorzubeugen, wurde auf einen Druckknopf verzichtet. Das Öffnen der Türe von aussen erfolgt nunmehr durch eine Zugbewegung des Türgriffs nach aus- sen. Schliesslich knickt der Aussenspiegel, der über einen Hebel von innen beliebig verstellt werden kann, bei äusserer Krafteinwirkung ab.”

Das ursprünglich angekündigte ABS von Teldix, “Anti-Bloc-System” genannt, kam dann allerdings doch nicht.

Ganz freiwillig hatte Daimler-Benz die Sicherheit des Wagens nicht gesteigert, denn aus Amerika drohten rigide Vorschriften, die das Vollcabriolet auszurotten drohten.

Gesteigerter Komfort

Es war aber nicht nur die Sicherheit, die verbessert wurde, sondern auch der Komfort. Der neue SL bot mehr Platz, notfalls zwei Kindersitze in der zweiten Reihe und einen brauchbaren Kofferraum von 252 Litern Fassungsvermögen. Es gab ihn mit Handschalt- oder Automatik-Getriebe und auch eine Klimaanlage konnte geordert werden. Die Lenkung war servounterstützt und auch bei einem Bremsmanöver half die Technik mit.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - Blick ins Cockpit
Copyright / Fotograf: Daimler AG

Die Aufpreisliste liess einen manchen zusätzlichen Wunsch erfüllen, auch wenn dann der Neupreis deutlich über DM 29’970 oder CHF 40’500 stieg. So kostete das Hardtop DM 1460 oder CHF 1900, die Automatik DM 1543 oder CHF 1600. Auch Leder, Radio oder eine elektrische Antenne kosteten Aufpreis. Selbst ein Telefon konnte bestellt werden.

Kein Sportwagen

Zwar bot der 350 SL durchaus konkurrenzfähige Fahrleistungen. 8,4 Sekunden für den Spur von 0 auf 100 km/h und 215,6 km/h Spitze waren schliesslich nicht von schlechten Eltern. Da aber viele Kunden (man sprach damals von 60 %) die 4-Gang-Automatik-Version der Handschaltversion mit gleich vielen Übersetzungen vorzog, mussten sie sich mit 11,0 Sekunden für den Standardsprint und 211,8 km/h Spitze bescheiden, wenn sie nicht in die Schaltvorgänge eingriffen. Bei klug von Hand gewählten Schaltstufen liess sich die Zeit für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h aber auf 9,5 Sekunden reduzieren, womit man einen Citroën SM hinter sich lassen konnte, nicht aber einen BMW 3.0 CS.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - letzte Testrunden mit milder Tarnung auf dem Hockenheimring vor der Präsentation
Copyright / Fotograf: Daimler AG

Hätten die Fahrleistungen das Attribut “Sportwagen” noch nicht in Frage gestellt, so taten es Komfortauslegung und Fahrwerk zusammen mit dem hohen Gewicht. Reinhard Seiffert schrieb:
“Er ist ebenso eindeutig für den Boulevards von Düsseldorf oder St. Tropez konzipiert, wie der 300 SL für die sportlichen Langstrecken der Mille Miglia oder der Carrera Panamericana gedacht war.”

Wegen seines kurzen Radstands (2460 mm) und der kopflastigen Natur entpuppte sich der 350 SL als stark untersteuernder Wagen, der in Kurven schnell ins Gegenteil wechseln konnte, wenn man das Gas lupfte oder die Haftung abriss.

Nicht ganz ins Bild des fortschrittlichen Tourensportwagens wollte der Verbrauch passen. Bis 20,6 Liter pro 100 km liefen im ams-Test durch die elektronisch gesteuerte Bosch-Einspritzung, weniger als 16,3 Liter waren es nie, im Durchschnitt wurde ein Testverbrauch von 18,2 Litern pro 100 km notiert. Die Automobil Revue kam gar auf einen Durchschnittsverbrauch von 19,6 Liter Super, die Automatikversion verlangte noch nach einem weiteren Zuschlag von drei Dezilitern, blieb aber immerhin unter 20 Litern.

Dafür erhielt man 200 PS bei 5800 Umdrehungen und einen auch über 6500 U/min drehenden Motor mit durchaus attraktivem Klangbild.

Stetige Evolution

Zum 350 SL gesellten sich schon bald ein 280 SL und ein 450 SL, auch eine etwas längere Coupé-Version (SLC) kam dazu. Erst 1980 wurde der 350 SL durch den etwa hubraumstärkeren 380 SL abgelöst, bis dahin wurden 15’304 3,5-Liter hergestellt. In den neun Jahren Bauzeit stieg der Preis (in DM) um immerhin um gegen 44 Prozent an, was die Leute nicht davon abhielt, den Wagen zu kaufen.


Mercedes-Benz 350 SL (1973) - zusammen mit SSK und 280 SL (R113) Pagode
Copyright / Fotograf: Daimler AG

Und auch nach dem Ableben des 350 SL war die Zeit für die Baureihe R107 noch lange nicht abgelaufen. Bis 1989 wurden insgesamt 237’286 SL-Cabrios gebaut. Hunderte von Veränderungen und Verbesserungen lagen zwischen dem ersten und dem letzten Exemplar. Nicht nur die Motoren wurden modernisiert, auch Fahrwerk, Interieur, Elektrik und Elektronik waren kontinuierlichen Veränderungen unterworfen.
Die Ablösung erfolgte übrigens durch den von Sacco entworfenen R129, der genauso wie sein Vorgänger optisch völlig neue Wege ging.

Klassiker ohne Allüren

Wer schon einmal Mercedes gefahren ist, kommt mit dem 350 SL auf Anhieb zurecht. Der Motor startet auf Anhieb, die acht Zylinder sind sofort hörbar. Die seltene Viergang-Handschaltung wirkt ein wenig haklig, lässt sich aber nach kurzer Angewöhnungsphase gut schalten.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - anstelle einer Handbremse gibt es eine Fussfeststellbremse, umpraktisch beim Handschaltgetriebe
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die Servolenkung unterstützt und macht das Cruisen angenehm. Man schätzt die formidablen Platzverhältnisse und kann offen überhaupt nicht nachvollziehen, warum man dem R107 einst mangelnde Übersichtlichkeit zur Last gelegt hatte.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - der V8-Motor hatte sich schon im 280 SE 3.5 bewährt
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Wer es nicht zu sportlich angehen lässt, fühlt kaum Unterschiede zu späteren Modellen der Baureihe, der Komfort ist wegen der Siebzigerreifen sogar noch besser. Und rot sieht er doch wirklich fesch aus, nicht wahr? Wir jedenfalls haben uns fast ein wenig in den klassischen Benz verliebt.


Mercedes-Benz 350 SL (1971) - damals über 200 km/h schnell
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit zum Foto Shooting.

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ab******
15.11.2020 (17:30)
Antworten
Kenne ich vom Mitfahren - sehr angenehmer Klassiker, kraftvoll und luxuriös. Trotz offener Karosserie stabil wie eine Festung - nichts knarzt der wackelt in einer Kurve. Wer das Auto mag, sollte bei Youtube "Tatort - Rot - rot - tot" eingeben. Der Film - übrigens der erfolgreichste Tatort überhaupt - spielt im Villenmilieu. Dort kurvt zu Beginn ein offener 107er durch eine teure Wohngegend, erkennbar an einem am Straßenrand geparkten RR Silver Cloud oder Bentley S-Type und einem zeitgenössischen Porsche 911.
von Ru******
17.11.2020 (10:06)
Antworten
Vielen Dank für den Bericht eines frühen 350er SL, so kommt auch das tatsächliche Alter dieses Autos so richtig herüber! Beim 107er sind nämlich die ach so häufig vorhandenen letzten Baujahre von ´85 bis ´89 überhaupt nicht mehr mit den frühen Modelle zu vergleichen. Alles war anders, Motoren, Fahrwerk, Bremsen, Anbauteile der Karosserie, Frontschürze, Türgriffe, häßliche Felgen, etc.. Es ist die Crux der späten Baujahre, die dem ursprünglich so schönen 107er bis heute immer noch viel wegnimmt. Wer z.B. ein 88er Baujahr sein eigen nennt, der hat schlicht keinen Oldtimer in der Garage stehen, sondern zeitlich "nur" ein Pendant zum BMW E30 Cabriolet, Saab 900 Cabriolet oder VW Golf Cabriolet.... Das vergleiche man mit Baujahr 1971!

Als Besitzer sowohl eines SL und eines SLC noch kurz der Hinweis: Der SLC ist nicht nur "ein bißchen" länger, sondern sehr viel länger, auch im Radstand. Und er ist das viel bessere Fahrzeug als der SL. Länge läuft, viel spurstabiler, viel bessere Sitze, echt viersitzig, Karosserie am Dach "richtig herum" gewölbt, bessere Aerodynamik und vor allem das einzige Coupé von MB, das endlich einmal wie bei allen(!) Italienern aus einem Sportwagen entstand! Das ganze als Hardtopcoupé incl. großem, el. SSD und schon ist es ein herrlich halboffenes Auto und der schlechtere SL ist eigentlich obsolet! Auch der damalige Neupreis war beim SLC erheblich teurer als der SL, man kann das bis heute nachvollziehen, wenn man beide hat. Anstatt des schwachbrüstigen 350ers nehme man "natürlich" den 450 SLC, hier kommt echtes Luxusgefühl auf und mit der moderneren K-Jetronic wird er auch ein Stück "sparsamer", nämlich nur ca. 14,5 L....
Antwort von do******
18.11.2020 (10:59)
Ich kann vieles nicht nachvollziehen was Sie hier schreiben und letztlich ist das meiste Geschmacksache. Schon aus technischen und Rostschutzgründen würde ich immer zu einem Mopf-107 raten.
von tr******
17.11.2020 (11:41)
Antworten
Hässliche Alufelgen und Radkappen, das ist letztlich Geschmackssache. Die letzten R107 wegen ein paar Änderungen als '"nur" ein Pendant zum BMW E30' zu bezeichnen, OK wer es so sieht. Ich freue mich jedenfalls an meinem R107 Bj. 1987 und möchte ihn insbesondere wegen den wesentlich besseren Bremsen, mit denen ich in den Bergen flott unterwegs sein kann, nicht mit einem frühen Modell tauschen.
von Thomi
17.11.2020 (12:32)
Antworten
Ich finde, die Verbesserungen, die der R107 in seinen vielen Produktionsjahren erfahren hat, angenehm und logisch. Ob das eine oder andere anders oder vielleicht auch häßlicher ist, als das Ur-Modell von 1971, ist wie immer Geschmacksache. Auf jeden Fall machen sie ihn zu einem fast alltagstauglichen Wagen. Außer, man will ihn heute ja gar nicht im Alltag bewegen, ist doch inzwischen ein Oldtimer für den Sommerbetrieb. Ich fahre seit ein paar Jahren den 280 SL von 1984, der ist ausreichend flott unterwegs, hat einen schönen Sound (da vermisse dabei die 2 fehlenden Zylinder nicht) und fährt mit durchschnittlich 10 Litern Super plus. Was will man mehr?
Antwort von ru******
17.11.2020 (14:17)
Hallo Thomi, warum fühlen Sie sich angesprochen? Das Baujahr ´84 hatte ich nicht gemeint, sondern natürlich diese letzte, verschlimmbesserte Serie ab Mitte ´85. Die 107er SL von Mitte ´81 bis ´85 sind soz. die "mittleren", außer einer moderneren Heizungsbetätigung und modernerem Lenkrad (das kam ja schon ´79) ist da nichts schlechter als beim Urmodell und technisch dabei modernisiert. Wie z.B. endlich ein 5-Gg.-Getriebe für den 280er mit längerer HA-Übersetzung z.B.. Und eine verbesserte Rostvorsorge. Wenn es schon ein "moderner" 107er sein muß, dann diese mittlere Serie. Sie hat noch das echte Youngtimergefühl, der neue ab ´85 eben nicht mehr. Neu ist soz. immer "besser", aber das ist ja nun überhaupt kein Argument in der Oldtimerei, denn mit diesem lande ich dann letztlich beim Neuwagen....
von Thomi
17.11.2020 (14:37)
Antworten
Alles klar.
Ich fühle mich als Eigentümer eines 84er-Modells auch nicht kritisiert, dass ich ein so modernes, verschlimmbessertes Modell fahre :-) Ganz ehrlich, ich kenne die genauen Unterschiede z.B. zwischen 84er und ab 85 gar nicht so genau. Ich habe nur ein wenig die Fahrer der Modelle ab 85 in Schutz nehmen wollen, mir wäre es egal, denn wäre mir vor ein paar Jahren nicht meiner, sondern ein ab 85 in die Hände gefallen, hätte ich den auch gekauft. Der R107 ist einfach ein schönes Auto und wenn ich es entspannter, da etwas moderner, verbesserter und einer normalen Weiterentwicklung unterzogener Wagen haben kann, dann ist das für mich ok. Die Alltagstauglichkeit und vielleicht auch ein paar Features, die die Sicherheit oder die Wartungsfreundlichkeit erhöhen, finde ich ok.
Antwort von ru******
18.11.2020 (18:15)
Betrachten wir den 107er mal ganz pauschal: Er war der letzte Klassiker einer Ära, der noch mit viel Chrom und einem Design fast ohne Computer zu haben war. Der 129er ist gänzlich anders, aerodynamisch und viel schneller, aber eben ein Auto, das sogar noch das Millenium erlebt hat. Der 107er wird längerfristig seinen Vorgänger preislich einmal einholen, das war bei Mercedes immer so, man benötigt nur einen langen Atem, weil halt die Stückzahl im Verh. sehr hoch war. Ich freue mich über jeden 107er im schönen Zustand, vor allem mit den wunderbar klassischen Radkappen. Er ist der letzte Schöne!
Antwort von ab******
18.11.2020 (20:22)
Der 107er hat den 129er schon längst eingeholt und überholt. Auch wenn die Preise mittlerweile wieder stagnieren.
Antwort von ru******
19.11.2020 (08:40)
ich glaube, Sie sollten meinen Text nochmals durchlesen. Ich schrieb vom "preislichen Einholen des Vorgängers", nicht das des Nachfolgers!
Antwort von ab******
21.11.2020 (14:57)
Das hab ich tatsächlich falsch gelesen, tut mir leid! Aber preislich einholen wird der 107er die Pagode garantiert niemals, schon durch die weit höhere Stückzahl des 107er: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/mercedes-benz-sl-w113-und-r107-fahrbericht-pagode-oder-r107/
Außerdem stagnieren die Oldtimer-Preise schon seit Jahren. Das gilt auch für den 107er.
von Thomi
18.11.2020 (18:35)
Antworten
Hm, tut mir leid, meiner hat verchromte Barock-Felgen :-)
Antwort von Thomi
19.11.2020 (12:32)
Hm, tut mir leid, meiner hat verchromte Barock-Felgen :-)
von pe******
22.11.2020 (14:53)
Antworten
Der R107 und der 911 G-Modell - Sportwagen, die man fast 20 Jahre als Neuwagen oder als junger Gebrauchter kaufen konnte. Als Kind habe ich sie bestaunt, als Jugendlicher davon geträumt einen zu besitzen und als junger Erwachsener dann leider nicht genügend Geld gehabt einen zu kaufen, schade. Sicher hat sich in den 2 Jahrzehnten viel unter dem Blechkleid getan, von Einspritzung bis ABS. Das Design beider Autos ist jedoch zeitlos und denke ich an 911 oder SL, dann sind es diese Modelle, die mir in den Sinn kommen. For ever young!
von ae******
23.11.2020 (16:45)
Antworten
Ja, mein erster SL der Baureihe R 107 war ein 280 SL, Ex Fritz Ramseier, Bern , den ich in als Occasion mit 45 000 Km erwarb. Mit diesem habe ich die ganze Schweiz abgeklopft und dabei immer einen etwas stärkeren Treiber gewünscht. Sehnsüchtig suchte ich nach einem 500 SL aber ohne Erfolg. Da kam die Erlösung 1989 mit einem Angebot meines Garagisten, einen neuen 500 SL der letzten Baureihe R 107 mit einigem Rabatt wegen der eben erscheinenden Reihe R 129, zu erwerben. Ich griff zu und dieser Wagen (heute als Veteran fährt mit echten 90 000 Km immer noch bravourös mit Dach runter auf sommerlichen Strassen umher
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