Nach knapp 90 Jahren geht 2028 die Geschichte des Automobilwerks in Poissy zu Ende. Viele Herren hat es gesehen: Gegründet 1938 von Ford, 1954 übernommen von Simca, unter der Leitung von Chrysler ab1958, gekauft 1978 von PSA und im Zuge der Fusion mit FCA 2021 schlussendlich gelandet bei Stellantis. Dort wurde entschieden, das letzte Montagewerk in der Region Paris in zwei Jahren zu schliessen. Hochgerechnet fast 19 Millionen Fahrzeuge sind dann seit der Nachkriegszeit dort gebaut worden.
Berühmte Modelle
Produziert wurde nach dem Krieg die Ford Vedette, es folgten so klangvolle Namen wie Simca Aronde, 1100 und 1300, Talbot Solar und Horizon, Peugeot 205, 306, 1007 und zuletzt noch Citroën DS3 und Opel Mokka. Poissy ist das letzte noch in Betrieb befindliche Werk in der Region Paris, nachdem die Werke in Boulogne-Billancourt (Renault), Quai de Javel (Citroën), Levallois (Citroën), Aulnay-sous-Bois (Citroën) und Flins (Renault) geschlossen worden sind.
Kapazität von 500'000 Fahrzeugen
Das Werk war ausgelegt auf eine Jahresproduktion von 500’000 Fahrzeuge. Im Rekordjahr 1976 schafften mehr als 27’000 Beschäftigte 569’245 Autos. 2025 waren es nur noch 80’000 Stück bei 3700 Arbeitern. Rund 1000 davon will man behalten, wenn das Werk für rund 100 Millionen Euro umgebaut wird und dann ab 2030 Komponenten produziert.
In Poissy werden bereits heute Autoteile gefertigt, die in anderen Stellantis-Werken in die Fahrzeuge verbaut werden. Mit der angekündigten Investition sollen etwa neue Aktivitäten wie der 3D-Druck von Teilen oder die Aufbereitung und das Recycling von Gebrauchtfahrzeugen möglich werden.









































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