Ford Granada 2.3 L - Kölner Eleganz mit Misstönen
Zusammenfassung
Wer anfangs der Achtzigerjahre eine günstige und gleichzeitig elegante Sechszylinder-Limousine kaufen wollte, kam am Ford Granada nicht vorbei. Nicht umsonst war Ford damals in Europa der Marktführer, was Sechszylinder-Fahrzeuge anging. Über die ganze Bauzeit wurden rund 1,6 Millionen Granada verkauft, die zweite Generation trug davon etwa die Hälfte bei. Dieser Fahrzeugbericht schildert einen Ford Granada 2,3 L und erzählt die Geschichte des Modells ausführlich, illustriert mit vielen Bildern, Werbeillustrationen und einem Tonmuster.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Schlichte Eleganz
- Viele Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger
- Bewährte Technik
- Baukasten
- Bewährte Technik?
- Kein Testsieger
- Abgelöst durch den Scorpio
- Heute eine Rarität
- Ruhiger Gleiter
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 9min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Wer anfangs der Achtzigerjahre eine günstige und gleichzeitig elegante Sechszylinder-Limousine kaufen wollte, kam am Ford Granada nicht vorbei. Nicht umsonst war Ford damals in Europa der Marktführer, was Sechszylinder-Fahrzeuge anging. Im August 1977 stellte Ford die zweite Generation des Granada vor, der den Erstling , vorgestellt am Genfer Autosalon 1972, ablöste und dabei mit der Hüftschwung-Romantik zugunsten eines deutlich nüchternen und gradlinigen Stils aufräumte. Bob Lutz, damals Generaldirektor bei Ford Europa meinte bei der Präsentation des von Uwe Bahnsen gezeichneten Ford-Stilisten: “Der alte Granada war mir im Aussehen zu weich.”
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Nicht nachvollziehbar bleibt für mich das damalige Urteil über das Fahrverhalten. Dank Schräglenkerhinterachse fährt sich der Granada grandios! Kein Vergleich zum Opel Rekord, der mit seiner Starrachse deutlich mehr poltert und weniger präzis dirigierbar ist. Ich habe beide; das sind ErFAHRungswerte ;-)
Mein einziger Kritikpunkt ist die viel zu leichtgängige Servolenkung. Fürs Parkieren super, aber auf der Landstrasse hat man zuwenig Rückmeldung am Lenkrad. Ansonsten ein super Auto!
Aber sehr schön, dass Sie den fast vergessenen großen Ford mit Ihrem Artikel wieder zum Leben erwecken. Ein sehr eigenständiger, geradezu majestätischer Cruiser verglichen mit einem eher gesichtslosen Mondeo von heute...
Bei den heutigen "Kombis" mit abfallender Dachlinie braucht man gar nicht mehr daran zu denken. An diese Zeit in den Achtzigern denke ich noch gerne zurück.
Mein besonderer Liebling war ein Granada I erste Serie aber MK II (Baujahr 76). Zwar blos der kleine V6 mit 90 PS, aber hinten war ein Doppelbett eingebaut. Es war ein Turnier.
Ostern mal eben nach Süden bis das Wasser warm genug zum Baden ist? Kein Problem, wir waren bis Gibraltar.
Als kleine Reminiszenz an den Granada habe ich bis heute 2 Opels aufbewahrt. Omegas. Einen Caravan und eine Limousine, beide 2.0 16V. Die kommen den Granadas vom Charakter her ziemlich nahe, das sanfte Gleiten liegt ihnen. Auch von den üppigen Platzverhältnissen sind sie vergleichbar.
Allerdings ist die Motortechnik eine völlig andere. Die kleinen 4 Pötter sind relativ sparsam und stoßen bei Bedarf in Geschwindigkeitsbereiche vor, die kein serienmäßiger Granada je erreicht hat.
Rolf
Heute habe ich von Nachfolger, Ford Scorpio diveres Fahrzeug, neben natürlich Oldtimer von Ford.
"... neu war der eingespritzte 2,8-Liter-Köln-V8"
Meines Wissens ist das der legendäre V6

Noch Anfang der 90er fuhr ich stolz Granada bis er bei einem Überschlag mein Leben gerettet hat (ja, auch ohne Airbags!).
Später um 2000 noch einen MK2 mit 2,8i und 3Gang_Automatik. Bereue den Verkauf noch heute :-D
Die Familie meiner Frau fuhr parallel zu mir einen 123er Mercedes mit deutlich niedrigeren Wartungskosten und so erwarb ich schließlich einen gebrauchten 123er, dessen Motor erst bei 345.000 km seinen Geist aufgab. Den gebrauchten Nachfolger W 124 / 300 E / Bj.'91 (von einem Freund mit 111.111 km übernommen) fuhr ich bis vor kurzem problemlos über die 500.000 km-Marke und erkannte: Granada war der "Mercedes für Arme", weil Ford einfach an den falschen Stellen spart(e). Mein Fazit "Nie wieder Ford" hält bis heute an.
P.S.: Meine Nichte (auch "Dink") hat ihren Ford Focus mit kapitalem Motorschaden vor einem halben Jahr bei 145.000 km "weggeworfen", aber einen weiteren Vorführwagen gekauft. Wer sich's leisten kann ...
Von 2001 bis 2006 einen Focus I mit 115000 gebraucht gekauft und mit
275000 km verkauft. Z.Zt fahre ich einen Focus II, mit 37000 km 2016 gekauft,
aktuell 149000 km allerdings mit LPG (Werksausstattung) und bin absolut
zufrieden. Rost war/ist beim Focus kein Thema und keine Reparaturen bisher.
Die neueren Autos (aller Hersteller) sind sicher anfälliger, auch was diese ganze Computertechnik angeht . . .
Handyverbot ist richtig, aber das ganze, komplizierte "Entertainment" darf überall ungestaft eingebaut werden !






























































































































































































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