Audi 80 GTE – der zündende Funke?
Zusammenfassung
Mit dem Audi 80 GTE hatte die Volkswagen-Tochter ab 1975 ein heisses Eisen im Feuer und heizte den Konkurrenten aus München und Mailand gehörig ein. 110 Einspritz-PS sorgten für flotte Fahrleistungen und gaben zusammen mit der knalligen Kriegsbemalung einen Vorgeschmack auf Audis späteren Erfolg im Motorsport. Dieser Fahrbericht schildert die Geschichte des eingespritzten Audi 80 und zeigt ihn auf aktuellem und historischem Bildmaterial.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Einer für alle
- Aller Anfang ist schwer
- Einspritzung bringt die Wende
- Biedermann im Sportlerdress
- Vorsprung durch Leichtbau
- Kurzes Leben
- Fazit
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Auf der IAA 1975 gab sich Audi ganz bescheiden, Sensationen suchte man auf dem Messestand vergeblich. Die Form des bereits 1972 präsentierten Audi 80 war bekannt, der RO 80 galt, trotz optischer Auffrischung, als Auslaufmodell, ebenso der erste Audi 100. Dessen barocke Rundungen wirkten neben dem eckigen Audi 80 wie einer anderen Autoepoche entsprungen. Die einzige wirkliche Überraschung war damals ein Audi 80 im Sportanzug namens GTE. Drei Jahre nach dem Stapellauf der neuen Modellreihe bildete er die sportliche Speerspitze der Ingolstädter Mittelklasse. Basis war der Audi 80 B1, der die neue Fahrzeuggeneration im Volkswagen-Konzern einläutete. Das in nur dreieinhalb Jahren konstruierte Modell war von Audi nicht nur als Stufenheck-Limousine für das eigene Programm konstruiert worden, sondern sollte in Form verschiedener Derivate auch das Fundament für die neue Mittelklasse-Modellfamilie des Volkswagen-Konzerns bilden.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel

Mit der Torsionskurbel-Hinterachse führte das Heck des Audi 80 in schnellen Kurven ein unangenehmes Eigenleben, der Golf GTI mit seiner Verbundlenkerachse lag wesentlich ruhiger.
Und was die Bedeutung des Audi 80 GTE betrifft: Die gab es nicht. Das Auto war viel zu teuer, wirkte aber gegen BMW 3er etc. eine Klasse billiger. Und wurde deshalb kaum verkauft. In dem VAG-Betrieb, in dem ich damals arbeitete, hatten wir keinen einzigen im Kundenstamm.
Der Nachfolger dagegen, ab 1983, lief im Verkauf ausgezeichnet. Weil er agiler und sparsamer sowie deutlich preisgünstiger war als die kopflastigen Fünfzylinder.

1980 gewann Audi damit die Marken-Europameisterschaft!
1981 folgte der Aufstieg in die 2 Liter Klasse mit dem Audi Coupé GT5S. Beim letzten Lauf in Zolder gelang Peter Seikel und mir damit sogar ein Gesamtsieg, vor den großen Autos von BMW, Ford, Camaro etc. Dieses Auto hatte ca. 230 PS und galt seinerzeit als der stärkste Fronttriebler der Welt.
Dann kam der Quattro und Audi konzentrierte sich auf Rally-Aktivitäten, das Thema Rundstrecke wurde leider beiseite gelegt.
Ich bin glücklich Besitzer eines optimierten GTE Typ 81 und eines Audi 90 Typ 81 zu sein.
von 13.995 DM.
Die meisten Vergleichtests, gegen Escort 2000 RS oder Kadett GTE entschied er für sich. Ein Leistungsmäßig vergleichbarer 320-er BMW war ca. 2000 DM teurer.
Trotzdem hatte er von Anfang an ein Imageproblem. Als Ende 1976 der
Golf GTI mit Audi-Technik erschien, sprach vom 80 GTE kaum noch jemand.
Allgemein wurde er damals, und ich denke auch heute noch, total unterschätzt.
Schade, daß nur wenige überlebt haben, er hätte es verdient.
Immerhin kam Anfang 1983 ein Typ 82 als GTE in meinen Fuhrpark. Damals schon eine Ansage mit 110 PS, bei 845 kg Leergewicht. Wenn der Rost nicht sein größter Feind gewesen wäre, wer weiß. Mittlerweile bin ich im Rentneralter auf die B 2 Varianten umgestiegen. Ich freue mich jeden Tag über die klassischen und tollen Fahrzeuge. Sowohl als 4 wie auch als 5 Zylinder. Die Blicke und Daumen sind einem damit garantiert. Was will Man/n mehr

































































































































Kommentare