Ein kleiner Traumwagen – Autobianchi A 112 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Fahrleistungen, Raumangebot und Ausstattung wie ein Grosser; Abmessungen, Betriebskosten und Fahrspass wie ein Kleiner – der Autobianchi A 112 war der quicklebendige Beweis dafür, dass man mehr Auto als ihn eigentlich gar nicht brauchte. Ein paar kleine Unvollkommenheiten sah man dem wuseligen Winzling gerne nach. In diesem historischen Testbericht wird selbst der sonst so sachliche Paul Simsa beinahe emotional.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Ausstattung, Bedienung
- Einsteigen, Aussteigen
- Motor
- Fahrwerk, Reifen
- Alltag im A 112
- Bremsen, Sicherheit
- Lüftung, Heizung, Geräusche
- Verarbeitung, Lebensdauer
- Wartung
- Kundendienst
- mot-GesamturteiI
- Pluspunkte
- Minuspunkte
Geschätzte Lesedauer: 9min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Kompakt-Kombi in Mini-Format, von Fiat konstruiert. Form sachlich, aber mit Pfiff. Technisch betrachtet: Ein stark verkürzter und etwas schmalerer Fiat 128 mit der Maschine des Fiat 850 Sport (900 ccm), Leistung von 52 auf 44 PS gedrosselt. Der englische Mini ist noch kürzer und etwas schmaler, aber nicht enger und hat einen abgetrennten Gepäckraum im Heck. Dafür hat der A 112 normalgroße 13er-Räder (der Austin/Morris kleine 10er). Hecktür, Rücksitz zur Verlängerung der Ladefläche vorklappbar: Ladelänge 1,3 m, nutzbare Ladebreite 1 m, Ladehöhe in der Tür 73 cm, im Dachbereich 83 cm. Der A 112 hat so viel Insassenraum wie (außen) der um 85 cm längere VW 1302, der nur durch seine höheren Sitze einen Raumvorteil bietet und mehr Gepäckraum hat (A 112 hinter dem Rücksitz ca. 180 dm³, VW 1302 hinter dem Rücksitz 140 dm³ und unter der Vorderhaube ca. 220 dm³).
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„…durch die Leistungsdrosselung (ein statt zwei Vergaser) deutlich elastischer als im Fiat 850 Sport Coupé und Spider…“
Ab Werk hat es bei Fiat nie eine 2-Vergaseranlage für jenen Motor gegeben.
Fiat 850 Sport coupé und Spider hatten die 30-er Doppelregistervergaser (z.B. Weber 30 DIC, aber auch andere Marken, sogar eine Holley-Variante). Beim Autobianchi wurde die für einen Fronttriebler günstigere Drehmomententfaltung hauptsächlich durch Minderung des Kompressionsverhältnisses erreicht (9,0:1 beim Autobianchi gegen 9,5:1 bei Fiat Coupé und Spider), wodurch die Speisung auch mit einem Einfachvergaser ausreichte (Weber 30 ICF), wie für die normale Fiat 850 Berlina. Möglich auch, dass die Ventilsteuerzeiten geändert wurden (andere Nockenwelle).























































































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