Restaurierung einer Alfa Romeo Giulia - Fortsetzung des Abenteuers
Zusammenfassung
2015 hat sich Hinrich Groeneveld in Neapel für € 5250,- eine Alfa Romeo Giulia Super 1300, Baujahr 1973, gekauft. Dieser Typ war 38 Jahre zuvor sein erstes Auto. In einer abenteuerlichen Fahrt überführte er das Julchen auf eigener Achse nach Moosburg in Bayern. Das Auto war im Zustand 3-4, also renovierungsbedürftig. Was Groeneveld bei der Restaurierung lernte, schildert diese Geschichte.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vorbereitung und fatale Risse
- Rost und Motorrevision
- Korken knallen lassen
- Darauf sitzen, wo's am teuersten ist
- Preiswert und unbezahlbare Freude
- Spuk mit der Quarzuhr
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
2015 habe ich mir in Neapel für € 5250,- eine Alfa Romeo Giulia Super 1300, Baujahr 1973, gekauft. Eine Giulia wie diese war 38 Jahre zuvor mein erstes Auto. In einer abenteuerlichen Fahrt überführte ich das Julchen auf eigener Achse nach Moosburg in Bayern. Das Auto war im Zustand 3-4, also renovierungsbedürftig. Der Anlasser hatte auf der Überführungsfahrt den Dienst aufgegeben, zwei Zylinder wiesen eine mangelhafte Kompression auf und mehrere Durchrostungen mussten repariert werden. Jetzt bin ich zwar seit 50 Jahren leidenschaftlicher Autobastler, aber eine Ausbildung in dem Metier habe ich nie genossen. Es stellte sich jedoch heraus, dass man mit gesundem Menschenverstand und Ratsuche bei Freunden und Bekannten, und vor allem auch im Internet, ziemlich weit kommt.Das Auto war früher mal dunkelrot gewesen und hatte die weisse Lackierung erst im Laufe seines bewegten Lebens bekommen.
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Der Umfang der Arbeiten war vergleichbar jedoch wurde die Karosserie komplett lackiert.
Nachdem ich wesentlich weniger Eigenleistung einbrachte ( ca.100 Stunden) waren die Kosten etwa gut das doppelte.
Diesen Weg bin ich gegangen da die angeblichen Zustand 2 Fahrzeuge dann zumeist doch noch zahlreiche Reparaturen erfordern. ( Erfahrungen nach 5 Spidern seit meinem ersten 1750 Rundheck im Jahr 1983).
Um wirklich zuverlässig die Touren in den italienischen Bergen fahren zu können hat sich der Aufwand gelohnt.
Dieser Wagen ist jetzt 10 Jahre im Einsatz und bleibt !
Ich finde man sollte die Freude des Texterstellers einfach belassen so wie sie ist. Allein die rührige Geschichte wie das Auto aus Italien kam..
Natürlich ist ein "Flicken- Schweißen" des äußeren Schwellers (Giulia hat 3) nur eine optische Teilreparatur... (und es gibt noch eine andere Hoptspots an A- Säule, Radlaufspitzen, Türkanten.. udgl)
Aber vielleicht hat Sie wirklich gute Substanz, und wird so, weil Sie auch nicht im Regen/Winter gefahren wird und mechanisch überholt ist, dem Besitzer Freude bereiten.
Servus
Eine Warnung wegen der Lenkgetriebe an alle Alfa 105 Fahrer. In St Blasien im Schwarzwald wollte ich meinen Rundheck Spider parkieren. Plötzlich ein lauter Knall und das Lenkrad liess sich ganz leicht drehen. Das Gehäuse war gebrochen. Trotzdem bin ich von dort ca. 50 Km nach Basel, in langsamer Fahrt und ohne grosse Lenkbewegungen zurück gefahren. Lenkstangen sind in der Länge von 105 Typ zu 105 Typ unterschiedlich. Alfa Garage Vetter, in Niederschärli BE, hatte noch eine neue Lenkstange in der richtigen Länge und setzte diese in ein neues, verstärktes Gehäuse ein. Er befüllte des Gehäuse mit Fett und ich habe es in meinen Alfa montiert. Vetter meinte, dass Befüllen mit Fett sei besser als mit Oel.
Eigentlich gehört nach Manual Oel in die Lenkung, da das oberste Kugellager auch mit Fliessfett nicht genügend geschmiert wird,
auch wenn das eventuelle Undichtigkeiten mit sich bringen kann.
An meinem 73 er 2000 GTV Coupe war 1983 mit ca. 130 T km die Lenkwelle !! , Nicht das Gehäuse !
im Mantelrohr unten ohne Vorwarnung gebrochen! Ein gerader Bruch an der Welle,
klemmen oder festhalten in alter Position der Räder war nicht mehr möglich.
Ab Werk ist die Lenkwelle anscheinend mit dem unteren gehärteten Kugelsegmentteil verschweisst worden.
Anhand der Bruchstelle war damals ersichtlich das wohl schon längere Zeit ein Material Riss vorhanden gewesen sein musste.
Ob der Ermüdungsbruch durch einen Winkelfehler oder einen vorausgegangenen Unfallschaden verursacht wurde,
haben wir damals in der Werkstatt nicht weiter erforscht. Hatten eine neue Lenkung gekauft und den Wagen verkauft.
Bei Revisionen dieser Lenkungen müsste man diese Welle eigentlich röntgen. Neuteile sind anscheinend ja nicht erhältlich.
Nur mit neuen Dichtungen / Lagern und verstärkten Gehäusen lässt sich so ein schadhaftes Teil nicht ausschliessen.
Da gute Restaurationen richtig ins Geld gehen, sollte man der Sicherheit wegen diesen Aspekt nicht ausschliessen.
Wenn ich so zurückdenke hatten wir damals mehr als Glück gehabt... konnte am Lenkrad wie an einem Ventilator drehen...
so hat man dann wohl zweimal im Jahr Geburtstag !


























































































































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