Artcurial schlägt Rekorde an der Rétromobile Paris
Zusammenfassung
Anlässlich der Rétromobile Paris im Februar 2012 führte Artcurial wiederum eine vielbeachtete Versteigerung von rund 100 Klassikern durch. Das Angebot vermochte weite Kreise anzusprechen und reichte vom Ferrari F40 bis zum Ferrari 250 GT California Spyder, vom Decauville “Voiturette” von 1898 bis zum Jensen Interceptor Convertible von 1996. Unter den Hammer kamen günstige Fahrzeuge wie ein Fiat 500L, aber auch teure Raritäten wie das Mercedes-Benz 540 K Cabriolet B von 1937 oder das Horch 853 Cabriolet von 1938. Französische Marken waren sehr gut verteten, aber es fehlten auch Italiener und die deutschen Preziosen nicht. Sogar ein paar Amerikaner fanden sich im Angebot, und natürlich galt es, für einen ganzen Reigen von englischen Fahrzeugen zu bieten. Für das Versteigerungshaus Artcurial wurde die Veranstaltung zum grössten Erfolg der Geschichte, das Gesamtvolumen wurde mit Euro 14,5 Millionen angegeben. Als Rekord-Verkäufe konnten unter anderem der Ferrari 250 GT California Spyder, ein Citroën ID 23ie Pallas und ein Citroën 2CV vermeldet werden, aber mindestens ein Drittel der Lots erreichten Höchstgebote über dem durchschnittlichen Schätzpreis, 95 Prozent der Fahrzeuge konnten einem neuen Besitzer zugeführt werden. Der vollständige Bericht bringt die vollständigen Ergebnisse mit Schätzpreisen und Höchstangeboten, zeigt Bilder der Versteigerung und von einzelnen Fahrzeugen und analysiert die Ergebnisse.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Gemässigte Gebote am Anfang
- Ferrari F40 von Nigel Mansell
- Ein Delauney-Belleville im Originalzustand
- Peugeot- und Citroën-Weltrekorde
- Der teuerste Ferrari California Spyder der Geschichte?
- Exotica mit Potential für zukünftige Concours d’Elegance
- Youngtimer und zukünftige Klassiker
- Frankophile Raritäten lösen Bieterrausch aus
- Erfolgreiches Wirken von Artcurial
- Ergebnisse im Detail
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Eine Halle von der übrigen Rétromobile-Ausstellung entfernt richtet sich Artcurial am Abend des 3. Februar 2012 für die Versteigerung von rund 100 Fahrzeugen (und ein paar Uhren und Motorräder) ein. Es wird ein geschichtsträchtiger Abend werden, aber dass kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Es wird voller und voller, schon zwanzig Minuten vor dem Start sind alle Sitzgelegenheiten besetzt. Die Spannung steigt, Leute nesteln nervös an ihren Sachen. Es ist eng auf den Sitzplätzen, die Winterkleider tragen auf und minimieren den Freiraum. So knapp ist der Sitzraum sonst höchstens in einem MG TC. Man hört ein Sprachdurcheinander von Französisch, Deutsch und Englisch, die potentiellen Bieter haben sich positioniert. Es wäre eigentlich Zeit zum Anfangen. Jetzt tritt eine Tuba auf die Bühne, es folgt etwas Schlagzeug und weitere Blasinstrumente - Posaunen, Saxophon, Trompeten, etc. Musik erklingt, aber die Menge will eigentlich Motorengeräusche hören. Nach ein paar Minuten ergreift der “Maitre” das Wort. Man leide gerade unter einem “bug informatique”, äussert er sich, man müsse sich noch ein paar weitere Minuten gedulden. Noch zwei oder drei flotte Musikstücke entweichen der mobilen Big Band auf der Bühne. Dann geht es endlich los, mit ein paar Uhren und wenigen Motorrädern, die schnell versteigert sind.
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