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Bild (1/5): MGB GT V8 (1974) - der V8-Motor verwandelt den sonst braven MG schon ein wenig (© Daniel Reinhard, 1974)
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    MGB GT V8 - britischer Hot Rod ab Werk

    8. Mai 2018
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (33)
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    Wenn man auto-affine Leute britische Sportwagen mit acht Zylindern aufzählen lässt, die in den Sechziger- oder Siebzigerjahre verkauft wurden, dann werden vermutlich der Daimler Dart oder der Triumph Stag, vielleicht auch die TVR-Coupés Tuscan und Griffith genannt. Aber es gab auch einen MGB mit Achtzylindermotor, nur wurde der kaum exportiert und nur in kleinen Stückzahlen gebaut.

    MGB GT V8 (1974) - der V8 hatte locker Platz
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Karriere des MGB

    Die Geschichte ist bekannt. 1962 wurde der MGA mit dem MGB abgelöst.

    MG B (1962) - präsentiert vor dem neusten britischen Airliner, der Vickers VC10
    © Zwischengas Archiv

    Der moderne Roadster mit selbsttragender Karosserie und braver Vierzylinder-Motorisierung erfreute sich bald grosser Popularität. Mit Pininfarina-Hilfe entstand dann ein praktisches Heckklappen-Coupé , das an der Earls Court Motor Show in London im Oktober 1965 dem Publikum schmackhaft gemacht wurde. Mit Erfolg!

    MG B GT (1967) - wurde gerne mit Damen präsentiert
    © Zwischengas Archiv

    Zwei Jahre später lancierte die BMC den MGC mit Sechszylindermotor , im Prinzip ein MGB, angeboten als Coupé und als Cabriolet, mit einem Reihensechszylindermotor von drei Litern Hubraum, wie er auch im Austin 3 Litre verbaut wurde.

    MG C GT (1968) - mit 3-Liter-V6 Motor und 150 PS
    © Zwischengas Archiv

    Der schwere Motor überzeugte zwar durch deutlich mehr Fahrkultur als der Vierzylinder, das massiv höhere Gewicht aber führte trotz Mehrleistung nicht zu rasant sportlicheren Fahrleistungen.

    Nur gerade 4458 Coupés mit Dreilitermotor entstanden bis 1969. Alternativen gab’s bereits im Konzern, denn der Triumph Stag suchte auch seine Käufer.

    Leistungshunger ungestillt

    Obschon aber die MG-Käufer den Abgang des C nicht allzu sehr bedauerten, blieb der Wunsch nach einer leistungsstarken und besonders sportlichen Variante unerfüllt. In diese Lücke sprang der Tuner Costello Engineering, indem er den Rover-V8 mit 151 DIN-PS in den Bug des MGB pflanzte. Weil dieser Aluminium-Motor, den Rover in den Sechzigerjahren von Buick übernommen hatte, sogar leichter als der Serien-Vierzylinder war, konnten die Käufer des Umbausatzes von deutlich verbesserten Fahrleistungen profitieren. Man sprach von 7,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h und über 200 km/h Spitze. Der Umbau kostete samt neuer ausgebuchteter Motorhaube aus GFK 975 britische Pfund.

    Die Automobil Revue erhielt im Jahr 1972 die Gelegenheit, einen umgebauten MGB mit V8-Motor probezufahren. So ganz überzeugt zeigte sich der Schreiberling allerdings nicht, obschon die Fahrleistungen mehr als nur beeindruckend waren:
    “Das serienmässige MGB-Getriebe, welches seinerzeit für den Sechszylindermotor verstärkt werden musste, vermochte nicht zu überzeugen. Die Schalthebelführung ist schwergängig und hakend. Der Achtzylindermotor ist aber derart elastisch, dass ein Minimum an Schaltvorgängen nötig ist. Der antiquierte MGB verdaut die Mehrleistung recht gut. Wenn man ihn etwas unsanft über rauhe Strassen bewegt, treten mitunter Verwindungserscheinungen der offenen Karosserie auf. Diesbezüglich würde sich das formsteifere GT-Coupe günstiger verhalten.
    Die Bremsen – mit härteren Belägen ausgerüstet – sind der Motorleistung gewachsen, obwohl sie harte Beanspruchung durch penetrante Geruchbildung quittieren.”

    Auch Lord Stokes von British Leyland fuhr den Costello-B im Jahr 1972 und war offenbar so angetan, dass man bei Costello einen Prototypen nach eigenen Vorstellungen bauen liess.

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    Der Über-B mit V8

    Es dauerte dann noch über ein Jahr, bis die Leyland-Version des nun MGB GT V8 genannten Coupés erschien. Cabriolets wurden vom Werk nicht angeboten, offenbar kam man zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie die Automobil Revue.

    MGB GT V8 (1973) - Vorstellung auf der Londoner Earls Court Motor Show, angekündigt mit einer Produktionsrate von 50 Exemplaren pro Woche, nicht für den Kontinent
    © Archiv Automobil Revue

    Im Gegensatz zu Costello hatte man die Verdichtung des V8 von 10,5:1 auf 8,25:1 gesenkt, damit er sich mit Normalbenzin zufrieden gab. Dies bedeutete allerdings eine Leistungsreduktion auf etwa 139 PS, die bei 5000 Umdrehungen anlagen. Das Mindergewicht des Motors von rund 14 kg gegenüber dem Vierzylinder wurde durch schwere Nebenaggregate und der Leistung angepasste Aufhängungen, sowie grössere Reifen mehr als kompensiert, so dass man von rund 1,1 Tonnen Leergewicht für das V8-Coupé sprach.

    MGB GT V8 (1974) - optisch schön herausgeputzter Motorraum mit dem V8
    © Zwischengas Archiv

    Aber auch so beeindruckten die Fahrleistungen, beschleunigte der Wagen doch in gerade einmal 8,3 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde und erreichte eine Spitze von fast 200 km/h.

    Die Automobil Revue schrieb damals:
    “Mit dem Vierganggetriebe, das zur motorschonenden Fahrweise noch einen Laycook-de-Normanville-Schnellgang besitzt, lassen sich Überholmanöver aus jedem Tempo blitzschnell und, was noch wichtiger ist, sehr gefahrlos abwickeln. Solche Krafteinsätze werden auch akustisch untermalt, denn der Leichtmetall-V8 dreht zwar vibrationsfrei, ist aber unter Volllast doch recht gut hörbar. Das typische V8-«Blubbern» wird in erster Linie Freunde grossvolumiger V8-Motoren erfreuen.”

    Eine primär-britische Angelegenheit

    So ganz überzeugt waren die Leyland-Manager allerdings vom Neuzugang nicht, jedenfalls entschieden sie, den Wagen ausschliesslich in Rechtslenker-Version zu bauen und preislich mit 2293 britischen Pfund über 40% teurer als den 1800er-GT anzubieten. Selbst ein Dreiliter-Capri war in Grossbritannien mehr als ein Viertel günstiger.

    MGB GT V8 (1974) - da lässt es sich zu zweit natürlich angenehm reisen
    © Zwischengas Archiv

    So überrascht es nicht, dass sich die Stückzahlen in Grenzen hielten, zumal der vermutlich interessanteste Markt, die USA, gar nicht beliefert wurde.

    Rare Spezies

    Bis 1976 entstanden 2591 dieser MGB GT V8 Coupés, ein gutes Drittel davon mit den Gummistossstangen, die auch am normalen MGB wegen neuen US-Sicherheitsvorschriften ab 1974 montiert werden mussten. Im Vergleich zu den 125’282 gebauten Vierzylinder-Coupés nimmt sich diese Produktionszahl sehr bescheiden aus.

    Costello hatte weitere rund 200 Autos umgerüstet und dieses Strickmuster dient bis heute Fans des blubbernden ex-Buick-V8 als Vorbild für einen leistungssteigernden Umbau.

    Sportlich und klanglich grösser

    Fast ein wenig wie ein “Hot Rod” fühlt sich der achtzylindrige MGB an. Im Innern erscheint er irgendwie grösser, was primär auf die Motorakustik zurückzuführen ist. Leichtfüssig setzt er sich in Bewegung,  und schüttelt Fahrleistungen aus dem Ärmel, die auch heute noch durchaus zeitgemäss sind. Man darf sicherlich ein wenig daran zweifeln, ob hier nur 139 PS am Arbeiten sein sollen. Schliesslich bietet der Rover-V8 ein grosses Tuning-Potential.

    MGB GT V8 (1974) - mehr oder weniger grosse Klappe hinten
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    An das rechtsseitig montierte Lenkrad muss man sich natürlich gewöhnen, geschaltet wird entsprechend mit der linken Hand. Für Briten-Fans kein Problem, solange man nicht gerade – ohne Beifahrerhilfe – an einer Autobahn-Zahlstelle Münzen einwerfen oder beim Parkhaus ein Ticket ziehen soll.

    MGB GT V8 (1974) - klassisches MG-Cockpit
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Gut zu wissen auch, wo sich die Motorhauben-Verriegelung versteckt. Genau, links, wie beim Linkslenker. Warum auch nicht.

    Teurer als die anderen

    Heute ist der MGB GT V8 der teuerste der drei Coupés, der Unterschied zum Sechszylindermotor ist allerdings nicht riesig. Wer es gerne sportlich und dynamisch hat, der sollte sich den V8 sicherlich genauer anschauen, wenn die Rechtslenkung kein Hinderungsgrund ist. Wer am liebsten gemütlich dahinzockelt, der ist auch mit dem deutlich günstigeren Vierzylinder-Coupé gut bedient. Wir aber, wir haben die Fahrt im britischen “Hot Rod” sehr genossen!

    Wir danken Christian Ziegler und seiner Firma Classic-Autos.ch für die Gelegenheit, den weissen MGB GT V8 fotografieren und fahren zu können.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ae******:
    15.05.2018 (10:20)
    dieser MG wird von vielen verachtet aber er ist gleichwohl ein bequemer GT. Ich jedenfalls habe nach 3-jährigem Exodus in vielen "Spezialwerkstätten wegen Problem mit störrischenm Lauf bei Betriebstemperatur wieder grosse Freude am Rubber bumper, der "Hornisse", die wieder herrlich brummelt. Gruss Ae.
    al******:
    15.05.2018 (09:11)
    Ja der Chrom bumper V8 macht Freude ich habe fuer den 3ten &4ten Overdrive
    und muss kaum schalten. Die Leistung ist echt gut jedoch das Fahrwerk die Bremsen und die Scheinwerfer sollten modifiziert werden um den Power sicher und mit Freude geniessen zu koennen.
    Gruss Alfred.
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