DKW F12 - Der 40-PS-Mercedes
Zusammenfassung
Der F12 war zwar ein komplett neues Auto, von aussen jedoch kaum von seinem Vorgänger Junior de Luxe zu unterscheiden. Lediglich die etwas höheren Fenster lassen ihn etwas hochbeiniger erschienen. Auch dem Zweitakt-Motor wurde treugeblieben, was zwar traditionsgemäss für DKW war, jedoch auch einige Nachteile im Vergleich zu seinen Viertakt-Konkurrenten mit sich brachte. Dieser Fahrzeugbericht beschreibt die Stärken und Schwächen des Kleinen und zeigt ihn auf vielen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Die Zeit nach dem Junior
- Der Frontantrieb
- Mit Frischölautomatik
- Karosserie und Fahrwerk
- Der Mercedes mit 40 PS
- Unser Fotomodell
- Technische Daten
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Kein Geringerer als der Schotte Jim Clark startete seine grossartige Rennkarriere mit einem DKW. Er fuhr damit sein erstes Rennen auf einem Flugplatz bei Aberdeen 1956, wo der Sieg mal vorgab, was da noch so alles folgen sollte. Im Januar 1963 löste der DKW F12 den Junior, eigentlich den Junior de Luxe, ab. Der DKW F12 war zwar ein komplett neues Auto, doch mit all den beibehaltenen Merkmalen wirkte er nur wie eine Weiterentwicklung des Junior. Die Front des Neuen wurde nur geringfügig geändert. Die Designidee der abgeschrägten vorderen Kotflügel kam aus der USA und war schon bei der Präsentation des F12 1959 bereits wieder veraltet. Zum DKW Junior war der F12 eigentlich ein Rückschritt. Durch die höheren Fenster zeigte sich sein Gesamtbild schmaler und hochbeiniger, obwohl die Aussenmasse kaum verändert wurden.
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Bilder zu diesem Artikel

Leider sind die heutigen Automobilhersteller der Meinung, dass man bald gar keine Fenster mehr benötigt. Es geht doch alles automatisch und mit Kameras . . .
Dann kann man auch im Bett spazieren fahren . . .
Die Autokäufer lassen sich (leider) inzwischen jeden Mist als Fortschritt andrehen.
Der Artikel motiviert, die anderen Projekte abzuschließen und dann den rostfreien Kleinen endlich wieder auf die Straße zu bringen. Ist ja eigentlich nicht viel dran.....
Michael Kipp
Ich habe diesen Newsletter erst heute am 27.4. um 6.20 Uhr erhalten . . .

Gut beobachtet, und ist absolut korrekt. Das Internet (und somit auch zwischengas.com) ist keine Zeitschrift mit fixem Erscheinungsdatum. Unsere Redaktion arbeitet fast 7 Tage pro Woche an neuen Artikeln und entsprechend wird täglich Neues publiziert. Wer also täglich mal kurz die Startseite (www.zwischengas.com) besucht, erfährt also schon viel früher, was neu publiziert worden ist, und nicht erst im Newsletter, der jeden Dienstag an alle Abonnenten raus geht.
Beste Grüsse, Balz Schreier (Redaktion)
Bild 34: DKW F12 (1963) - zwei Rückfahrscheinwerfer waren damals nicht üblich bei der Konkurrenz.
Bild 41: DKW F12 (1963) - mit Rückfahrscheinwerfer, das war damals etwas
Der Rückfahrscheinwerfer (schweizerisch Rückfahrlicht) ist eine Leuchte, die die Fahrbahn hinter und gegebenenfalls neben dem Fahrzeug ausleuchtet und anderen Verkehrsteilnehmern anzeigt, dass das Fahrzeug rückwärts fährt oder zu fahren beginnt (§ 52a Absatz 1 StVZO). Da das rückwärtige Signalbild von Kraftfahrzeugen relevante Informationen über das eigene Fahrverhalten an den nachfolgenden Verkehr übermittelt, besteht in Deutschland eine Pflicht für das Vorhandensein mindestens eines Rückfahrscheinwerfers bei Pkw mit EZ ab 01.01.1987.
Ursprünglich waren Rückfahrscheinwerfer separate Zubehörteile, die an Stoßstangen oder Karosserien geschraubt wurden. Ab 1945 wurden Scheinwerfer und Signalleuchten mehr und mehr in die Karosserie eingefügt. Die fünfziger Jahre sahen den Beginn der gesetzlichen Regelungen und der ersten Vorschriften auch für die Fahrzeugbeleuchtung. Spätestens ab den siebziger Jahren erfolgte dann auch zunehmend die Integration der Rückfahrscheinwerfer in Rückleuchteneinheiten, welche mehrere Funktionen in einem Gehäuse vereinen. Die Entwicklung von Heckleuchten wandelte sich dabei von der ursprünglichen Erfüllung der Signalfunktionen hin zur Gestaltung von Designmerkmalen und mitunter zur Prägung von Markensymbolen.
In den siebziger und achtziger Jahren hatten noch viele Fahrzeuge zwei Rückfahrscheinwerfer. Als am 01.01.1991 in Deutschland Nebelschlussleuchten verpflichtend wurden, viel oft der zweite Rückfahrscheinwerfer der Nebelschlussleuchte zum Opfer.
Leider habe ich nichts darüber gefunden, wann es die ersten Rückfahrscheinwerfer gab. Die Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung von 1934 enthält über den Rückfahrscheinwerfer in Abschnitt U "Zulassung zum Verkehr (§ 20)" folgende Vorschrift: "Ein nach hinten leuchtender, am Fahrzeug befestigter, abgeblendeter Scheinwerfer (Rückfahrscheinwerfer) mit farblosem oder schwachgelbem Glas ist zulässig, wenn er so geneigt ist, dass er die Fahrbahn auf höchstens 10 Meter beleuchtet, und wenn er nur bei eingeschaltetem Rückwärtsgang brennen kann."
In der ADAC Motorwelt Nr. 17 vom 24. April 1931 steht auf Seite 37:
Unter dem Namen "Korüfa" bringt die Firma A. Schroll-Amberg (Bayern) einen Rückfahr-Scheinwerfer kombiniert mit Stoplicht, Rücklicht und Nummernbeleuchtung auf den Markt. Der Rückfahr-Scheinwerfer kann gesondert durch einen Schalter betätigt oder aber derart mit Rückwärtsgang gekuppelt werden, dass er bei brennenden Scheinwerfern automatisch in Tätigkeit tritt, sobald der Rückgang eingeschaltet wird.
Einen lesenswerten Artikel zur Illumination von PKW findet sich in der ADAC Motorwelt Nr. 12 vom 1. Dezember 1963 - Seite 1269 unter dem Titel: Sind unsere Autos unterbeleuchtet?
Wäre echt klasse, wenn jemand aus dem Zwischengas-Team oder der Lesergemeinschaft hierzu aufklären könnte.
Ich besitze einen F12 Saxomat mit Erstzulassung September 1963 (in Familienbesitz seit Erstzulassung). Sowohl auf der Motorhaube als auch am Heck prangt hier der DKW F12 Schriftzug. Einzig auf der Abdeckblende des Radioschachtes steht Auto Union.
Die Fotos im Testbericht aus hobby 3/63 (zumindest auf der Titelseite, im Bericht selbst ist es nicht wirklich klar erkennbar), in der Werkspostille "Club - Zeitschrift für DKW- und Auto Union-Freunde" Heft 12/63 und auch meine Prospekte zeigen ebenfalls ausschließlich Fahrzeuge mit dem DKW F12 Emblem auf der Motorhaube.
Mehr kann ich hier leider auch nicht zur Erleuchtung beitragen.
danke für die Rückmeldung. Tja - dann wird das wohl nicht mehr genau zu klären sein. Eine Theorie, die ich mir selber zurechtgelegt habe, wäre dass die Verwendung des Schriftzuges "Auto-Union" im Zusammenhang mit dem Verkaufsstart des DKW F102 stehen könnte, da dieser ja auch diesen Schriftzug auf der Haube trägt. Aber wie gesagt: alles Spekulation.
Auf jeden Fall wünsche ich weiterhin viel Freude mit Ihrem F12.








































































































































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