Fiat 1100 – Mille-Miglia-Klassensieger für die ganze Familie
Zusammenfassung
Als der neue Fiat 1100 im Jahr 1953 vorgestellt wurde, war er der Konkurrenz in Vielem voraus. Sportliches Talent und grosszügige Platzverhältnisse machten ihn zu einem Überflieger. Seine Stärken verlor der Fiat auch bei den kontinuierlichen Modellverbesserungen nicht, von denen auch der familienfreundliche Kombi profitierte. Dieser Fahrzeugbericht erzählt die Geschichte des über 1,8 Millionen Mal produzierten Modells, das trotz seiner Bedeutung heute fast in Vergessenheit geraten ist.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Der Vorgänger namens Balilla
- Leistung versus Gewicht
- Aussen klein, innen gross
- Moderne Konstruktion
- Überzeugte Fachpresse
- Sportlich und noch sportlicher
- Der Fiat mit Familiensinn
- Evolution und Baureihenerweiterungen
- Mehr Luxus, weniger Hubraum
- Immer weiter verbessert
- Konkurrenz wird stärker
- Mit dem "Placet" der Fachpresse
- Wieder ein Fünftürer
- Und dann noch der 1100 R
- Weltauto
- Vergleich des Fiat 1100 mit der Konkurrenz
Geschätzte Lesedauer: 14min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Als 1953 der Fiat 1100 vorgestellt wurde, war die kleine Limousine der Konkurrenz von Renault (4 CV) und Volkswagen (Käfer) einiges voraus. Der Fiat bot mehr Platz und war deutlich schneller, obwohl er teilweise nur die Technik seines Vorkriegsvorgängers nutzte. Über die Jahre reifte der 1100 wie Schweizer Käse und wurde (in Indien) tatsächlich bis ins Jahr 2000 gebaut, hierzulande aber durch den frontgetriebenen Fiat 128 deutlich früher abgelöst. Die Geschichte des Fiat 1100 reicht bis 1937 zurück. Der intern 508 C und L genannte "Balilla 1100" wurde vor dem zweiten Weltkrieg bis 1939 gebaut. Beide Varianten verfügten über vier Türen, wobei beim kurzen "C" der Radstand 242 Zentimeter betrug, und der lange "L" sich auf 274 Zentimeter strecken durfte. Beide wurden von knapp 1100 ccm kleinen Vierzylindermotoren mit hängenden Ventilen angetrieben und leisteten zwischen 30 und 32 PS.
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tut mir leid, aber ich muss Ihnen eine kleine Korrektur melden:
Das erste Bild: weißer Fiat mit den Doppelzierleisten und dem gebogenen Kühlergrill ist kein 1100 D sondern ein 1100 Speciale.
Den Tatsächlichen 1100 D zeigen Sie einige Bilder weiter, nämlich das Auto im Campingplatz mit dem Pärchen und Picknickkorb im Vordergrund.
Danke für die regelmäßigen Quizfragen in dieser Zeit des Zuhause bleiben.
LG
Manfred Loy
Schwanenstadt

Bei den De Luxe- Modellen betrug der Unterschied mit 7450 bzw. 6450 Fr. "nur" noch 1000 Franken.
Diese tausend Franken sassen damals noch nicht so locker im Portemonnaie wie heute.
Ich erinnere mich noch gut, daß wir mit dem Neckar jedem VW-Käfer, die damals das Straßenbild dominierten, haushoch überlegen waren: Am Berg, auf der Autobahn, hinsichtlich des Fahrkomforts, der Übersichtlichkeit und der Zuladung (die auf den Bilder 47+48 unmögliche Unterbringung des Reserverades wurde schnell mittels Verlagerung unter den Kofferraum korrigiert!). Genial war die Durchladefähigkeit: Einfach die hintere Sitzbank um 90°nach vorne und die Rücklehne nach unten gekippt und schon hatte man eine ebene Gepäckfläche bis zu den Vordersitzen. Aber auch so war der Kofferraum relativ groß und hatte eine ebene Ladekante, was selbst heute nicht alle modernen Autos bieten. - Wenn ich die Fotos des klaren Armaturenbretts mit den wenigen, blind bedienbaren Kippschaltern sehe, kann ich die unzähligen winzigen Tasten und gefährlichen Touchscreens der heutigen Autos nur verfluchen.
Übrigens: Ich war 1978 und 1984 in Indien. Fast alle Taxis waren Lizenzbauten des 1100er Fiats!

Als Beweiss könnte ich ihnen ja den Typenschein zusenden wo man das alles nachweisen kann!!! Ich könnte auch noch mehrere andere alte Typenscheine von anderen Fahrzeugen mitsenden da ich auch immer älter werde und in der Familie kein Interresse vorhanden ist! Mit Freundlichen Grüßen Anton Schöller
Hier meldet sich ein Schweizer, der einen der ganz wenigen frühen 103 TV von 1954 hält und fährt. Der grüne zweifarbige 1100er ist immer noch im Erstlack, dem riechbaren originalen Interieur ist das Alter anzusehen, doch besonders heutzutage auf der Strasse, welch nostalgisch anmutender Fiat! Bei jedem Halt unter Leuten recken die alten Italiener die Köpfe und schwärmen von scheinbar besseren Zeiten in Italien. Der 103 TV war übrigens der erste "GTI" in Italien, 1954 nahmen doch sage und schreibe über 50 (!) 103 TV an der MM teil, jedoch mit entsprechenden Verlusten in Strassengräben oder an Bäumen. Vielen Dank also für den Bericht über die fast vergessenen 1100er Fiat.

Wow - zwei Fallstromvergaser auf einem 1100er Motor - und dann auch noch doppelte?! Zwar weiß ich es selbst nicht, aber diese Angabe zweifele ich dann doch an.
Und wenn es doch stimmt, dann bitte "...strom" statt "...storm". ;-)












































































































































































































































































































































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