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Bild (1/4): Ford Escort Mexico (1972) - drei Generationen Ford Escort (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Ford Escort Mexico - Alltagsrenner für den Nachwuchs

    13. Dezember 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (36)
    Ford Motor Company 
    (11)
    Klaus D. Lehmann-Gräve 
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    Es war am 17. November 1967, als Ford in Grossbritannien begann, den Escort zu fertigen. Vorgestellt wurde er dann im Januar 1968 in Brüssel am Autosalon, kaufen konnte man ihn ab März 1968. Den ersten europäischen Ford nannten sie ihn damals und von Anfang an gab es sportliche und kräftige Varianten, denn das Credo “Win on Sunday, sell on Monday” (Siege am Sonntag, verkaufe am Montag) war damals noch omnipräsent.

    Ford Escort Mexico (1972) - straff und sportlich, so war der "Mexico" konzipiert
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Deutsche Einflüsse

    Im geheimen Versuchszentrum im Nordosten Londons erhielten Presseleute anfangs 1968 zum ersten Mal den neuen Escort zu Gesicht. Dass dies in Grossbritannien geschah, hatte gute Gründe, denn im Prinzip löste der neue Wagen den Anglia ab. Zudem erhielt er viele Technikkomponenten aus dem britischen Ford-Inventar.

    Ford Escort (1970) - Der erste Escort, der 1970 in Saarlouis gebaut wird
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Allerdings hatten deutsche Ford-Ingenieure tatkräftig mitgearbeitet und beispielsweise darauf beharrt, dass der Schalthebel beim Fahren bewusst von Schaltebene zu Schaltebene geführt werden müsse, während die Briten sich ein saloppes schräges Durchziehen gewohnt gewesen waren. Daher erhielt der Rückwärtsgang nun auch eine Sperre, die durch Niederdrücken des Schalthebels überwunden werden musste.

    Der Tradition verbunden

    So richtig revolutionär war das neue Familienauto nicht, die Motoren konnten vom Cortina übernommen werden, die vorderen Aufhängungen taten in ähnlicher Form bereits bei Consul und Zephyr ihren Dienst, hinten setzte man weiterhin auf eine Starrachse mit asymmetrischen Halbelliptik-Längsfedern. Selbst der Name war nicht neu, denn schon 1956 hatte es einen Kombiveriante des Anglia als “Escort” gegeben. Für den Einsatz als “europäisches Auto” allerdings erschien den Ford-Verantwortlichen Escort besser geeignet als Anglia, schliesslich sollte der neue Wagen sowohl auf der Insel (Dagenham) als auch in Belgien (Genk) und in Deutschland (Saarlouis) gefertigt werden.

    Ford Escort TwinCam (1968) - die sportliche Variante
    © Zwischengas Archiv

    Während das Gros der neuen Escort-Modelle mit 1,1- und 1,3-Liter-Motoren und volkstümlichen Leistungsstufen bis 76 SAE-PS (als GT) ausgeliefert wurden, hatte es ein Modell faustdick unter der Haube. Dort sass nämlich die Technik aus dem Cortina-Lotus, also ein 1558 cm3 grosser Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 115 PS. Dass nicht nur mehr Leistung, sondern auch - mit Scheibenbremsen vorne und verbesserten Aufhängungen - mehr Fahrsicherheit gab, war selbstverständlich, durfte aber auch beim Kaufpreis, der mit 14’205 Franken mehr als doppelt soviel als die 6550 Franken des einfachsten Modells kostete, auch erwartet werden.

    Ford Escort GT (1969) - sportliche Variante
    © Zwischengas Archiv

    Der “normale” Ford Escort wurde schnell beliebt, schliesslich kostete er kaum mehr als ein VW Käfer und war rundum das modernere Auto. Die einsetzenden Renn- und Rallye-Erfolge taten ihr Übriges dazu.

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    Rallye-Erfolg führt zu Sondermodell

    Auch Hannu Mikkola und Gunnar Palm fuhren in einem schnellen Escort, als sie im Jahr 1970 an der Langstrecken-Rallye von London nach Mexico teilnahmen. Gegen Citroën und andere Werksmannschaften siegte der heckgetriebene Escort, dem damals 1834 cm3 und 140 PS bescheinigt wurde und der zudem Trockensumpfschmierung an Bord hatte.

    Ford Escort RS 1600 (1970) - Mikkola und Palm gewinnen die Rallye London-Mexico im Jahr 1970, zudem auch die Italien-Rallye
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Den Erfolg feierten die Ford-Leute mit einem Sondermodell, das sie entsprechend “Mexico” nannten. Wer nun gehofft hatte, einen 16-Ventiler mit Doppelnockenwellen-Bestückung zum volkstümlichen Preis zu erhalten, sah sich allerdings getäuscht. Unter der Haube werkelte ein 1601 cm3 grosser Vierzylinder mit 86-DIN-PS, der seine Antriebskraft über ein Vierganggetriebe auf die Hinterachse weitergab.

    Ford Escort Mexico (1972) - mit dem optionalen Rallye-Clubman-Pack
    © Zwischengas Archiv

    In Kombination mit der leichten Karosserie reichte der vergleichsweise brave Motor aber durchaus für sportliche Fahrleistungen. Schliesslich konnte man mit 169 km/h auf der Autobahn und Beschleunigungszeiten von 11,1 Sekunden von 0 bis 100 km/h manchen Mercedes-Benz oder BMW hinter sich lassen.

    Technik aus dem Rennsport

    Der Escort Mexico war weit mehr als ein mit Klebern aufgewertetes Sondermodell. Nur hier gab es den 1601 cm3 grossen Kent-Motor mit Querstromkopf. Karosserie, Aufhängungen, Bremsen und Kupplung waren verstärkt worden. Die Führung der hinteren Starrachse war verbessert worden und die Geometrie der vorderen Aufhängungen zeigten sich überarbeitet. Die Reifen mit der Dimension 165 SR 13 wurden nun auf grössere Felgen aufgezogen.

    Der spärlich isolierte Innenraum (mehr Geräuschabschottung gab es gegen Aufpreis) enthielt das Nötigste für die schnelle Kurvenhatz am Wochenende, also Sportsitze, ein Lederlenkrad und eine komplette Instrumentensammlung mit Drehzahlmesser, Öldruckanzeige und Ampèremeter.

    In der Schweiz kostete der so ausgerüstete Escort Mexico CHF 10’955, ähnlich gut laufende Konkurrenten waren meist teuer. So machte ein BMW 1602 den Käufer um CHF 14’100 ärmer, für einen Opel Kadett Rallye 1.9 musste man CHF 12’850 springen lassen im Jahr 1972.

    Zubehör vom Hersteller

    Wer es noch rennmässiger haben wollte, dem bot das Ford-RS-Programm eine riesige Auswahl an Zubehör zum Escort Mexico an, etwa ein Rallye-Clubman-Pack für 1530 Franken mit vier Cibié-Jod-Fern-/Nebellichtern, Überrollbügel, Bildstein-Stossdämpfern, Schalensitzen und Kartenleselampe.

    Ford Escort (1972) - das Tuning-Programm für den Escort
    © Zwischengas Archiv

    Ein Blaupunkt-Radio stand für 590 Franken im Angebot, Aluräder für CHF 700. Das “Custom Pack” bot mehr Komfort mit verbesserter Schallisolation, Teppichen, Stoffpolstern, Mittelkonsole, Heckscheibenheizung und Kartenleselampe für CHF 1190.

    Nicht für jeden

    Dass der Vierzylinder nicht ganz so aggressiv röhrte wie der Doppelnocker, mussten Käufer des Querstrom-Mexico in Kauf nehmen, ansonsten präsentierte sich der kompakte Zweitürer als munteres Gefährt, das sichere Fahreigenschaften bei noch erträglichem Komfort bot.

    Ford Escort Mexico (1972) - sportliche Ausführung
    © Zwischengas Archiv

    Die Automobil Revue schrieb nach ihrem Kurztest im Jahr 1972:
    “Die Stärke des Mexico liegt in seinen zahlreichen Merkmalen, die ihn zum schnellen, handlichen und sicheren Auto machen, ohne dass man dazu allzuviel auslegen muss. Dass man aber zu diesem Preis nicht alles aufs Mal erhalten kann, beweisen die Abstriche am Komfort.”
    Es waren vor allem die lauten Karosserie- und Motorgeräusche und das ziemlich straffe Fahrwerk, das gemäss AR zum “Reisewagen mit Einschränkungen” führte, obwohl “Autofahrer, die konditionell gut im Schuss sind, ohne weiteres Tagesetappen von über 700 km ohne nennenswerte Ermüdungserscheinungen bewältigen können würden”.

    Mit dem beim Rallye-Clubman-Pack serienmässigen Überrollbügel und den Kübelsitzen verringerte der eigentlich fünfsitzige Familienwagen zu einem 2+2, in den gemäss AR nur geübte Personen entspannt einsteigen konnten, während weniger sportliche Fahrer sich ungeschickt in den Sitz plumpsen liessen.

    Heute ein Juwel ...

    All die Kritik von damals ist heute vergessen. Der Fahrer eines Escort Mexico in guterhaltenem Zustand freut sich über den spontan startenden Kentmotor, lässt sich vom zielsicheren Handling überraschen und kann der zuweilen gut hörbaren brummigen Note des Vierzylinders durchaus etwas abgewinnen.

    Ford Escort Mexico (1972) - nüchterner Innenraum, ein Rallyeauto braucht nicht mehr
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Rundumsicht nach vorne und zur Seite ist gut, der Wagen überaus kompakt mit nur 3,98 Metern Länge und 1,57 Metern Breite. Die 86 PS haben mit den 890 kg keine Mühe, ein spontaner Antritt ist garantiert. Und optisch gehört der “Hundeknochen”-Escort sowieso zu den Sympathieträgern.

    Ford Escort Mexico (1972) - gute Rundumsicht ist garantiert
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    ... und eine Rarität

    Zwar wurden 10’352 Mexico-Modelle in England gebaut zwischen 1970 und 1975, doch der Bestand wurde schnell durch übereifrige Jungfahrer und den Zahn der Zeit dezimiert. Heute sind original erhaltene Mexico eine Rarität und preislich auf gehobenem Niveau.

    In Deutschland wurden die Fahrzeuge offiziell gar nicht verkauft, dafür gab es ab 1973 den RS 2000 mit dem Zweiliter-Pinto-Motor, der noch sportlicher war und auch nach England (und in die Schweiz) geliefert wurde. Doch darüber soll ein anderes Mal berichtet werden.

    Ford Escort RS 2000 (1973) - mit Zweilitermotor und spezifischer Bemalung
    © Zwischengas Archiv

    Wir danken den unterstützenden Personen und Firmen für die Mitarbeit an diesem Artikel: Ford Escort Club Schweiz , Franks Originale , Pitt Jungs Oldtimergarage .

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    xp******:
    19.12.2017 (09:21)
    In Italien gab es zu jener Zeit sogar den Mexico-Cup, denn wegen dieses 1 cm3 zu viel, konnte er nicht in der Gruppe 1 -Klasse bis 1600 eingereiht werden, obwohl dank seinem günstigen Leistungsgewicht in jener Klasse gute Chancen gehabt hätte.
    ra******:
    19.12.2017 (08:41)
    Habe als erstes Fahrzeug einen P4 gefahren und später einen Escort 1300GT (84PS).....Das Modell Mexiko war mir nicht bekannt. ...LG Ralf
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