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Bild (1/3): Lotus Esprit Turbo (1983) - Giugiaro's meisterlicher Wurf (© Bonhams, 2015)
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    Lotus Esprit Turbo - und was selbst James Bond nicht über seinen Dienstwagen wusste

    7. Januar 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (1)
    Bonhams 
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    Barbara Donovan 
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    Viel eindrücklicher konnte ein neuer Sportwagen nicht in Szene gesetzt werden als der Lotus Esprit S1 im James-Bond-Film “Der Spion, der mich liebte”. Unvergesslich bleibt die Szene, wo sich der Kunststoffwagen in ein Unterseeboot verwandelt. Das war schwer zu übertreffen, deshalb entschied man sich wohl im Folgefilm “Moonraker” (1981) komplett auf Autos zu verzichten und setzte lieber eine Gondel als Luftkissenboot oder einen Space Shuttle in Szene.

    Lotus Esprit Turbo (1981) - aus dem James Bond Film "For Your Eyes Only"
    © Zwischengas Archiv

    1981 aber war der Lotus Esprit zurück auf der Leinwand, als Turbo-Modell mit gut sichtbarem Heckspoiler und u.a. aufgeschnallten Skiern.

    Vom S1 zum S2

    Der Lotus S1, der bereits 1972 in Turin erstmals gezeigt worden war, wurde schliesslich am Autosalon Paris als Produktionswagen präsentiert und sorgte mit seinem keilförmigen Design, das Giorgetto Giugaro zu verdanken war, für viel Aufsehen. Der Auftritt im James-Bond-Film machte den S1, der bis 1977 gerade einmal 714 mal mit dem aus dem Jensen Healey bekannten Zweiliter-Vierventil-Motor produziert wurde, weltweit bekannt.

    Lotus Esprit (1977) - die Serienversion bewegte sich designtechnisch sehr nahe am Koneptfahrzeug von Giugiaro
    © Zwischengas Archiv

    Diverse Detailmängel empfahlen eine frühe Modellpflege, die mit dem für 1978 eingeführten S2 erfolgte. 1060 Exemplare des S2 wurden bis 1980 gebaut, durch den S2.2 abgelöst, der es in den Jahren 1980 und 1981 auf gerade einmal 90 Exemplare brachte, mit seinem galvanisierten Chassis und dem auf 2,2 Liter vergrösserten Motor aber bereits Einblicke in die weitere Entwicklung des durchaus erfolgreichen Lotus-Modells gab.

    Lotus Esprit S2.2 (1981) - der S2.2 wurde nur 90 mal gebaut und verfügte bereits über das galvanisierte Chassis, wie es der S3 dann hatte
    © Zwischengas Archiv

    Stetige Weiterentwicklung

    Bereits 1978 hatte man bei Lotus begonnen, eine schnellere Esprit-Version zu entwickeln. Die Verwendung eines Turboladers empfahl sich, denn im Formel-1-Sport begann sich die Überlegenheit dieser Technologie für kleine Motoren, wie eingesetzt von Renault, bereits zu zeigen. Doch eigentlich hatte Colin Chapman einen V8-Motor favorisiert für den Esprit, bis vier Liter gross und entsprechend kräftig. Doch obschon die Arbeiten an diesem Aggregat voranschritten, ging Lotus die Zeit aus, denn parallel zu den eigenen Modellen hatte man einen Entwicklungsauftrag für den DeLorean Sportwagen angenommen.

    Also musste man einfachere Wege gehen, griff auf den bereits für den S2.2 vorgesehen 2,2-Liter-Motor, den man auch für den Talbot Sunbeam Lotus entwickelt hatte, zurück.

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    Mit Unterstützung des F1-Sponsors

    Die Erdölfirma Essex, die zu jener Zeit der F1-Sponsor von Lotus war, unterstützte die Entwicklung des Esprit Turbo finanziell, logischerweise hiess dann auch das Modell, das früh im Jahr 1980 in der Royal Albert Hall in London mit einer spektakulären Show und Shirley Bassey vor 700 VIP-Gästen vorgestellt wurde, Lotus Essex Turbo Esprit.

    Lotus Esprit Essex Turbo (1980) - weiterhin keilförmig, aber mit deutlich kräftigeren Stossfängern
    © Zwischengas Archiv

    Obschon sich das Auto von aussen ausser durch neue Stossfänger und Spoiler an Front und Heck mit Ausnahme der auffälligen Sponsor-Lackierung in Dunkelblau, Rot und Gold kaum vom bisherigen Esprit S2 unterschied, war es eigentlich fast eine Neuentwicklung.

    Lotus Esprit Essex Turbo (1980) - galvanisiertes und verbessertes Chassis
    © Zwischengas Archiv

    Das Chassis war weitgehend neu und es kam mit neuen Aufhängungen vorne wie hinten daher. Zudem wurde es nun galvanisiert und mit fünf Jahren Garantie verkauft. In der Mitte war das Chassis nun breit genug, um auch einen V8-Motor aufnehmen zu können. Auch grössere Wasser- und Ölkühler fanden nun Platz.

    Der neue Motor

    Es war nicht damit getan, einfach einen Turbolader zu montieren, der Motor wurde zumindest teilweise neu entwickelt. Die Automobil Revue beschrieb die Modifikationen im Detail:

    “Das neue Triebwerk (Bezeichnung 910 Turbo) ist eine Weiterentwicklung des Zweiliter-Sechzehnventilers mit 162 DIN-PS. Durch die Vergrösserung des Hubs um 7,1 auf 76,2 mm wuchs der Inhalt wie beim Talbot-Sunbeam-Lotus auf 2174 cm3. Für die Montage des Turboladers vom Typ Ai Research T3 (Garrett) wurde das Verdichtungsverhältnis durch neue Kolben von 9,5:1 auf 7,5:1 reduziert. Nach weiteren Modifikationen - Nocken-
wellen mit abweichenden Steuerzeiten, andere Ventilfedern, kontaktlose elektronische Zündung, Trockensumpfschmierung - beträgt die Leistung bei relativ bescheidenem Ladedruck von 0,56 bar 213 DIN-PS (156,5 kW) bei 6000 bis 6500 U/min,und das Höchstdrehmoment beziffert sich auf 27,7 mkp (272 Nm) bei 4000 bis 4500 U/min. Mit der Literleistung von beinahe 100 PS (98,1 PS/1) gehört das Essex-Aggregat zu den leistungsfähigsten Serienwagenmotoren der Gegenwart. Ein vergrösserter Kühler, eine leistungsfähigere Wasserpumpe sowie natriumgekühlte Auslassventile sollen dafür sorgen, dass er trotzdem standfest bleibt.
    Eine Besonderheit: Der Turbolader verdichtet nicht erst das im Vergaser bereits aufbereitete Benzin-Luft-Gemisch, sondern die reine Ansaugluft vor dem Vergaser, wie das bei früheren Kompressorkonstruktionen der Fall war. Lotus verspricht sich durch die Montage des Laders vor dem Vergaser unter anderem einen leichten Vorteil, weil die durch das Komprimieren unerwünschterweise erwärmte Luft durch die Beimischung von Benzin etwas gekühlt wird, was wiederum zu besserer Zylinderfüllung und damit zu höherer Leistung führt. Die Dell’Orto-Vergaser mussten hierfür speziell abgedichtet werden.”

    Bonhams

    Luxuriöses Interieur

    Mit einem ungefähren Preis von CHF 78’000 katapultierte sich der Essex Turbo direkt in die höchste Liga im Sportwagenumfeld. Zum Vergleich, der Lotus Esprit S2 kostete “nur” CHF 52’800, ein Maserati Bora 4,9 CHF 77’000, ein Ferrari 308 GT CHF 56’600, ein 512 BB CHF 98’000, ein Porsche Turbo 930 CHF 81’000.

    Lotus Esprit Essex Turbo (1980) - deutlich wertigeres Interieur mit viel Leder
    © Zwischengas Archiv

    Da musste man auch bei den inneren Werten nachlegen und staffierte mit Giugiaros Hilfe das Interieur komplett neu mit viel Echtleder aus. Auch die Klimaanlage und eine Panasonic-Stereoanlage mit vier Lautsprechern, die wie in einem Flugzeugcockpit über eine Dachkonsole bedient werden konnte, gehörten genauso zum Serienumfang wie die dreiteiligen Compomotive Aluräder mit Goodyear-NCT-Reifen der Dimension 195/60 VR15 und 235/60 VR 15. 

    100 Essex Turbo sollten gebaut werden, 57 sind es gemäss Recherchen des Buchautors Jeremy Walton (“Lotus Esprit - the complete story”) geworden.

    Lotus Esprit Turbo (1983) - Silber steht im gut
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Um preislich etwas volkstümlicher zu werden, wurde der Essex Turbo etwas entschlackt und mutierte so ab April 1981 zum Lotus Esprit Turbo, der nun preislich deutlich humaner daherkam, will sagen rund 71’000 Franken. Noch besser sah der Preisvergleich in Grossbritannien aus, wo der Esprit Turbo nun in etwas auf Höhe des Ferrari 308 GTB angesiedelt war. Der tiefere Preis wurde durch den Wegfall der Trockensumpfschmierung, die bei den Besitzern sowieso zu Bedienungsproblemen geführt hatte, der Klimaanlage und der aufwändigen Audioanlage ermöglicht. Zudem wurden die Compomotive-Räder durch BBS-Felgen ersetzt.

    Supersportwagen

    Mit rund sechs Sekunden für den Spurt von 0 bis 100 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h reihte sich der Turbo Esprit bei den schnellsten Sportwagen der Zeit ein. Dabei blieb der rund 1200 kg schwere Sportwagen um die 15 Liter pro 100 km im Testbetrieb, was angesichts der guten Fahrleistungen sicherlich in Ordnung ging.

    Lotus Esprit Turbo (1983) - rund 240 km/h schnell war der zwangsbeamtete Esprit
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Brillieren konnte der Esprit Turbo aber vor allem auch durch sein Fahrverhalten, das mit den vorgenommenen Anpassungen gegenüber dem S2 nochmals deutlich gewonnen hatte, ohne dass der Komfort gelitten hätte. Die englische Zeitschrift “The Motor” schrieb sogar: “Für einen Sportwagen, der ein derartt hervorragendes Handling aufweist, ist der Fahrkomfort erstaunlich hoch. Bei Innerortsgeschwindigkeit fühlt sich der Lotus straff an, ohne unkomfortabel zu wirken. Werden die Strassen breiter und offener, offenbart der Esprit ein feilfühliges Fahrverhalten mit perfekter Dämpfung selbst über Unebenheiten, welches selbst von weich gefederten Limousinen kaum übertroffen werden kann.”

    Erfolgsmodell

    Der Lotus Esprit Turbo war ein Erfolgsmodell. In manchen Jahren war er das meistproduzierte Modell, obschon daneben Viersitzer wie der Excel und günstigere Modelle wie der Esprit S3 ohne Turbo verkauft wurden. Bis 1987 waren es schliesslich über 2000 Exemplare (Walton nennt 2065, andere Quellen sprechen von 2274 Autos). Gegen Ende der Bauzeit wurden statt der Vergaser auch Einspritzungen verbaut.

    1987 folgte ein von Peter Stevens sorgfältig optisch überarbeitetes Modell, das deutlich rundlicher, aber technisch eng verwandt daherkam.

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    Und James Bond?

    Im 1981-er-Bond-Film “For Your Eyes Only” konnte James Bond gleich auf zwei frühe Modelle (Kennzeichen OPW 654W und OPW 678W) zurückgreifen, die technisch dem Essex Turbo entsprachen, aber ohne die spezielle Lackierung geliefert wurden. Das erste, weiss gespritzte Coupé tauchte in Spanien auf und flog in die Luft, als die Schurken es aufzubrechen versuchten - eine wirksame, aber aufwändige Diebstahlsicherung. In Cortina d’Ampezzo fuhr Bond dann in einem kupferrotfarbenen Esprit mit Skiern über der Heckscheibe vor. Gemäss Walton handelte sich sich um dasselbe Auto, das für bessere Sichtbarkeit im Schnee von Cortina umgespritzt worden war, während für die Explosion eine nachgebildete Karosserie ohne viel Technik benutzt worden war.

    James Bond Lotus Esprit S1 (1981) mit Playmate
    © Zwischengas Archiv

    Beim für diesen Artikel portraitierten Exemplar handelt es sich um einen für die USA gebauten linksgelenkten Lotus Esprit Turbo aus dem Jahr 1983 und offensichtlich den einzigen, der für Amerika silberfarben lackiert und mit rotem Lederinterieur ausgerüstet wurde. Mit nur 32’000 Meilen hat er vergleichsweise wenig erlebt und wurde offensichtlich geschont. Und dank der fehlenden Alarmanlage im James-Bond-Stil flog er auch nie in die Luft.

    Bonhams verkauft den Wagen an der Scottsdale-Versteigerungam 28. Januar 2016 und hat einen Schätzwert von USD 35’000 bis 45’000 angesetzt.

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