Gräf & Stift 1900-1938 – Frontantriebspionier
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Gräf und Stift gehört ebenfalls dazu. Carl Gräf konstruierte damals wohl das erste Auto mit Frontantrieb durch Kardanwellen. Später widmeten sich die Gebrüder Gräf zusammen mit ihrem Partner Wilhelm Stift Autos mit Hinterradantrieb und stellten Wagen für Kaiser und Erzherzoge her...
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
1896 gründete Carl Gräf in Wien eine Schlosserei und widmete sich mit seinen Brüdern Franz und Heinrich dem populär gewordenen Fahrrad sowie alsbald auch Motorrädern und Automobilen. Ab 1898 konstruierte er zusammen mit Heinrich Pösendeiner das wohl erste Auto mit Frontantrieb durch Kardanwellen. Damals galt als logisch: Vorderräder zum Lenken, Hinterräder für Antrieb und Bremsen. Der 1900 fertiggestellte Gräf-Kleinwagen mit De-Dion-Bouton-Einzylindermotor erhielt die kaiserlich-königliche Patenturkunde "auf eine Antriebsvorrichtung für die Lenkräder von Automobilen". 1901 entstand ein zweiter Wagen mit Vorderradantrieb, doch wegen der heiklen Kardangelenke wandten sich die Gebrüder Gräf darauf dem Hinterradantrieb zu und fanden 1902 in Wilhelm Stift einen finanzstarken Partner; dieser hatte im Jahr zuvor die Wiener Automobilfabrik Celeritas gegründet. In einem neuen Werk bauten Gräf & Stift ab 1904 4-Zylinder-Tourenwagen mit 16 bis 45 PS Leistung.































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